Auf dem ERA-EDTA-Kongress vorgelegte neue Daten demonstrieren die Wirksamkeit von Soliris® (Eculizumab) bei einer Reihe von Patienten mit atypischem hämolytisch-urämischen Syndrom (aHUS)

(03.06.2014, Pharma-Zeitung.de) CHESHIRE, Connecticut - Copyright by Business Wire - Alexion Pharmaceuticals, Inc.

– Verbesserungen von hämatologischen Markern von komplementvermittelter thrombotischer Mikroangiopathie (TMA) und die Umkehrung von Nierenschädigungen bei Patienten mit oder ohne Nierentransplantation oder Dialyse –

– Ferner wird eine Überlebensanalyse von mit Soliris behandelten aHUS-Patienten und Biomarkerdaten präsentiert, die den Bedarf einer chronisch terminalen Komplementblockierung mit Soliris belegt –

Alexion Pharmaceuticals, Inc. (Nasdaq:ALXN) meldete heute, dass Forscher Daten aus klinischen Studien präsentiert haben, die die chronische Einnahme von Soliris® (Eculizumab) bei zahlreichen Patienten mit atypischem hämolytisch-urämischen Syndrom (aHUS), einer extrem seltenen und lebensbedrohlichen Erbkrankheit, die lebenswichtige Organe fortschreitend schädigt und so vorzeitig zum Tode führt, bestätigen. In einer Reihe von Präsentationen beim 51. European Renal Association–European Dialysis and Transplant Association (ERA-EDTA) Kongress in Amsterdam (Niederlande) haben Prüfer die folgenden Ergebnisse dargelegt:

  • In drei separaten Subgruppenanalysen ergab die Therapie mit Soliris klinisch bedeutungsvolle Verbesserungen bei den wesentlichen hämatologischen Markern von komplementvermittelter thrombotischer Mikroangiopathie (TMA) und der Umkehr von Nierenschädigungen bei Patienten mit aHUS, unabhängig davon, ob eine Nierentransplantation oder Dialyse zu Studienbeginn vorlag.1-3
  • Eine Überlebensanalyse von Patienten mit aHUS legte nahe, dass Soliris die Sterbeziffer beträchtlich verringert, verglichen mit Modellprädiktionen von Patienten, die weiterhin lediglich eine unterstützende Behandlung in zwei klinischen Studien mit Solaris erhalten hätten.4
  • Neue Daten aus einer Studie von wesentlichen aHUS-Biomarkern demonstrierten, dass Patienten mit aHUS vor der Therapie mit Soliris unter schwerer und andauernder terminaler Komplementaktivierung, der CAP-Aktivierung (Complement-alternative Pathway, CAP), Gefäßentzündungen mit verstärktem Thromboserisiko und unter schweren Nierenfunktionsstörungen litten. Die Blockade der terminalen Komplementaktivität mit Soliris führte zur Inhibition von Endothelschädigungen, Entzündungen, Thromboserisiken und Nierenfunktionsstörungen. Zudem wurden im Laufe eines Jahres bei der Behandlung mit Soliris die Marker der CAP-Aktivierung und endothelialen Zellaktivierung reduziert, blieben aber ohne klinische Konsequenzen bestehen, wodurch verdeutlicht wird, dass die Hemmung der terminalen Komplementaktivierung mit Soliris fortgesetzt werden sollte, da der Verlust dieser Hemmung potenziell katastrophale klinische Konsequenzen nach sich ziehen könnte.5

„Die Subgruppenanalysen unserer großen prospektiven Studien bestätigen erneut, dass Soliris bei zahlreichen verschiedenen Patienten mit aHUS effektiv wirkt und zeigen, dass die chronische Behandlung mit Soliris die systemische, komplementbedingte TMA hemmt, Nierenstörungen reversiert und die Notwendigkeit der Dialyse verringert oder eliminiert”, so Leonard Bell, M.D., Chief Executive Officer von Alexion. „Mit der Modellanalyse der Überlebensrate und den Biomarkerergebnissen bei aHUS reflektieren diese Daten unser anhaltendes Engagement, Kindern und Erwachsenen eine optimale Betreuung bei dieser Erbkrankheit zur Verfügung zu stellen.”

