Celgene gibt die Zulassung von ABRAXANE® durch die Schweizer Arzneimittelbehörde Swissmedic für die Behandlung des metastasierten Pankreas- und Mammakarzinoms bekannt

(24.09.2014, Pharma-Zeitung.de) BOUDRY, SCHWEIZ - Copyright by Business Wire - Celgene

Die erste neue Behandlungsoption für Pankreaskrebs in fast sieben Jahren gibt Anlass zu neuer Hoffnung für über 1000 Patienten in der Schweiz, die im kommenden Jahr voraussichtlich diagnostiziert werden.

Celgene International Sàrl, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Celgene Corporation (NASDAQ: CELG), hat heute bekannt gegeben, dass Swissmedic, die Schweizerische Zulassungs- und Aufsichtsbehörde, die Zulassung von ABRAXANE® (Formulierung bei der Paclitaxel an Albumin-Nanopartikel gebunden ist, bzw. nab-Paclitaxel) für die Behandlung des metastasierten Adenokarzinoms des Pankreas (in Kombination mit Gemcitabin) und des metastasierten Mammakarzinoms erteilt hat.1 ABRAXANE ist bereits in über 30 Ländern für die Behandlung von metastasiertem Pankreaskrebs und in über 40 Ländern für die Behandlung von metastasiertem Brustkrebs zugelassen.

Die Zulassung von ABRAXANE für die Behandlung des metastasierten Adenokarzinoms des Pankreas ist besonders bedeutsam, da in fast sieben Jahren keine neuen Arzneimittel zugelassen wurden und über 30 klinische Studien nicht dazu geführt haben, dass in Europa eine behördliche Genehmigung für die Behandlung des fortgeschrittenen oder metastasierten Pankreaskarzinoms erwirkt werden konnte. In der Schweiz ist das Pankreaskarzinom die Krebsart mit der vierthöchsten Mortalitätsrate und wird im kommenden Jahr eine geschätzte Anzahl von 1000 Patienten betreffen.2 Die durchschnittliche Lebenserwartung nach der Diagnose eines metastasierten Pankreaskarzinoms beträgt nur drei bis sechs Monate.3,4

Das metastasiertes Mammakarzinom (Metastatic Breast Cancer, MBC) ist eine fortgeschrittene Form von Brustkrebs, die auftritt, wenn der Krebs sich von der Brust in andere Bereiche des Körpers ausbreitet. Die Hauptursache für krebsbedingte Todesfälle bei Frauen in der Schweiz ist MBC, verantwortlich für 19 % aller krebsbedingten Todesfälle. Laut Schätzungen der Krebsliga Schweiz/Ligue Suisse contre le Cancer wird im Jahr 2014 bei circa 5400 Frauen Brustkrebs diagnostiziert; 1340 Frauen werden voraussichtlich im gleichen Zeitraum an dieser Krankheit versterben.2

„Diese Zulassung markiert einen bedeutenden Meilenstein für Patienten und ihre Familien in der gesamten Schweiz, da wir jetzt eine neue Behandlungsoption haben, die einen erheblichen therapeutischen Bedarf decken kann, besonders bei der Behandlung von Patienten mit metastasiertem Pankreaskarzinom“, so Professor Eric Raymond, Leiter der onkologischen Abteilung am Universitätsspital Lausanne (CHUV). „Meines Erachtens wird diese Zulassung dazu führen, dass wir Patienten in Zukunft anders behandeln werden, da uns nun eine neue Behandlungsoption mit einem guten Wirksamkeits- und Sicherheitsprofil zur Verfügung steht.“

Tuomo Pätsi, der neu ernannte Präsident von Celgene für die Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika), fügte hinzu: „Seit der Ankündigung der Zulassung für die Indikation des metastasierten Adenokarzinoms des Pankreas durch die Europäische Kommission für die EU, die bereits zu Beginn des Jahres erfolgte, konnten wir dieses innovative Arzneimittel verfügbar machen und so einen Gesamtüberlebensvorteil bei einer Erkrankung bieten, die üblicherweise schon kurz nach der Diagnose zum Tode führt. Die heutige Ankündigung ist ein entscheidender Schritt nach vorne und wir bleiben unserem Ziel verpflichtet, innovative Behandlungsoptionen zu entwickeln, um das Leben der Menschen mit dieser verheerenden Erkrankung zu verbessern.“

