Incyte gibt Annahme von NDA mit vorrangiger Prüfung für Pemigatinib zur Behandlung von Patienten mit Cholangiokarzinom bekannt

(28.11.2019, Pharma-Zeitung.de) WILMINGTON, Delaware, USA - Copyright by Business Wire - Incyte


Wie Incyte (Nasdaq: INCY) heute mitteilte, hat die US-amerikanische Arzneimittelaufsichtsbehörde FDA (Food and Drug Administration) den Zulassungsantrag (NDA) für Pemigatinib mit vorrangiger Prüfung angenommen, einen selektiven Hemmer des Fibroblasten-Wachstumsfaktor-Rezeptors (FGFR) für Patienten mit bereits zuvor behandeltem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Cholangiokarzinom mit FGFR2-Fusionen oder -Umlagerungen.



Der Zulassungsantrag basiert auf Daten aus der FIGHT-202-Studie, in der Pemigatinib zur Behandlung von Patienten mit zuvor behandeltem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Cholangiokarzinom evaluiert wurde. Die kürzlich auf dem diesjährigen Kongress der Europäischen Gesellschaft für Medizinische Onkologie (ESMO) vorgestellten Studienergebnisse zeigten, dass die Pemigatinib-Monotherapie bei Patienten mit FGFR2-Fusionen oder -Umlagerungen (Kohorte A) zu einer allgemeinen Ansprechrate (ORR) von 36 Prozent (primärer Endpunkt) führte. Die mittlere Ansprechdauer (DOR) betrug 7,5 Monate (sekundärer Endpunkt) bei einer medianen Nachbeobachtungszeit von 15 Monaten. Unerwünschte Ereignisse waren beherrschbar und stimmten mit dem Wirkungsmechanismus von Pemigatinib überein.



„Es besteht ein erheblicher Bedarf an neuen Therapien für Patienten mit Cholangiokarzinom, denen nach der Erstlinienchemotherapie bislang nur begrenzte Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen und häufig eine ungünstige Prognose gestellt wird“, so Dr. Peter Langmuir, M.D., Group Vice President, Targeted Therapeutics, Incyte. „Wir freuen uns sehr, dass die FDA unseren Zulassungsantrag mit vorrangiger Prüfung akzeptiert hat. Wir halten dies für einen wichtigen Schritt, um Patienten mit zuvor behandeltem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Cholangiokarzinom mit FGFR2-Fusionen oder -Umlagerungen eine erste Behandlungsoption anbieten zu können. Wir werden eng mit der FDA zusammenarbeiten, um diese innovative, zielgerichtete Therapie den Patienten mit dieser verheerenden Krankheit so schnell wie möglich zur Verfügung stellen zu können.“



Die FDA gewährt eine vorrangige Prüfung (Priority Review) für Arzneimittel, die möglicherweise einen wesentlichen Fortschritt in der Behandlung bedeuten, wenn bisher keine Behandlungsoptionen bestehen. Dieser Status verkürzt die Prüfungsfrist auf acht Monate gegenüber zwölf Monaten bei der Standardüberprüfung. Das PDUFA-Zieldatum (Prescription Drug User Fee Act) ist der 30. Mai 2020.



Das Cholangiokarzinom ist ein seltener Krebs, der sich im Gallengang bildet. Klassifiziert wird das Karzinom entsprechend seiner Herkunft: Das intrahepatische Cholangiokarzinom (iCCA) tritt im Gallengang in der Leber und das extrahepatische Cholangiokarzinom im Gallengang außerhalb der Leber auf. Patienten mit Cholangiokarzinom werden häufig in einem späten oder fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert, wenn die Prognose ungünstig ist.1,2 Die Inzidenz von Cholangiokarzinomen variiert regional und liegt in Nordamerika und Europa zwischen 0,3 und 3,4 je 100.000 Einwohner.1 FGFR2-Fusionen oder -Umlagerungen treten fast ausschließlich beim iCCA auf, wo sie bei 10-16 Prozent der Patienten beobachtet werden.3-5



Über FIGHT-202



Die Studie FIGHT-202 der Phase 2 ist eine offene, multizentrische Studie (NCT02924376) zur Evaluierung der Sicherheit und Wirksamkeit von Pemigatinib - einem selektiven Hemmer von Fibroblasten-Wachstumsfaktor-Rezeptoren (FGFR) - bei erwachsenen Patienten (Alter ≥ 18 Jahre) mit zuvor behandeltem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Cholangiokarzinom mit dokumentiertem FGF/FGFR-Status.