aHUS ist eine chronische, extrem seltene und lebensbedrohliche Erbkrankheit, die progressiv lebenswichtige Organe schädigen kann und zu Schlaganfällen, Herzinfarkten, Nierenversagen bis hin zum Tode führt. 6 Die Krankheitsanfälligkeit und die Zahl vorzeitiger Todesfälle bei aHUS werden durch chronische, unkontrollierte Aktivierung des terminalen Komplementsystems verursacht und führen zu systemischer TMA, der Bildung von Blutgerinnseln in kleinen Blutgefäßen im gesamten Körper.7,8 Soliris ist ein erstklassiger terminaler Komplementinhibitor, der spezifisch auf die unkontrollierte Komplementaktivierung abzielt. Es handelt sich um den ersten und einzigen zugelassenen Wirkstoff für Patienten mit aHUS in den Vereinigten Staaten, der Europäischen Union, Japan und anderen Ländern.

Soliris bei Erwachsenen mit aHUS, mit oder ohne vorherige Nierentransplantation (Abstract MO013)

In einer heute erfolgten mündlichen Präsentation erklärte Fadi Fakhouri M.D., Ph.D., des Centre Hospitalier Universitaire de Nantes in Nantes, Frankreich, dass die Therapie mit Soliris zu klinisch bedeutsamen Verbesserungen der hämatologischen Marker von komplementvermittelter TMA und der Umkehr von Nierenfunktionsschäden bei nicht transplantierten Patienten (N=32) und auch bei Patienten mit einer Nierentransplantation (N=9) führte und dass die meisten Patienten die Dialysebehandlung absetzen konnten. In dieser Teilanalyse einer großen, prospektiven offenen und einarmigen Studie von Soliris bei Erwachsenen mit aHUS meldeten die Forscher, dass von den Dialysepatienten 18 der 21 (86 %) nicht transplantierten Patienten und zwei der drei (67 %) transplantierten Patienten die Dialyse abbrechen konnten. Die mittlere Änderung der Plättchenzahlen gegenüber den Ausgangswerten betrug 132,6 x 109/L (Standardabweichung [SD] 110,6; p<0.0001) bei nicht transplantierten Patienten und 146,2 x 109/L (SD 140,8; p=0,0810) bei transplantierten Patienten nach 26 Wochen Behandlung mit Soliris. Die mittlere Änderung gegenüber den Ausgangswerten der geschätzten glomerulären Filtrationsrate (eGFR), eine Kennzahl zur Bewertung der Nierenfunktion, betrug 31,5 mL/min/1,73m2 (SD 22,8; p<0.0001) bei nicht transplantierten Patienten und 19,0 mL/min/1,73m2 (SD 27,3; p=0,1940) bei transplantierten Patienten. Die Studienautoren kamen zu dem Ergebnis, dass sich die Wiederherstellung der Nierenfunktion bei Patienten mit transplantierten Nieren moderater gestaltete, und sie unterstrichen das größere Risiko und daher die Notwendigkeit zur Vermeidung neuer TMA-Manifestationen bei Patienten mit aHUS und einer transplantierten Niere. Zudem demonstrierten die Ergebnisse der Studie die Bedeutung der frühzeitigen Behandlung mit Soliris von Patienten mit eigenen Nieren, um die Progression der terminalen Niereninsuffizienz (End-Stage Renal Disease, ESRD) und eine Transplantation zu vermeiden. Soliris wurde von beiden Gruppen gut vertragen mit ähnlichen therapiebedingten Nebenwirkungen (Treatment-emergent adverse event, TEAE).1

„Bei dieser Subgruppenanalyse führte die Soliris-Therapie zu einer Inhibition der komplementvermittelten TMA und nachhaltigen Verbesserungen der Nierenfunktion sowohl bei nicht transplantierten als auch transplantierten Patienten mit aHUS”, so Dr. Fakhouri. „Diese Daten liefern eine weitere Bestätigung für den klinischen Nutzen der chronischen Therapie mit Soliris bei nicht transplantierten und transplantierten aHUS-Patienten.”