Die Zulassungsentscheidung von Swissmedic bezüglich der Indikation des metastasierten Adenokarzinoms des Pankreas basierte auf den Ergebnissen der MPACT-Studie (Metastatic Pancreatic Adenocarcinoma Clinical Trial – MPACT), einer offenen, randomisierten, internationalen Phase-III-Studie. Die Ergebnisse wurden im New England Journal of Medicine in der Ausgabe vom 31. Oktober 2013 publiziert. An der MPACT-Studie nahmen 861 Patienten mit metastasiertem Pankreaskarzinom teil, die bisher nicht mit einer Chemotherapie behandelt worden waren. Sie wurde in 151 kommunalen und akademischen Einrichtungen in 11 Ländern einschließlich Nordamerika, Ost- und Westeuropa sowie Australien durchgeführt. In der Studie zeigte ABRAXANE plus Gemcitabin eine statistisch signifikante Verbesserung des Gesamtüberlebens im Vergleich zu einer Gemcitabin-Monotherapie (median 8,5 vs. 6,7 Monate; Hazard Ratio [HR] 0,72; p<0.001). Somit sank das Mortalitätsrisiko um 28 %.5

Die Zulassungsentscheidung von Swissmedic für die Indikation des metastasierten Mammakarzinoms basiert hauptsächlich auf den Daten der randomisierten Phase-III-Zulassungsstudie CA-012 mit 454 Patienten.6 Der primäre Endpunkt, die Ansprechrate (vollständiges und partielles Ansprechen nach den RECIST-Kriterien) zeigte ein statistisch signifikantes Ergebnis bei ABRAXANE gegenüber der herkömmlichen (nicht an Albumin-gebundenen) Formulierung von Paclitaxel (24,0 % vs. 11,1 %, p <0.001). Die durchschnittliche Zeit bis zum Progress betrug 5,0 gegenüber 2,7 Monate.

ABRAXANE®

ABRAXANE ist eine albumingebundene Form von Paclitaxel, das unter Verwendung der patentierten nab®-Technologie hergestellt wird. ABRAXANE ist mit Albumin, einem menschlichen Protein formuliert, und ist frei von Lösungsmitteln.

In den im Zuständigkeitsbereich der Europäischen Kommission liegenden europäischen Ländern wurde ABRAXANE im Januar 2008 als Monotherapie zur Behandlung des metastasierten Mammakarzinoms bei erwachsenen Patientinnen zugelassen, bei denen die First-Line-Therapie bei metastasierter Erkrankung fehlschlug und für die eine anthrazyklinhaltige Standardtherapie nicht indiziert ist. Im Dezember 2013 erfolgte die Zulassung von ABRAXANE in Kombination mit Gemcitabin für die First-Line-Therapie bei erwachsenen Patienten mit metastasiertem Adenokarzinom des Pankreas.

In den Vereinigten Staaten wurde ABRAXANE erstmalig im Januar 2005 durch die Food and Drug Administration (FDA) zur Behandlung des Mammakarzinoms nach einer fehlgeschlagenen Kombinationschemotherapie für metastasierte Erkrankungen oder nach einem Rezidiv innerhalb von sechs Monaten nach einer adjuvanter Chemotherapie zugelassen. Eine vorangegangene Therapie sollte eineAnthrazyclin-Behandlung umfassen, es sei denn, es war klinisch kontraindiziert. ABRAXANE ist für die Behandlung des metastasierten Mammakarzinoms (MBC) weltweit in über vierzig Ländern zugelassen.

Im Oktober 2012 wurde ABRAXANE in Kombination mit Carboplatin für die First-Line-Therapie des lokal fortgeschrittenen oder metastasierten nicht-kleinzelligem Lungenkarzinoms (NSCLC) von der FDA bei Patienten zugelassen, bei denen keine kurative Operation oder Strahlentherapie durchgeführt werden kann. ABRAXANE ist auch für die Behandlung von NSCLC in Argentinien, Australien, Chile, Ecuador, Japan und Neuseeland zugelassen.

Im September 2013 erteilte die FDA die Zulassung von ABRAXANE als First-Line-Therapie für Patienten mit metastasiertem Adenokarzinom des Pankreas in Kombination mit Gemcitabin. ABRAXANE ist auch für die Behandlung des metastasierten Pankreaskarzinoms in Argentinien, Australien, Kanada, Ecuador, Libanon und Neuseeland zugelassen.