An der Studie beteiligte Patienten wurden in drei Kohorten aufgeteilt: Kohorte A (FGFR2-Fusionen oder -Umlagerungen), Kohorte B (andere FGF/FGFR-Genveränderungen) oder Kohorte C (keine FGF/FGFR-Genveränderungen). Allen Patienten wurden einmal täglich (OD) 13,5 mg Pemigatinib in einen Zyklus mit 21 Tagen (zwei Wochen mit/zwei Wochen ohne) bis zur radiologischen Krankheitsprogression oder inakzeptablen Toxizität verabreicht.



Der primäre Endpunkt von FIGHT-202 ist die Gesamtansprechrate (ORR) bei Kohorte A, durch eine unabhängige Prüfung gemäß RECIST v1.1 beurteilt. Zu den sekundären Endpunkten zählen ORR bei Kohorte B, A plus B und C, das progressionsfreie Überleben (PFS), das Gesamtüberleben (OS), die Dauer der Remission (DOR), die Krankheitskontrollrate (DCR) und die Sicherheit bei allen Kohorten.



Nähere Informationen zu FIGHT-202 sind verfügbar unter https://clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT02924376.



Über FIGHT



Das klinische Studienprogramm FIGHT (FIbroblast Growth factor receptor in oncology and Hematology Trials) umfasst laufende Phase-2- und -3-Studien, die die Sicherheit und Wirksamkeit der Pemigatinib-Therapie bei mehreren FGFR-getriebenen Malignomen untersuchen. Zu den Phase-2-Monotherapiestudien gehören FIGHT-202 sowie FIGHT-201 zur Untersuchung von Pemigatinib bei Patienten mit metastasierendem oder operativ nicht resezierbarem Blasenkrebs, einschließlich der Aktivierung von FGFR3-Mutationen oder Fusionen/Umlagerungen; FIGHT-203 bei Patienten mit myeloproliferativen Neoplasien mit aktivierenden FGFR1-Fusionen/Umlagerungen; FIGHT-207 bei Patienten mit zuvor behandelten, lokal fortgeschrittenen/metastatischen oder chirurgisch nicht resezierbaren soliden Tumorbösartigkeiten mit aktivierenden FGFR-Mutationen oder Fusionen/Umlagerungen, unabhängig vom Tumortyp. FIGHT-205 ist eine Phase-2-Studie zur Untersuchung von Pemigatinib plus Pembrolizumab-Kombinationstherapie und Pemigatinib-Monotherapie bei Patienten mit bisher unbehandeltem, metastasiertem oder inoperablem Blasenkrebs mit FGFR3-Mutationen oder Fusionen/Umlagerungen, die nicht zum Erhalt von Cisplatin berechtigt sind. FIGHT-302 ist eine kürzlich initiierte Phase-3-Studie zur Untersuchung von Pemigatinib als Erstlinientherapie bei Patienten mit Cholangiokarzinom mit FGFR2-Fusionen oder -Umlagerungen.



Über FGFR und Pemigatinib



Fibroblasten-Wachstumsfaktor-Rezeptoren (FGFR) spielen eine bedeutende Rolle für die Tumorzellen-Wucherung und das Überleben, die Migration und die Angiogenese (die Bildung neuer Blutgefäße). Aktivierende Fusionen, Umlagerungen, Translokationen und Genamplifikationen in FGFR sind mit der Entwicklung unterschiedlicher Krebsformen eng korreliert.