Soliris bei Erwachsenen mit aHUS, mit oder ohne Dialyse zu Studienbeginn (Abstract SP286)

Eine separate Subanalyse der gleichen Studie ergab bei Erwachsenen mit und ohne Dialyse zu Studienbeginn (N=24 bzw. N=17) eine signifikante Verbessrung der hämatologischen Marker von komplementvermittelter TMA und die Umkehrung von Nierenfunktionsstörungen in beiden Untergruppen. Dr. Fakhouri präsentierte im Rahmen einer Postersession am 1. Juni, dass die Thrombozytenzahl mit Soliris bei Dialyse-Patienten zu Studienbeginn beträchtlich verbessert wurde (mittlere Änderung [SD] gegenüber Ausgangswerten: 163,2 [120,0] x 109/L; p<0,0001), ebenso wie bei Patienten ohne Dialyse zu Studienbeginn (87,4 [88,2] x 109/L; p=0,0120). Soliris verbesserte zudem beträchtlich den mittleren (SD) eGFR gegenüber Studienbeginn um 35,0 (22,3) mL/min/1,73m 2 in der Dialysegruppe (p<0,0001) und um 20,0 (23,5) mL/min/1,73m2 in der Nicht-Dialysegruppe (p=0,0179). Von den 24 Dialyse-Patienten konnten 20 (83,3 %) die Dialyse im Laufe der Studie von 26 Wochen absetzen, und kein Proband benötigte eine neue Dialyse. Obwohl vier Probanden ohne Dialyse bei Studienbeginn während der Behandlung mit Soliris eine Dialyse benötigten, konnten zwei der drei Patienten eine kurzfristige Dialyse in Woche 26 abbrechen. Soliris wurde von beiden Gruppen gut vertragen. Die Nebenwirkungen verhielten sich in beiden Gruppen ähnlich, und es traten keine neuen oder unerwarteten Symptome auf. Die Gesamtheit der gesammelten Daten belegte erneut, dass Dialyse-Patienten von der frühzeitigen Therapie mit Soliris profitieren und dass die frühe Behandlung Erwachsenen mit aHUS mit und ohne Dialyse einen klinischen Nutzen bringt.2

Soliris bei pädiatrischen aHUS-Patienten mit oder ohne Dialyse zu Studienbeginn (Abstract SP281)

Bei einer anderen Posterpräsentation am 1. Juni berichtete Johan Vande Walle, M.D., Ph.D. der University of Ghent, Belgien, über eine Subanalyse einer großen, prospektiven, offenen, einarmigen Studie zur Feststellung der Sicherheit und Wirksamkeit von Soliris bei pädiatrischen aHUS-Patienten (im Alter von 1 Monat bis zu 18 Jahren) mit (N=11) und ohne (N=11) Dialyse bei Studienbeginn. Die Therapie mit Soliris führte zu klinisch signifikanten Verbesserungen der hämatologischen Marker von komplementbedingter TMA und der Umkehr von Nierenfunktionsschäden in beiden Gruppen. Soliris hat insbesondere die Thrombozytenzahl sowohl in der Dialysegruppe (mittlere Änderung [SD] gegenüber Ausgangswerten: 149,8 [101,0] x 109/L; p=0,0150) als auch in der Nicht-Dialysegruppe (180,2 [34,9] x 109/L; p=0.0003) verbessert. Steigerungen der eGFR wurden ebenfalls sowohl in der Dialysegruppe (mittlere Änderung [SD] gegenüber Ausgangswerten: 57,7 [57,3] mL/min/1,73m2; p=0,0568) als auch der Nicht-Dialysegruppe (70,3 [37,1] mL/min/1,73m2; p=0,0056) beobachtet. Von den 11 Dialysepatienten konnten neun (82 %) die Dialyse nach 26 Wochen abbrechen, und von den 11 Nicht-Dialysepatienten blieben alle (100 %) während und nach 26 Wochen dialysefrei. Die Verträglichkeit von Soliris war in beiden Gruppen gut mit ähnlichem TEAE-Profil.3

Überlebensanalyse bei Patienten mit aHUS (Abstract SP606)