Wichtige Sicherheitshinweise auf Grundlage der zugelassenen Kennzeichnung in den USA

VORSICHT – NEUTROPENIE

  • ABRAXANE darf nicht an Patienten verabreicht werden, deren Neutrophilenzahl vor Behandlungsbeginn unter 1500 Zellen/mm3 liegt. Zur Überwachung, inwieweit eine Knochenmarksuppression, in erster Linie eine Neutropenie, auftritt, die schwer sein und zu einer Infektion führen kann, wird empfohlen, bei allen Patienten, die mit ABRAXANE behandelt werden, häufig ein peripheres Blutbild anzufertigen.
  • Hinweis: Als Albuminformulierung kann Paclitaxel funktionelle Eigenschaften aufweisen, die sich von denen der gelösten Substanz möglicherweise stark unterscheiden. AUF KEINEN FALL GEGEN ANDERE PACLITAXEL-FORMULIERUNGEN AUSTAUSCHEN ODER ALS ERSATZ FÜR ANDERE PACLITAXEL-FORMULIERUNGEN VERWENDEN.

GEGENANZEIGEN

Neutrophilenzahl

  • ABRAXANE sollte nicht bei Patienten angewendet werden, deren Neutrophilenzahl vor Behandlungsbeginn <1500 Zellen/mm3 beträgt.

Überempfindlichkeit

  • Patienten, bei denen eine schwere Überempfindlichkeitsreaktion gegen ABRAXANE auftrat, sollten dem Wirkstoff nicht erneut ausgesetzt werden.

WARNHINWEISE UND VORSICHTSMASSNAHMEN

Hämatologische Wirkungen

  • Knochenmarksuppression, in erster Linie Neutropenie, ist eine dosisabhängige und dosislimitierende toxische Wirkung von ABRAXANE. In klinischen Studien trat Neutropenie Grad 3-4 bei 34 % der Patienten mit metastasierendem Brustkrebs (mBC), 47 % der Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) und 38 % der Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs auf.
  • Überwachung auf Myelotoxizität durch häufige Erstellung eines großen Blutbilds, einschließlich Tag 1 vor der Verabreichung (bei MBC) und Tagen 1, 8 und 15 (bei NSCLC und Bauchspeicheldrüsenkrebs).
  • ABRAXANE nicht an Patienten verabreichen, deren absolute Neutrophilenzahl vor Behandlungsbeginn kleiner als 1500 Zellen/mm3 ist.
  • Bei Auftreten einer schweren Neutropenie (<500 Zellen/mm3 über 7 Tage oder länger) während eines ABRAXANE-Therapiezyklus muss die ABRAXANE-Dosis bei Patienten mit MBC oder NSCLC in den folgenden Zyklen gesenkt werden.
  • Bei Patienten mit MBC kann die Behandlung mit ABRAXANE-Zyklen im 3-Wochen-Abstand wieder aufgenommen werden, sobald die absolute Neutrophilenzahl sich wieder auf mehr als 1500 Zellen/mm3 erholt und die Thrombozytenzahl wieder auf >100.000 Zellen/mm3 ansteigt.
  • Bei Patienten mit NSCLC kann die Behandlung auf Empfehlung wieder aufgenommen werden, sobald die absolute Neutrophilenzahl sich an Tag 1 wieder auf mehr als 1500 Zellen/mm3 erholt und eine Thrombozytenzahl wieder auf >100.000 Zellen/mm3 ansteigt oder aber eine absolute Neutrophilenzahl von 500 Zellen/mm3 und eine Thrombozytenzahl von mindestens 50.000 Zellen/mm3 an Tag 8 oder 15 des Zyklus erreicht wird, wobei aber die sowohl die wöchentliche ABRAXANE- als auch die alle drei Wochen stattfindende Carboplatin-Behandlung mit einer auf Dauer erniedrigten Dosierung vorgenommen werden müssen.
  • Bei Patienten mit Adenokarzinom des Pankreas kein ABRAXANE plus Gemcitabin verabreichen, wenn die absolute Neutrophilenzahl unter 500 Zellen/mm3 oder die Thrombozytenzahl unter 50.000 Zellen/mm3 sinkt; der Beginn des nächsten Zyklus muss verzögert werden, wenn an Tag 1 des Zyklus die absolute Neutrophilenzahl 1500 Zellen/mm3 oder die Thrombozytenzahl 100.000 Zellen/mm3 unterschreitet. Sofern empfohlen, kann die Behandlung mit einer angemessenen Absenkung der Dosis wieder aufgenommen werden.