Pemigatinib ist ein wirksamer, selektiver oraler Hemmer der FGFR-Isoformen 1, 2 und 3, der in präklinischen Studien eine selektive pharmakologische Aktivität gegen Krebszellen mit FGFR-Veränderungen gezeigt hat. Die US-amerikanische Zulassungsbehörde FDA (Food and Drug Administration) hat Pemigatinib als bahnbrechende Behandlungsoption (Breakthrough Therapy) für zuvor behandelte, fortgeschrittene/metastasierte oder nicht resezierbare, FGFR2-translozierte Cholangiokarzinome zugelassen. Die von der FDA vergebene Bezeichnung „Breakthrough Therapy“ soll die Entwicklung und Überprüfung von Arzneimitteln für schwere Erkrankungen beschleunigen, sofern bereits vielversprechende frühe klinische Daten vorliegen und wesentliche Verbesserungen gegenüber verfügbaren Arzneimitteln nachgewiesen wurden. Zusätzlich hat Pemigatinib von der FDA den „Orphan Drug“-Status zur Behandlung von Cholangiokarzinomen erhalten. Dieser Status wird Prüfpräparate zur sicheren und wirksamen Behandlung, Diagnose oder Prävention von seltenen Krankheiten oder Störungen zugewiesen, von denen weniger als 200.000 Menschen betroffen sind.



Über Incyte



Incyte Corporation ist ein in Wilmington, Delaware, ansässiges biopharmazeutisches Unternehmen, das sich auf die Entdeckung, Entwicklung und Vermarktung firmeneigener Therapeutika konzentriert. Weitere Informationen zu Incyte finden Sie auf der Website des Unternehmens unter www.incyte.com.



Folgen Sie @Incyte auf Twitter unter https://twitter.com/Incyte.



Zukunftsgerichtete Aussagen



Mit Ausnahme der historischen Informationen sind die Aussagen dieser Pressemitteilung zu der Frage, ob oder wann Pemigatinib in den USA zur Behandlung von Patienten mit zuvor behandeltem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Cholangiokarzinom mit FGFR2-Fusionen oder -Umlagerungen zugelassen wird, und ob oder wann Pemigatinib eine Behandlungsoption für Patienten mit dieser Erkrankung darstellt, sowie Aussagen zum klinischen Studienprogramm FIGHT zukunftsgerichtete Aussagen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen basieren auf den aktuellen Erwartungen des Unternehmens und unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich abweichen, einschließlich unerwarteter Entwicklungen und Risiken in Bezug auf: unerwartete Verzögerungen; weitere Forschung und Entwicklung sowie die Ergebnisse klinischer Studien, die möglicherweise erfolglos oder unzureichend sind, um die geltenden behördlichen Standards zu erfüllen oder die weitere Entwicklung zu rechtfertigen; die Fähigkeit, eine ausreichende Anzahl von Probanden in klinische Studien aufzunehmen; Bestimmungen der FDA; die Abhängigkeit des Unternehmens von seinen Beziehungen zu seinen Kooperationspartnern; die Wirksamkeit oder Sicherheit der Produkte des Unternehmens und der Produkte der Kooperationspartner des Unternehmens; die Akzeptanz der Produkte des Unternehmens und der Produkte der Kooperationspartner des Unternehmens auf dem Markt; Marktwettbewerb; Anforderungen an Vertrieb, Marketing, Herstellung und Vertrieb; Ausgaben in nicht erwarteter Höhe; Aufwendungen im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten oder strategischen Aktivitäten; und andere Risiken, die von Zeit zu Zeit in den bei der Securities and Exchange Commission eingereichten Unterlagen des Unternehmens aufgeführt sind, einschließlich des Formulars 10-Q für das am 30. September 2019 endende Quartal. Das Unternehmen lehnt jede Absicht oder Verpflichtung ab, zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren.



1 Banales JM, et al. Nat Rev Gastroenterol Hepatol. 2016;13:261‒280.
2 Uhlig J, et al. Ann Surg Oncol. 2019;26:1993–2000.
3 Graham RP, et al. Hum Pathol. 2014;45:1630‒1638.
4 Farshidfar F, et al. Cell Rep. 2017;18(11):2780–2794.
5 Ross JS et al. The Oncologist. 2014;19:235–242.



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