Im Rahmen einer separaten Posterpräsentation am 1. Juni wurden die Ergebnisse von mit Soliris behandelten aHUS-Patienten der aHUS-Zulassungsstudien9 mit den prognostizierten Ergebnissen für die gleichen Teilnehmer der klinischen Studie verglichen, hätten sie weiterhin lediglich unterstützende Behandlung basierend auf statistischem und klinischem Modellieren erhalten. Die prognostischen Daten wurden mit Hilfe des Markov-Modells ermittelt, das zur Schätzung der Sterbeziffer von Patienten mit aHUS entwickelt wurde, und basierten auf der Nierenfunktionsverschlechterung der Patienten vor der Behandlung mit Soliris, auf ESRD, auf der Wahrscheinlichkeit eines vorzeitigen Todes bedingt durch chronische Dialyse und der geschätzten, nicht nierenbedingten überhöhten Sterblichkeitsrate durch aHUS. In dieser Studie verfolgt das Markov-Model die Progression der Probanden im Rahmen von drei CKD-Stadien (CKD 0-2, CKD 3a-4 bzw. CKD 5 [oder ESRD]), plus Transplantation und Tod.4

Das Modell berechnete eine Sterblichkeitsrate von 8,1 %, 16,2 % und 24,3 % nach einem, zwei bzw. drei Jahren für Patienten mit aHUS und unterstützender Behandlung. Dieses Ergebnis steht im Einklang mit der in der medizinischen Literatur beschriebenen Sterblichkeitsrate im Hinblick auf drei große aHUS- und TMA-Zulassungsstudien. 7,10,11 Ein Todesfall wurde während der Therapie mit Soliris gemeldet (offensichtlich nicht in Verbindung mit dem in der Studie verabreichten Medikament) bei einer medianen Nachlaufzeit von 37 Monaten, was zu einer jährlichen Sterblichkeitsrate von 1,4 % mit Soliris führte. Mit Soliris wurde das Mortalitätsrisiko um 89 % nach drei Jahren reduziert (bei einem relativen Risiko von 11 % [95 % CI: 1 % - 83 %; p=0,0138]), verglichen mit den gleichen Patienten, hätten diese lediglich weiterhin die unterstützende Behandlung erhalten.4 Diese Analyse demonstriert das permanente Risiko für Vitalorganversagen und einen frühzeitigen Tod von aHUS-Patienten und somit die Bedeutung einer chronisch terminalen Komplementhemmung mit Soliris.

Biomarker bei mit Soliris behandelten aHUS-Patienten (Abstract MP035)

In einer heute stattgefundenen Postersession präsentierten Forscher neue Biomarkerdaten einer prospektiven, offenen Studie von Erwachsenen mit aHUS, die Soliris erhielten.5 Aufbauend auf Daten, die bei der Jahrestagung 2013 der American Society of Hematology12 vorgelegt worden waren, präsentierten die Forscher eine Analyse von biologischen Maßnahmen einer komplementvermittelten TMA durch genetische Mutation. Bei Studienbeginn wurden wesentlich überhöhte Parameterwerte der CAP-Aktivierung, der Aktivierung und Schädigung endothelialer Zellen, von Gefäßentzündungen, Gerinnungen und Nierenschädigungen bei aHUS-Patienten verzeichnet, unabhängig (1) von festgestellten Mutationen, (2) ob Patienten PE/PI erhielten oder (3) ob bei Studienbeginn eine reguläre Thrombozytenzahl vorlag. Während der Hemmung der terminalen Komplementaktivität mit Soliris haben sich die Markerwerte der terminalen Komplementaktivierung und von Nierenfunktionsstörungen normalisiert, und die Markerwerte von endothelialer Zellenschädigung, Entzündungen und Koagulation wurden auf ein nahezu normales Niveau reduziert. Dadurch wird verdeutlicht, dass progressive Endothelial- und Nierenschäden durch eine Überaktivierung der terminalen Komplementierung induziert werden. Außerdem blieben die Werte für Endothelialaktivierung und CAP-Aktivierung (Vorschaltung der terminalen Komplementaktivierung) bei mit Soliris therapierten Patienten stark erhöht. Dadurch wird demonstriert, dass aHUS-Patienten an einer permanenten, unregulierten CAP-Aktivierung leiden. Insgesamt zeigen diese Patienten weiterhin eine anhaltende proximale Komplementaktivität, aber die Mechanismen für TMA und Organschädigung werden durch terminale Komplementaktivierung bestimmt. Diese Daten belegen die Notwendigkeit einer nachhaltigen Hemmung der terminalen Komplementaktivierung mit Soliris zur Vermeidung von potenziell katastrophalen klinischen Folgen.5