Nervensystem

  • In Abhängigkeit von der Dosierung und dem Behandlungsplan kann eine sensorische Neuropathie auftreten.
  • Das Auftreten einer sensorischen Neuropathie Grad 1 oder 2 erfordert nicht in allen Fällen eine Anpassung der Dosis.
  • Bei Auftreten einer sensorischen Neuropathie ≥ Grad 3 kein ABRAXANE verabreichen, bis diese wieder Grad 1 bis 2 (MBC) bzw. ≤ Grad 1 (NSCLC und Bauchspeicheldrüsenkrebs) erreicht hat; anschließend muss die Dosierung von ABRAXANE in allen Zyklen reduziert werden.

Sepsis

  • Sepsis trat bei 5 % der Patienten auf, die mit einer Kombination von ABRAXANE und Gemcitabin behandelt wurden, sowohl mit als auch ohne Neutropenie.
  • Ein Verschluss der Gallenwege oder ein biliärer Stent waren Risikofaktoren für eine schwere oder tödliche Sepsis.
  • Wenn bei Patienten Fieber auftritt, muss unabhängig von der absoluten Neutrophilenzahl eine Behandlung mit Breitband-Antibiotika eingeleitet werden.
  • Bei einer fiebrigen Neutropenie muss die Behandlung mit ABRAXANE plus Gemcitabin unterbrochen werden, bis das Fieber abgeklungen ist und die absolute Neutrophilenzahl ≥1500 Zellen/mm3 beträgt; danach kann die Behandlung mit einer reduzierten Dosis wieder aufgenommen werden.

Pneumonitis

  • Pneumonitis, einschließlich einiger tödlicher Fälle, trat bei 4 % der Patienten auf, die mit einer Kombination von ABRAXANE und Gemcitabin behandelt wurden.
  • Patienten auf Anzeichen und Symptome überwachen und die Behandlung mit ABRAXANE plus Gemcitabin unterbrechen, solange das Vorliegen einer vermuteten Pneumonitis noch nicht endgültig abgeklärt ist.
  • Bei einer positiven Diagnose auf Pneumonitis muss die Behandlung mit ABRAXANE plus Gemcitabin endgültig abgebrochen werden.

Überempfindlichkeit

  • Es sind schwere und in einigen Fällen tödliche Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich anaphylaktischer Reaktionen, aufgetreten.
  • Patienten, bei denen eine schwere Überempfindlichkeitsreaktion gegen ABRAXANE auftrat, sollten dem Wirkstoff nicht erneut ausgesetzt werden.

Leberschäden

  • Da die Exposition gegenüber und die Toxizität von Paclitaxel durch Leberschäden verstärkt werden können, muss die Verabreichung von ABRAXANE bei Patienten mit Leberschäden mit Vorsicht erfolgen.
  • Bei MBC und NSCLC sollte die Startdosis bei Patienten mit mittleren oder schweren Leberschäden reduziert werden.
  • Bei Adenokarzinom des Pankreas wird bei Patienten mit mittleren und schweren Leberschäden von ABRAXANE abgeraten.

Albumin (Humanalbumin)

  • ABRAXANE enthält Humanalbumin, das aus menschlichem Blut gewonnen wird.

Verabreichung während der Schwangerschaft: Schwangerschaftskategorie D

  • ABRAXANE kann bei Verabreichung an schwangere Frauen dem Fötus Schaden zufügen.
  • Bei der Verabreichung von ABRAXANE während der Schwangerschaft, und wenn eine Patientin während einer Behandlung mit ABRAXANE schwanger wird, muss diese über die potentielle Gefährdung des Fötus aufgeklärt werden.
  • Frauen im gebärfähigen Alter sollten darauf hingewiesen werden, dass sie während einer Behandlung mit ABRAXANE nicht schwanger werden sollten.

