Process Systems Enterprise: Advanced Process Modelling Forum versammelt Prozessindustrien in London

(29.04.2017, Pharma-Zeitung.de) LONDON - Copyright by Business Wire - Process Systems Enterprise

Schwerpunkt auf Potential für „wirkliche Prozessoptimierung”, um Einsparungen zu maximieren

Auf dem Advanced Process Modelling (APM) Forum 2017, das diese Woche in London stattfand, haben Unternehmen aus der verarbeitenden Industrie zu Themen referiert, die von der beschleunigten Entwicklung der nächsten Generation von Arzneimitteln bis hin zur Identifizierung betrieblicher Einsparmöglichkeiten von mehreren Hundert Millionen Euro pro Jahr reichen.

Veranstaltet und ausgetragen von Process Systems Enterprise (PSE), Anbieter der Plattform gPROMS APM, ist die zweitägige Konferenz ein wichtiges jährliches Event für Unternehmen der verarbeitenden Industrie, die eine nachhaltige Wertschöpfung durch hochpräzise Prozess-Vorhersagemodelle und -Optimierung verwirklichen wollen.

Hauptredner Jan van Schijndel von VS Strategic Consulting, ehemals Leiter der GTL-Entwicklung bei Shell, skizzierte eine Vision für die Optimierung betrieblicher Prozesse („Operational Excellence“), die in petrochemischen Großanlagen zu jährlichen Einsparungen in Höhe von 40-80 Mio. Dollar führen könnte. Brian Henry, Vice President, Drug Product Design bei Pfizer, erläuterte, wie digitale Designtechniken, die für andere Bereiche entwickelte und dort bewährte Technologien nutzen, in der pharmazeutischen Industrie einen Wandel der Arzneimittelentwicklung und –herstellung auf der Basis eines grundlegenden Verständnisses von Prozess- und Produktleistung herbeigeführt haben.

In den Sitzungen über formulierte Produkte, die sich an die Branchen Arzneimittel, Lebensmittel und Getränke sowie Konsumgüter richteten, beschrieben Präsentationen von GSK, Roche, AstraZeneca, Dr Reddy’s, Eli Lilly, Procter & Gamble, Danone und FrieslandCampina, wie mithilfe hochentwickelter mechanistischer Modelle die Arzneimittelherstellung optimiert, der Durchsatz von Lebensmittelprodukten gesteigert und die Energiekosten und CO2-Emissionen gesenkt werden können. Neue Technologien, wie die globale Systemanalyse, ermöglichen Herstellern die systematische Erkundung des Entscheidungsraums in einem beispiellosen Maße. Damit wird der Innovationsprozess beschleunigt und die Markteinführungszeiten für neue Formulierungen deutlich verkürzt. Gleichzeitig wird die Prozessunsicherheit gesenkt, was zu robusteren Prozessen führt.

Weiterhin gaben im Rahmen des Forums PSE und das niederländische Lebensmittelforschungsinstitut NIZO die Einrichtung eines Kompetenzzentrums für Lebensmittel-Produkt und -Prozess-Modellierung (Centre of Excellence for Food Product & Process Modelling) bekannt. PSE gab eine Vorschau auf seine neue gPROMS FormulatedProducts-Umgebung für die integrierte Konzeption und Optimierung von formulierten Produkten und deren Herstellungsprozesse, die im Mai eingeführt wird.

In den Sitzungen zu den Bereichen Chemikalien, Petrochemikalien sowie Energie und Umwelt, in denen Referenten von Shell, Sabic, SCG Chemicals, DSM, Primetals und Velocys vortrugen, stand erneut die Anwendung von Optimierungstechniken für Großanlagen im Mittelpunkt, mit denen Betriebskosteneinsparungen und Produktwertsteigerungen in einer Größenordnung von Millionen oder mehreren zehn Millionen Dollar pro Jahr zu erzielen sind. Die Sitzung zum Bereich Öl und Gas konzentrierte sich in ähnlicher Weise auf neue integrierte Anlagenoptimierungsansätze zur Maximierung der Anlagennutzung an mehreren Standorten

Konferenzveranstalter Mark Matzopoulos, Marketing Director bei PSE, kommentierte: „Ein wichtiger Punkt der Konferenz ist, dass die Ausreifung hochentwickelter Techniken und Tools zur Prozess- und Material-Modellierung es Unternehmen der Prozessindustrie, sei es aus dem Pharma-, Lebensmittelherstellungs- oder Petrochemiesektor, immer einfacher macht, mit extrem komplexen Systemen umzugehen. Das bessere Verständnis versetzt sie in die Lage, schneller fundiertere Entscheidungen zu treffen, die zu Wettbewerbsvorteilen führen und das Innovationstempo steigern.“

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