„Die Daten dieser Studie zeigen, dass Marker von alternativer Komplementaktivierung und Endothelialzellaktivierung durch die Behandlung mit Soliris reduziert werden, bei aHUS-Patienten jedoch erhöht bleiben”, so Camille L. Bedrosian, M.D., Chief Medical Officer von Alexion. „Die Ergebnisse unterstreichen die chronische Dysregulierung des Komplementsystems und die permanenten Risiken von systemischer TMA und Organschädigung bei aHUS-Patienten sowie die Notwendigkeit einer anhaltenden terminalen Komplementhemmung mit Soliris, auch wenn sich die klinische Präsentation und die klinischen Laborwerte verbessert haben.”

Über aHUS

aHUS ist eine chronische, extrem seltene und lebensbedrohliche Krankheit, bei der ein genetischer Defekt eines oder mehrerer Regulatorgene des Komplementsystems eine lebenslange unkontrollierte Komplementaktivierung hervorruft, die komplementvermittelte thrombotische Mikroangiopathie (TMA), d. h. die Bildung von Blutgerinnseln in kleinen Blutgefäßen im gesamten Körper, verursacht. 13,14Die permanente unkontrollierte Komplementaktivierung bei aHUS verursacht ein lebenslanges Risiko von TMA, die zu plötzlichen, katastrophalen und lebensbedrohlichen Schäden an Nieren, Gehirn, Herz und anderen lebenswichtigen Organen und vorzeitigem Tod führt.13,15 65 % aller aHUS-Patienten sterben, benötigen Dialysen oder erleiden bleibende Nierenschäden innerhalb eines Jahres nach der Diagnose trotz Plasmaaustausch oder Plasmainfusionen (PE/PI).8,16 Die meisten aHUS-Patienten, die eine Nierentransplantation erhalten, erleiden im Anschluss eine systemische TMA, die eine Transplantat-Ausfallrate von 90 Prozent nach sich zieht.17

aHUS kann sowohl Kinder als auch Erwachsene betreffen. Eine Komplement-vermittelte TMA führt außerdem zu einer Verringerung der Blutplättchen (Thrombozytopenie) und zur Zerstörung von roten Blutkörperchen (Hämolyse). Während bei mindestens zehn verschiedenen Regulatorgenen des Komplementsystems Mutationen festgestellt wurden, wurden bei 30- 50 % der Patienten mit einer bestätigten aHUS-Diagnose keine Mutationen festgestellt.7

Über Soliris® (Eculizumab)

Soliris® (Eculizumab) ist ein erstklassiger terminaler Komplementinhibitor, den Alexion vom Labor über das Zulassungsverfahren bis hin zur Marktgängigkeit entwickelt hat. Soliris ist in den USA (2007), der Europäischen Union (2007), Japan (2010) und anderen Ländern als erstes und einziges Medikament zur Behandlung von Patienten mit paroxysmaler nächtlicher Hämoglobinurie (PNH) zugelassen, einer extrem seltenen, schwächenden und lebensbedrohlichen Bluterkrankung, die von einer chronischen komplementvermittelten Hämolyse (Zerstörung roter Blutkörperchen) bestimmt wird. Bei Soliris wird zudem eine Verringerung der Hämolyse bei PNH-Patienten indiziert. Außerdem ist Soliris in den USA (2011), der Europäischen Union (2011), Japan (2013) und anderen Ländern als erstes und einziges Medikament zur Behandlung von Patienten mit atypischem hämolytisch-urämischen Syndrom (aHUS) zugelassen, einer extrem seltenen, schwächenden und lebensbedrohlichen Erbkrankheit, die mit komplementvermittelter thrombotischer Mikroangiopathie bzw. TMA (Blutgerinnsel in kleinen Gefäßen) einhergeht. Die Wirksamkeit von Soliris bei aHUS beruht auf der Wirkung des Arzneimittels auf thrombotische Mikroangiopathie (TMA) und die Nierenfunktion. Soliris ist nicht zur Behandlung von Patienten vorgesehen, deren hämolytisch-urämisches Syndrom von Schiga-Toxin bildenden Escherichia coli hervorgerufen wird (STEC-HUS). Weitere Informationen zu Soliris, einschließlich der vollständigen Verschreibungsinformationen, sind unter www.soliris.net erhältlich.