Verabreichung bei Männern

  • Männer sollten darauf hingewiesen werden, dass sie während einer Behandlung mit ABRAXANE kein Kind zeugen sollten.

NEBENWIRKUNGEN

Randomisierte Studie zu metastasierendem Brustkrebs (MBC)

  • Die häufigsten Nebenwirkungen (≥20 %) bei der Verabreichung von ABRAXANE als Einzelwirkstoff gegenüber Paclitaxelinjektion in der MBC Studie waren Alopezie (90 %, 94 %), Neutropenie (Gesamtzahl 80 %, 82 %; schwer 9 %, 22 %), sensorische Neuropathie (Symptome gesamt 71 %, 56 %; schwer 10 %, 2 %), anormale EKG-Werte (alle Patienten 60 %, 52 %; Patienten mit normalem EKG zu Studienbeginn 35 %, 30 %), Fatigue/Schwäche (Symptome gesamt 47 %, 39 %; schwer 8 %, 3 %), Myalgie/Arthralgie (Symptome gesamt 44 %, 49 %; schwer 8 %, 4 %), Anstieg der AST-Konzentration (Symptome gesamt 39 %, 32 %), Anstieg der Konzentration der Alkalischen Phosphatase (Symptome gesamt 36 %, 31 %), Anämie (Symptome gesamt 33 %, 25 %; schwer 1 %, <1 %), Übelkeit (Symptome gesamt 30 %, 22 %; schwer 3 %, <1 %), Diarrhö (Symptome gesamt 27 %, 15 %; schwer <1 %, 1 %) und Infektionen (24 %, 20 %).
  • Bei 7/229 (3 %) Patienten wurde die Behandlung mit ABRAXANE aufgrund einer sensorischen Neuropathie abgebrochen.
  • Weitere erwähnenswerte Nebenwirkungen bei der Behandlung mit ABRAXANE gegenüber Paclitaxelinjektion waren Erbrechen (Symptome gesamt 18 %, 10 %; schwer 4 %, 1 %), Flüssigkeitsretention (Symptome gesamt 10 %, 8 %; schwer 0 %, <1 %), Mukositis (Symptome gesamt 7 %, 6 %; schwer <1 %, 0 %), Funktionsstörungen der Leber (Erhöhung der Bilirubinkonzentration 7 %, 7 %), Überempfindlichkeitsreaktionen (Symptome gesamt 4 %, 12 %; schwer 0 %, 2 %), Thrombozytopenie (Symptome gesamt 2 %, 3 %; schwer <1 %, <1 %), neutropenische Sepsis (<1 %, <1 %) und Reaktionen an der Injektionsstelle (<1 %, 1 %). Auch Dehydrierung und Pyrexie wurden gemeldet.
  • Bei Patienten, die mit ABRAXANE behandelt wurden (n=229), traten Nierenfunktionsstörungen (Symptome gesamt 11 %, schwer 1 %) auf.
  • Bei allen mit ABRAXANE behandelten Patienten (n=366) traten Augen- bzw. Sehstörungen auf (Symptome gesamt 13 %; schwer 1 %) .
  • Schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse, die möglicherweise mit dem Einzelwirkstoff ABRAXANE in Zusammenhang standen, traten bei etwa 3 % der Patienten auf, darunter Herzischämie/Infarkt, Brustschmerz, Herzstillstand, supraventrikuläre Tachykardie, Ödem, Thrombose, Lungenthromboembolie, Lungenembolie und Hypertonie.
  • Auch wurden Fälle von zerebrovaskulären Attacken (Schlaganfälle) und transitorische ischämische Attacken berichtet.

Studie zu nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC)

