Herzinsuffizienz: Jährlich 300.000 neue Fälle

(23.03.2015, Pharma-Zeitung.de) Etwa zwei Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Herzinsuffizienz, allgemein auch Herzschwäche genannt. Es wird vermutet, dass jedes Jahr 300.000 neue Fälle hinzukommen. Dabei handelt es sich um eine ernste Krankheit mit hoher Sterblichkeit, jeder zweite überlebt die nächsten fünf Jahre nach der Diagnose nicht.

Herzschwäche: Welche Ursachen gibt es?
Bei einer Herzinsuffizienz ist das Organ nicht mehr in der Lage, genügend Blut durch den Körper zu pumpen. Dafür gibt es zahlreiche Ursachen. Sie können im Herzen selbst oder auch außerhalb liegen. Das Risiko, an einer Herzinsuffizienz zu erkranken, steigt zwar im Alter (der durchschnittliche Patient ist 70 Jahre alt), eine unvermeidbare Alterserscheinung ist die Krankheit jedoch nicht.

Oftmals ist Bluthochdruck ein Auslöser: Das Herz muss mit zu viel Kraft Blut durch die Arterien pumpen, auf lange Sicht wird es dadurch überlastet und eine Herzschwäche entsteht. Auch ein Herzinfarkt kann eine Herzinsuffizienz zur Folge haben. Krankheiten des Herzmuskels können ebenfalls das Risiko für eine Herzschwäche erhöhen, eine ungesunde Lebensweise wie Alkoholmissbrauch, manche Medikamente und eine Bestrahlung können das Herz dauerhaft schwächen. Bei den Ursachen gibt es zwischen Mann und Frau Unterschiede. Prof. Dr. Georg Ertl, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik I, Universitätsklinik Würzburg: „Die Ursachen sind bei Männern und Frauen vor den Wechseljahren unterschiedlich. Bei Männern sind Herzinfarkte die häufigste Ursache, bei Frau der hohe Blutdruck. Das hat Konsequenzen für die Behandlung.”

Symptome frühzeitig erkennen
Für die Herzinsuffizienz sind folgende Symptome typisch: Blutstau vor dem Herzen, zum Beispiel in der Lunge, was zu Atemnot führt. Funktionsstörungen aller Organe, zum Beispiel Nierenversagen mit Wasseransammlungen (Ödemen) im Körper und in den Beinen. Die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität kann je nach Stadium der Krankheit sehr stark eingeschränkt sein.

Behandlungsmöglichkeiten
Medikamente können Herzschwäche zwar nicht heilen, sie jedoch lindern. Medikamente, die das Herz entlasten und es vor der Wirkung von Stresshormonen schützen, stehen bei der Therapie im Vordergrund. Auch entwässernde Mittel gegen Ödeme werden oft eingesetzt. Für Patienten mit einer speziellen Form der chronischen Herzinsuffizienz (systolische Herzinsuffizienz) und ab einem gewissen Schweregrad der Erkrankung soll bald ein neues Medikament zugelassen werden. Eine Studie zeigte, dass es herzbedingte Todesfälle im Vergleich zum Standardmedikament um 20 Prozent senken konnte und die Symptome deutlich reduzierte.


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