Wichtige Sicherheitshinweise

In den USA beinhaltet das Produktetikett von Soliris den folgenden gerahmten Warnhinweis: „Lebensbedrohliche und tödliche Meningokokkeninfektionen sind bei mit Soliris behandelten Patienten aufgetreten. Meningokokkeninfektionen können sehr schnell einen lebensbedrohlichen oder tödlichen Verlauf nehmen, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und frühzeitig behandelt werden [siehe Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen (5.1)] Beachten Sie die aktuellsten Empfehlungen des Advisory Committee on Immunization Practices (ACIP) für die Meningokokkenimpfung bei Patienten mit Komplementdefekten. Patienten sind mindestens 2 Wochen vor der Verabreichung der ersten Soliris-Dosis mit einem Meningokokkenimpfstoff zu impfen, sofern das Risiko der verzögerten Soliris-Therapie nicht das Risiko einer Meningokokkeninfektion übersteigt (Siehe Schwere Mengingokokkeninfektionen (5.1) für weitere Richtlinien zur Bewältigung einer Meningokokkeninfektion.) Patienten sind auf frühe Anzeichen von Meningokokkeninfektionen zu überwachen und sofort zu untersuchen, sollte Verdacht auf eine Infektion bestehen. Soliris ist nur über ein eingeschränktes Vertriebsprogramm im Rahmen der Risk Evaluation and Mitigation Strategy (REMS) erhältlich. Verschreibende Ärzte müssen sich zum Soliris-REMS-Programm anmelden. Weitere Informationen erhalten Sie telefonisch unter der Rufnummer 1-888-soliris (1-888-765-4747).“

Bei PNH-Patienten waren die am häufigsten in klinischen Studien beobachteten nachteiligen Ereignisse, die bei einer Behandlung mit Soliris auftraten: Kopfschmerzen, Rhinopharyngitis (Nasenlaufen), Rückenschmerzen und Übelkeit. Bei der Behandlung von PNH-Patienten mit Soliris sollte die Einnahme von Gerinnungshemmern nicht verändert werden, da die Auswirkungen eines Absetzens während der Soliris-Therapie noch nicht bekannt sind. Bei aHUS-Patienten waren die am häufigsten in klinischen Studien beobachteten Ereignisse, die bei einer Behandlung mit Soliris auftraten: Kopfschmerzen, Diarrhöe, Bluthochdruck, Infektionen der oberen Atemwege, Bauchschmerzen, Erbrechen, Nasopharyngitis, Anämie, Husten, periphere Ödeme, Übelkeit, Harnwegsinfektionen, Fieber. Soliris ist nicht für die Behandlung von Patienten mit STEC-HUS (Shiga toxin E. coli related hemolytic uremic syndrome) vorgesehen. Beachten Sie bitte die vollständigen Verschreibungsinformationen für Soliris, darunter die WARNHINWEISE zum Risiko einer schwerwiegenden Meningokokkeninfektion. http://soliris.net/sites/default/files/assets/soliris_pi.pdf

