Erklärung des cc-NanoBioNet zum Thema „Ethik im Bereich Nanotechnologie

(11.10.2011, Pharma-Zeitung.de) Naturwissenschaften, Technik und Medizin
sind wesentliche Gestaltungsfaktoren
der modernen Gesellschaft und des
menschlichen Lebens. Die Frage, ob der
Mensch all das machen darf, was er
kann, verlangt nach Antworten, die auf
einem ethischen Fundament stehen
müssen. Diese Antworten beschreiben
nicht nur unser Selbstbild, sondern lassen
auch unsere Verantwortung erkennen,
die Würde des Menschen zu
schützen.
Wir alle sind mitverantwortlich für die
Folgen unserer beruflichen Arbeit, die
neben der Einhaltung des gesetzlich vorgegebenen
Rahmens auch die Respektierung
moralischer Werte verlangt.
Die Nanotechnologie leistet auf wissenschaftlicher
Ebene einen Beitrag, die
Welt zu verändern und zeigt Möglichkeiten
auf, die Natur und das menschliche
Leben gezielt zu beeinflussen. Die Nanotechnologie
hilft, neue Energien nutzbar
zu machen, Energien zu speichern, Ressourcen
zu schonen, Trinkwasser für
jeden bereitzustellen und Krankheiten
zu heilen. Grundsätzlich kann diese
neue Technologie auch Möglichkeiten
aufzeigen, den menschlichen Körper
oder die menschlichen Fähigkeiten zu
verbessern. Die Maßnahmen könnten
dabei von „Heilen“ über „Doping“ bis
hin zu einer „Verbesserung“ reichen.
NanoBioNet befürwortet alle Maßnahmen,
die im Rahmen des Heilens eingesetzt
werden, um einen ehemals
vorhandenen Zustand wieder herzustellen,
wenn der Einzelne und die Gesellschaft
dies akzeptieren. Denn der
Begriff des Heilens setzt Klarheit darüber
voraus, was als krank beschrieben
und als heilenswert anerkannt wird und
von den sozialen Sicherungssystemen
einer demokratisch verfassten Gesellschaft
getragen werden kann. Dabei gilt
die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“
der Vereinten Nationen
als Leitlinie, wonach jeder Mensch von
Geburt an eine besondere, unantastbare
und unveräußerliche Würde und
das Recht auf Leben und das Recht auf
körperliche Unversehrtheit hat. Dazu
zählt auch das Recht der Verfügungsgewalt
über den eigenen Körper, insofern
der Einzelne mit dem Eingriff in seinen
Körper die Freiheit anderer nicht einschränkt
oder gegen gesellschaftlich
anerkannte Werte verstößt.
Darüber hinaus lehnt NanoBioNet das
Doping oder die Verbesserung des
menschlichen Körpers oder der menschlichen
Sinne ab, wenn sie über das von
der Natur gegebene Maß hinausgehen.
Im Umkehrschluss vertritt NanoBioNet
die Ansicht, dass ein über das von der
Natur gegebene Maß hinaus verbessertes
Menschsein das Bild einer Gesellschaft
zeichnet, das so nicht gewollt
sein kann.

Dr. Ralph Nonninger
Geschäftsführer cc-NanoBioNet e. V.

Für den Vorstand cc-NanoBioNet e. V.
Jochen Flackus
Michael Jung
Prof. Dr. Uwe Hartmann


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www.nanobionet.de

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