  • Die häufigsten Nebenwirkungen (≥20 %) von ABRAXANE in Kombination mit Carboplatin waren Anämie, Neutropenie, Thrombozytopenie, Alopezie, periphere Neuropathie, Übelkeit und Fatigue.
  • Die häufigsten schweren Nebenwirkungen von ABRAXANE in der Kombination mit Carboplatin bei NSCLC waren Anämie (4 %) und Pneumonie (3 %).
  • Die häufigsten Nebenwirkungen, die zum dauerhaften Absetzen von ABRAXANE führten, waren Neutropenie (3 %), Thrombozytopenie (3 %) und periphere Neuropathie (1 %).
  • Die häufigsten Nebenwirkungen, die zu einer Reduzierung der ABRAXANE-Dosis führten, waren Neutropenie (24 %), Thrombozytopenie (13 %) und Anämie (6 %).
  • Die häufigsten Nebenwirkungen, die zu einem vorübergehenden Absetzen oder einer Verzögerung der ABRAXANE-Verabreichung führten, waren Neutropenie (41 %), Thrombozytopenie (30 %) und Anämie (16 %).
  • Die folgenden häufigen (Inzidenz ≥10 %) Nebenwirkungen traten mit ähnlicher Inzidenz bei ABRAXANE plus Carboplatin-behandelten und mit Paclitaxelinjektion plus Carboplatin-behandelten Patienten auf: Alopezie (56 %), Übelkeit (27 %), Fatigue (25 %), Appetitverlust (17 %), Schwäche (16 %), Verstopfung (16 %), Diarrhö (15 %), Erbrechen (12 %), Atemnot (12 %) und Ausschlag (10 %); die hier angegebenen Inzidenzen entsprechen der Behandlungsgruppe mit ABRAXANE plus Carboplatin.
  • Nebenwirkungen mit einem Unterschied von ≥2 %, Grad 3 oder mehr bei der kombinierten Verabreichung von ABRAXANE und Carboplatin gegenüber der kombinierten Verabreichung von Paclitaxelinjektion und Carboplatin in NSCLC waren Anämie (28 %, 7 %), Neutropenie (47 %, 58 %), Thrombozytopenie (18 %, 9 %) und periphere Neuropathie (3 %, 12 %).
  • Nebenwirkungen mit einem Unterschied von ≥5 %, Grad 1-4, bei der kombinierten Verabreichung von ABRAXANE und Carboplatin gegenüber der kombinierten Verabreichung von Paclitaxelinjektion und Carboplatin bei NSCLC waren Anämie (98 %, 91 %), Thrombozytopenie (68 %, 55 %), periphere Neuropathie (48 %, 64 %), peripheres Ödem (10 %, 4 %), Epistaxis (7 %, 2 %), Arthralgie (13 %, 25 %) und Myalgie (10 %, 19 %).
  • Neutropenie (alle Schweregrade) trat bei 85 % der Patienten auf, die mit ABRAXANE und Carboplatin behandelt wurden gegenüber 83 % der Patienten, die mit Paclitaxelinjektion und Carboplatin behandelt wurden.