Über Alexion

Alexion ist ein Biopharmaunternehmen, das lebensverändernde Arzneimitteltherapien für Patienten mit schweren und seltenen Krankheiten erforscht, entwickelt und vermarktet. Alexion ist der weltweite Marktführer auf dem Gebiet der Komplementinhibition. Das Unternehmen hat Soliris® (Eculizumab) entwickelt und vermarktet das Arzneimittel als eine Behandlungsoption für Patienten mit PNH und aHUS, zwei schwächenden, extrem seltenen und lebensbedrohlichen Krankheiten, die durch eine chronische unkontrollierte Komplementaktivierung hervorgerufen werden. Soliris ist derzeit in nahezu 50 Ländern zur Behandlung von PNH und aHUS zugelassen. Alexion prüft zusätzliche mögliche Indikationen für Soliris und erforscht weitere innovative biotechnologische Wirkstoffkandidaten in Verbindung mit verschiedenen Therapiegebieten, darunter Asfotase Alfa. Diese Pressemitteilung und weitere Informationen über Alexion Pharmaceuticals Inc. finden Sie unter: www.alexionpharma.com.

[ALXN-G]

„Safe Harbor“-Hinweis:

Diese Pressemitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, einschließlich Aussagen in Bezug auf die erwartete klinische Entwicklung, regulatorische und kommerzielle Meilensteine und den möglichen medizinischen Nutzen von Soliris® (Eculizumab) für die Behandlung von aHUS-Patienten. Zukunftsbezogene Aussagen unterliegen Faktoren, aufgrund derer die Ergebnisse und Pläne von Alexion von den Erwartungen abweichen können. Zu solchen Faktoren gehören zum Beispiel Entscheidungen der Aufsichtsbehörden über die Marktzulassung oder bedeutende Einschränkungen der Vermarktung von Soliris für seine derzeitigen und mögliche neue Indikationen und verschiedene andere Risiken, die von Zeit zu Zeit in den Mitteilungen von Alexion an die US-Börsenaufsicht SEC enthalten sind. Diese Risiken schließen unter anderem die Risiken ein, die im Geschäftsbericht von Alexion für das am 31. März 2014 beendete Quartal in Formular 10-Q und anderen seiner Mitteilungen an die SEC beschrieben werden. Alexion beabsichtigt nicht, diese zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren, um nach dem heutigen Datum eintretenden Ereignissen oder Umständen Rechnung zu tragen, insofern das Unternehmen dazu nicht gesetzlich verpflichtet ist.

Quellenangaben

(1) Loirat C, Legendre CM, Ogawa M, Bedrosian CL, Kincaid JF, Fakhouri F. The safety and efficacy of eculizumab in adult aHUS patients, with or without a history of renal transplant. Präsentiert auf dem 51. European Renal Association-European Dialysis and Transplant Association Kongress, Amsterdam (Niederlande), 2. Juni 2014. Abstract MO013.

(2) Fakhouri F, Bedrosian CL, Ogawa M, Kincaid JF, Loirat C. Safety and efficacy of eculizumab (ECU) in adult patients with aHUS, with or without baseline dialysis. Präsentiert auf dem 51. European Renal Association-European Dialysis and Transplant Association Kongress, Amsterdam (Niederlande), 1. Juni 2014. Abstract SP286.

(3) Vande Walle J, Greenbaum LA, Bedrosian CL, Ogawa M, Kincaid FJ, Loirat C. Safety and efficacy of eculizumab in pediatric patients with aHUS, with or without baseline dialysis. Präseniert auf dem 51. European Renal Association-European Dialysis and Transplant Association Kongress, Amsterdam (Niederlande), 1. Juni 2014. Abstract SP281.

(4) Johnson S, Khursigara G, Yen J, Wang J, Silliman N, Bedrosian CL. Eculizumab improves survival in atypical hemolytic uremic syndrome (aHUS) patients. Präsentiert auf dem 51. European Renal Association-European Dialysis and Transplant Association Kongress, Amsterdam (Niederlande, 1. Juni 2014. Abstract SP606.

(5) Cofiell R, Kukreja A, Bedard K, et al. Eculizumab reduces terminal complement (TC) and complement alternative pathway (CAP) activation, inflammation, endothelial damage, thrombosis and renal injury in atypical hemolytic uremic syndrome patients. Präsentiert auf der 51. Tagung der European Renal Association-European Dialysis and Transplant Association, Amsterdam (Niederlande) 2. Juni 2014. Abstract MP035.

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