Saarländische sarastro GmbH erhält für innovative Wirkstofffreisetzung Industriepreis 2012 in der Kategorie Medizintechnik

APE Technologie verkapselt Wirkstoffe so, dass diese ohne zusätzliche externe Einwirkung am gewünschten Ort und über einen fest definierbaren Zeitraum kontrolliert freigesetzt werden können

(20.04.2012, Pharma-Zeitung.de) Hannover/Göttelborn, 19.04.2012: Für ihre Anwendungslösungen zur kontrollierten Langzeitfreisetzung von Wirkstoffen, die so genannte APE Technologie, erhält die saarländische sarastro GmbH den diesjährigen Industriepreis des Huber Verlags für Neue Medien in der Kategorie Medizintechnik. Seit 2006 wird die Auszeichnung im Rahmen der Hannover Messe an besonders innovative Unternehmen verliehen, dieses Jahr musste die interdisziplinäre Fachjury die 14 Kategoriesieger aus mehr als 500 Bewerbungen ermitteln. Das Prinzip der APE Technologie geht über bisher bekannte Verkapselungstechniken hinaus, bei denen Wirkstoffe nur durch externe Einwirkung, z.B. durch Druck oder Säurebeigabe, freigesetzt werden können.
Verkapselungstechniken sind seit langer Zeit bekannt. Im Bereich der pharmazeutischen Wirkstoffe eingesetzt, wird die Kapselzerstörung z.B. durch Verdauungssekrete initiiert. Die im Stand der Technik dargestellte Freisetzung von Wirkstoffen wirkt jedoch nur wenn ein externer Mechanismus existiert, der die Kapsel zerstört. Wo solche externen Mechanismen nicht vorliegen, etwa bei keimabtötenden Oberflächen in klinischen Anwendungen oder zur Beigabe von Lebensmittelzusatzstoffen, können Wirkstoffe zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht adäquat verkapselt und somit kontrolliert freigesetzt werden.
sarastro hat eine Technologie entwickelt, mit der Wirkstoffe so verkapselt und geschützt werden, dass diese erst am gewünschten Wirkort kontrolliert und über einen individuell einstellbaren Zeitraum freigesetzt werden („controlled release“). Appliziert werden kann diese Technologie je nach Einsatzbereich in Form von Beschichtungen oder als Volumenanwendungen, bei denen der freizusetzende Wirkstoff als Masterbatch direkt in den Werkstoff eingebracht wird.
Das besondere technologische Know-how liegt in der Herstellung einer hochporösen Schwammstruktur aus agglomerierten anorganischen Nanopartikeln: Über die Porengröße im Schwamm sowie die Oberflächeneigenschaften wird gesteuert, wie schnell oder langsam ein Wirkstoff aus dem Agglomerat freigesetzt wird. sarastro stellt dabei die Porengröße und Polarität des Nanomaterials so ein, dass für jeden Anwendungsfall in der richtigen Menge und über den gewünschten Zeitraum Duft- oder Wirkstoffe freigegeben werden. Verarbeitet werden hierfür kommerziell verfügbare nanopartikuläre Systeme.
Erfolgreiche industrielle Anwendung findet diese Technologie bereits z.B. bei der Desinfektion: sarastro stellt ein für den Einsatz in Kliniken zugelassenes Desinfektionsmittel her, dessen keimabtötende Wirkung dank APE Technologie nachweislich für eine Dauer von zehn Tagen anhält und das zudem anhaltend frisch duftet. Die Serienproduktion intelligent funktionalisierter Kunststoffe (z.B. PE, PP, PC, PET) für die Bereiche Pharmapackmittel, Pharmazie, Kosmetik und Medizintechnik befindet sich in Vorbereitung.
Denn die kontrollierte Freisetzung von Bioziden zum Einsatz im medizintechnischen Bereich ist nur der Anfang. „Inzwischen erproben wir diese gänzlich neue Form der Verkapselung für industrielle Auftraggeber aus anderen Branchen. Wir erwarten, dass sich dieses Geschäftsfeld schon bald zu einem bedeutenden Umsatzträger des Unternehmens entwickeln wird“ erklärt Hermann Schirra, Geschäftsführer der sarastro GmbH. „Die Verleihung des Industriepreises ist für uns eine große zusätzliche Motivation, den eingeschlagenen Weg energisch weiterzuverfolgen.“
Die offizielle Preisverleihung erfolgt auf der Hannover Messe am 23.04.2012 im Rahmen der Night of Innovations am Stand des VDI in Halle 2.

Über sarastro:
Die sarastro GmbH entwickelt und produziert Beschichtungen und Additive auf der Basis chemischer Nanotechnologie.
Das im saarländischen Göttelborn ansässige Unternehmen wurde 2001 von Hermann Schirra, Geschäftsführer der sarastro GmbH, gegründet. Mit strikt anwendungsorientierter, individueller Produktentwicklung arbeitet sarastro für internationale Auftraggeber u.a. aus den Branchen Medizintechnik, Hygiene, Textil, Pharma, Kunststoffverarbeitung und Verpackungen.
Das Unternehmen ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2008, DIN EN ISO 13485:2010 sowie nach Anhang V 93/42/EWG und ist in Forschungsprojekten im Bereich der angewandten Nanotechnologie aktiv.
Kontakt:
sarastro GmbH
Annette Juresch
Zum Schacht 7, 66287 Göttelborn
E-Mail: juresch@sarastro-nanotec.com
Tel.: 06825-800890
Fax: 06825-800891
www.sarastro-nanotec.com


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