Studie zu Pankreas-Adenokarzinom

  • Zu den häufigsten Nebenwirkungen (≥20 %) in der Phase-III-Studie, deren Inzidenz in der ABRAXANE/Gemcitabin-Gruppe um ≥5 % höher war als in der Gemcitabin-Gruppe, gehörten Neutropenie (73 %, 58 %), Fatigue (59 %, 46 %), periphere Neuropathie (54 %, 13 %), Übelkeit (54 %, 48 %), Alopezie (50 %, 5 %), peripheres Ödem (46 %, 30 %), Diarrhö (44 %, 24 %), Pyrexie (41 %, 28 %), Erbrechen (36 %, 28 %), Appetitverlust (36 %, 26 %), Ausschlag (30 %, 11 %) und Dehydrierung (21 %, 11 %).
  • Von diesen häufigsten Nebenwirkungen handelte es sich bei denen mit einer um ≥2 % höheren Inzidenz einer Toxizität von Grad 3–4 in der ABRAXANE/Gemcitabin-Gruppe im Vergleich zur Gemcitabin-Gruppe um Neutropenie (38 %, 27 %), Fatigue (18 %, 9 %), periphere Neuropathie (17 %, 1 %), Übelkeit (6 %, 3 %), Diarrhö (6 %, 1 %), Pyrexie (3 %, 1 %), Erbrechen (6 %, 4 %), Appetitverlust (5 %, 2 %) und Dehydrierung (7 %, 2 %).
  • Thrombozytopenie (in allen Schweregraden) trat bei 74 % der Patienten der ABRAXANE/Gemcitabin-Gruppe gegenüber 70 % der Patienten der Gemcitabin-Gruppe auf.
  • Die häufigsten schweren Nebenwirkungen von ABRAXANE (mit einer Inzidenz ≥1 %) waren Pyrexie (6 %), (5 %), Pneumonie (4 %) und Erbrechen (4 %).
  • Die häufigsten Nebenwirkungen, die zum dauerhaften Absetzen von ABRAXANE führten, waren periphere Neuropathie (8 %), Fatigue (4 %) und Thrombozytopenie (2 %).
  • Die häufigsten Nebenwirkungen, die zu einer Reduktion der ABRAXANE-Dosis führten, waren Neutropenie (10 %) und periphere Neuropathie (6 %).
  • Die häufigsten Nebenwirkungen, die zu einem vorübergehenden Absetzen oder einer Verzögerung der ABRAXANE-Verabreichung führten, waren Neutropenie (16 %), Thrombozytopenie (12 %), Fatigue (8 %), periphere Neuropathie (15 %), Anämie (5 %) und Diarrhö (5 %).
  • Weitere ausgewählte Nebenwirkungen mit einer um ≥5 % höheren Inzidenz für alle Toxizitäts-Schweregrade in der ABRAXANE/Gemcitabin-Gruppe im Vergleich zur Gemcitabin-Gruppe waren Schwäche (19 %, 13 %), Mukositis (10 %, 4 %), Dysgeusie (16 %, 8 %), Kopfschmerz (14 %, 9 %), Hypokaliämie (12 %, 7 %), Husten (17 %, 7 %), Epistaxis (15 %, 3 %), Infektionen des Harntrakts (11 %, 5 %), Schmerzen in den Extremitäten (11 %, 6 %), Arthralgie (11 %, 3 %), Myalgie (10 %, 4 %) und Depression (12 %, 6 %).
  • Weitere ausgewählte Nebenwirkungen mit einer um ≥2 % höheren Inzidenz für Toxizität Grad 3–4 in der ABRAXANE/Gemcitabin-Gruppe im Vergleich zur Gemcitabin-Gruppe waren Thrombozytopenie (13 %, 9 %), Schwäche (7 %, 4 %) und Hypokaliämie (4 %, 1 %).

Ergebnisse aus Anwendungsbeobachtungen zu ABRAXANE und anderen Formulierungen mit Paclitaxel

  • Bei der Anwendung von ABRAXANE sind schwerwiegende und mitunter tödliche Überempfindlichkeitsreaktionen aufgetreten. Die Verwendung von ABRAXANE bei Patienten, die zuvor Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber Paclitaxelinjektionen oder menschlichem Albumin gezeigt hatten, wurde nicht untersucht.
  • Es liegen Berichte über kongestive Herzinsuffizienz, linksventrikuläre Dysfunktion und atrioventrikuläre Blockierung bei ABRAXANE vor, vorwiegend bei Patienten mit bekannten Herzproblemen oder früherer Behandlung mit kardiotoxischen Medikamenten.
  • Es liegen Berichte über die Extravasation von ABRAXANE vor. Wenn die Gefahr einer Extravasation besteht, wird empfohlen, die ABRAXANE-Infusionsstelle sorgfältig auf eine mögliche Infiltration während der Verabreichung des Medikaments zu überwachen.

WECHSELWIRKUNGEN MIT ANDEREN ARZNEIMITTELN

  • ABRAXANE sollte bei gleichzeitiger Verabreichung von anderen Arzneimitteln, die eines der Enzyme CYP2C8 oder CYP3A4 entweder induzieren oder inhibieren, nur mit Vorsicht verwendet werden.

ANWENDUNG BEI BESTIMMTEN PATIENTENGRUPPEN

Stillende Mütter

  • Es ist nicht bekannt, ob Paclitaxel mit der menschlichen Muttermilch ausgeschieden wird. Da dies bei vielen Medikamenten der Fall ist und auf diese Weise möglicherweise schwere Wechselwirkungen bei gestillten Kindern auftreten können, sollte alternativ entschieden werden, entweder das Stillen oder die Behandlung abzubrechen, wobei die Wichtigkeit der Behandlung der Mutter mit Paclitaxel zu berücksichtigen ist.

Kinder und Jugendliche

  • Die Sicherheit und Wirksamkeit von ABRAXANE bei Kindern und Jugendlichen wurde nicht untersucht.

Ältere Patienten

  • Bei Patienten ≥65 Jahre, die gegen metastasierenden Brustkrebs mit ABRAXANE behandelt wurden, wurde keine merkbar erhöhte Toxizität festgestellt.
  • Myelosuppression, periphere Neuropathie und Arthralgie traten bei Patienten ≥65 Jahre, die mit ABRAXANE plus Carboplatin gegen NSCLC behandelt wurden, häufiger auf.
  • Diarrhö , Appetitverlust, Dehydrierung und Epistaxis traten bei einer Behandlung des Pankreas-Adenokarzinoms mit ABRAXANE plus Gemcitabin bei Patienten ≥65 Jahre häufiger auf als bei Patienten >65 Jahre.

Niereninsuffizienz

  • Die Verwendung von ABRAXANE wurde nicht bei Patienten mit Niereninsuffizienz untersucht.

DOSIERUNG UND ART DER ANWENDUNG

  • Bei metastasierendem Brustkrebs und NSCLC wird empfohlen, die Dosierung bei Patienten mit mittlerer und starker Niereninsuffizienz anzupassen. ABRAXANE nicht verabreichen, wenn AST >10 x ULN oder wenn Bilirubin >5 x ULN.
  • Bei Pankreas-Adenokarzinom ABRAXANE nicht verabreichen, wenn Bilirubin ≥1,26 x ULN oder wenn AST >10 x ULN ist.
  • Schwere hämatologische, neurologische, Haut- oder gastrointestinale Toxizität kann eine Reduzierung der Dosis oder den Behandlungsabbruch erforderlich machen.
  • Die Patienten müssen engmaschig überwacht werden.

Siehe vollständige Verschreibungsinformationen sowie einen durch Umrahmung markierten Warnhinweis auf http://abraxane.com/downloads/Abraxane_PrescribingInformation.pdf

Über Celgene

Die Celgene Corporation mit Hauptsitz in Summit, New Jersey, ist ein integriertes, globales Pharmaunternehmen, dessen Schwerpunkt auf der Erforschung, Entwicklung und Vermarktung innovativer Therapien zur Behandlung von Krebs und Entzündungskrankheiten durch Gen- und Proteinregulierung liegt. Celgene International Sàrl mit Sitz in Boudry, Schweiz, ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft und der internationale Hauptgeschäftssitz der Celgene Corporation. Die Celgene GmbH mit Sitz in Zürich ist die Schweizer Tochtergesellschaft der Celgene Corporation. Weitere Informationen finden Sie unterwww.celgene.com und www.celgene.com/media. Folgen Sie uns auf Twitter unter @Celgene.

Zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Pressemitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen; es handelt sich dabei allgemein um Aussagen, die keine historischen Tatsachen darstellen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind daran zu erkennen, dass sie Begriffe enthalten wie „erwarten“, „vermuten“ „annehmen“, „beabsichtigen“, „schätzen“, „planen“, „werden“, „Aussichten“ usw. Sie basieren auf den aktuellen Plänen, Schätzungen, Annahmen und Prognosen der Unternehmensführung und geben nur den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wieder. Sofern gesetzlich nicht anderweitig vorgeschrieben, beabsichtigt Celgene Corporation nicht, zukunftsgerichtete Aussagen im Hinblick auf neue Informationen oder zukünftige Ereignisse zu aktualisieren. Zukunftsgerichtete Aussagen sind mit Risiken und Unsicherheiten behaftet, die gewöhnlich nur schwer vorherzusehen sind und sich allgemein unserer Kontrolle entziehen. Die tatsächlichen Ergebnisse können sich aufgrund zahlreicher beteiligter Faktoren beträchtlich von den in den zukunftsgerichteten Aussagen getroffenen Prognosen unterscheiden. Viele dieser Faktoren sind im Jahresbericht von Celgene Corporation in Formblatt 10-K eingehender beschrieben, ebenso in anderen Berichten, die für die Securities and Exchange Commission erstellt wurden.

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Literaturangaben

1. Swiss Package Insert

2. Reference for incidence and mortality: https://assets.krebsliga.ch/downloads/krebszahlen_2012_d.pdf

3. Hutchings A, et al. Abstract 508. Poster presented at the Beaujon Conference, 13–15 Feb 2014, Paris, France

4. Huggett MT, et al. Practitioner 2011;255(1742):21-23

5. Von Hoff DD, et al. N Engl J Med 2013; 369:1691-1703

6. Gradishar WJ el al. J Clin Oncol 2005;23(31):7794-7803



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