Seattle Genetics und Takeda präsentieren positive Daten aus der klinischen Phase-3-Studie ECHELON-2 zu ADCETRIS® (Brentuximab Vedotin) bei der Erstbehandlung des CD30-exprimierenden peripheren T-Zell-Lymphoms

(06.12.2018, Pharma-Zeitung.de) BOTHELL, Washington, CAMBRIDGE, Massachusetts und OSAKA, Japan - Copyright by Business Wire - Takeda Pharmaceutical Company Limited and Seattle Genetics, Inc.

-Präsentation der Daten im Rahmen eines Vortrags mit gleichzeitiger Veröffentlichung in The Lancet-

-Randomisierte klinische Phase-3-Studie zeigte, dass ADCETRIS plus Chemotherapie der CHOP-Standardtherapie hinsichtlich progressionsfreiem Überleben und Gesamtüberleben überlegen war-

Seattle Genetics, Inc. (Nasdaq:SGEN) und Takeda Pharmaceutical Company Limited (TSE:4502) gaben bekannt, dass die Daten der klinischen Phase-3-Studie ECHELON-2 heute im Rahmen eines Vortrags auf der 60. Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) vorgestellt werden. Die Daten zeigten, dass die Erstbehandlung mit ADCETRIS (Brentuximab Vedotin) in Kombination mit CHP (Cyclophosphamid, Doxorubicin, Prednison) wirksam ist, um das progressionsfreie Überleben (PFS) und das Gesamtüberleben (OS) mit einem Sicherheitsprofil zu verlängern, das mit CHOP (Cyclophosphamid, Doxorubicin, Vincristin, Prednison), einem aktuellen Behandlungsstandard bei Patienten mit CD30-exprimierenden peripheren T-Zell-Lymphomen (PTCL), vergleichbar ist. Diese Daten wurden gleichzeitig auch online in The Lancet veröffentlicht. ADCETRIS ist ein Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC), das auf CD30 gerichtet ist, welches auf der Oberfläche verschiedener Arten von PTCL exprimiert wird.



Diese Pressemitteilung enthält multimediale Inhalte. Die vollständige Mitteilung hier ansehen: https://www.businesswire.com/news/home/20181205005935/de/

Die positiven Topline-Ergebnisse zur klinischen Phase-3-Studie ECHELON-2 wurden bereits im Oktober 2018 gemeldet. Im November 2018 wurde ADCETRIS von der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA zur Behandlung von Erwachsenen mit bisher unbehandeltem systemischem anaplastischem Großzelllymphom (sALCL) oder anderen CD30-exprimierenden PTCL, einschließlich angioimmunoblastischem T-Zell-Lymphom und nicht näher bezeichnetem PTCL, in Kombination mit CHP zugelassen. Die ECHELON-2-Daten bildeten die Grundlage für einen ergänzenden BLA-Antrag (Biologics License Application), der von der FDA im Rahmen ihres Pilotprogramms Real-Time Oncology Review geprüft und innerhalb von weniger als zwei Wochen nach vollständiger Einreichung des ergänzenden BLA-Antrags genehmigt wurde.

„Als Kliniker sind wir immer auf der Suche nach neuen Strategien, um ungedecktem Bedarf bei aggressiven Blutkrebserkrankungen nachzukommen, und ADCETRIS hat sich als einer dieser Wirkstoffe erwiesen, der einen Nutzen für Patienten mit mehreren Lymphomarten und jetzt auch für erstbehandelte PTCL-Patienten gezeigt hat“, sagte Dr. Steven Horwitz, Department of Medicine, Lymphoma Service, Memorial Sloan Kettering Cancer Center, New York. „Diese Forschung ist wichtig für die Patienten, da Ärzte jetzt einen neuen Ansatz für die Behandlung von neu diagnostizierten Patienten mit CD30-exprimierenden PTCL, einer Gruppe aggressiver Krebsarten, verfolgen können. Die ECHELON-2-Daten zeigen, dass ADCETRIS plus CHP überlegen ist, wenn es darum geht, sowohl das progressionsfreie Überleben als auch das Gesamtüberleben im Vergleich zu einer aktuellen CHOP-Standardtherapie, einer Polychemotherapie, die wir in der Praxis seit mehreren Jahrzehnten anwenden, zu verlängern.“

„Dies ist die sechste von der FDA zugelassene Indikation für ADCETRIS bei lymphatischen Malignomen und die zweite als Erstbehandlung in Kombination mit Chemotherapie“, sagte Dr. Roger Dansey, Chief Medical Officer bei Seattle Genetics. „Die heute auf der ASH-Tagung vorgestellten Daten unterstreichen, dass die ADCETRIS-Kombination einen klinisch sinnvollen Nutzen für Patienten mit bisher unbehandelten PTCL bietet und das Potenzial hat, für diese Patienten einen Praxiswechsel herbeizuführen.“

„Wir freuen uns, diese beeindruckenden Ergebnisse aus der ECHELON-2-Studie mitteilen zu können, die auf der Wirksamkeit und Sicherheit von ADCETRIS bei unterschiedlichen CD30-positiven Lymphomen aufbauen“, sagte Dr. Jesús Gómez-Navarro, Vice President, Head of Oncology Clinical Research and Development, Takeda. „Die Studie zeigte klinisch aussagekräftige Ergebnisse und war die erste randomisierte Phase-3-Studie zur Erstbehandlung von PTCL, die eine Verbesserung des Gesamtüberlebens zeigte. Die Etablierung einer optimalen Therapie für PTCL ist eine Herausforderung für Ärzte, und diese Ergebnisse stellen den Fortschritt bei der Bewältigung des ungedeckten Bedarfs von Menschen dar, die mit dieser schweren Krankheit leben. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den Zulassungsbehörden in unserem Bereich, um Patienten mit PTCL eine potenzielle neue Behandlungsmöglichkeit zu bieten.“

Die ECHELON-2-Studie: Ergebnisse einer randomisierten, doppelblinden, aktiv kontrollierten Phase-3-Studie zu Brentuximab Vedotin und CHP (A+CHP) im Vergleich zu CHOP als Ersttherapie bei Patienten mit CD30-positiven peripheren T-Zell-Lymphomen (Abstract 997, Vortrag am Montag, 3. Dezember 2018 um 18:15 Uhr PT im San Diego Convention Center, Raum 6F)

ECHELON-2 ist eine globale, randomisierte, doppelblinde, multizentrische Studie zur Evaluierung von ADCETRIS als Teil einer kombinierten Erst-Chemotherapie bei Patienten mit zuvor unbehandeltem CD30-exprimierendem PTCL. Der primäre Endpunkt ist das PFS nach Blinded Independent Central Review (BICR), wobei Ereignisse als Progression, Tod oder Erhalt einer Chemotherapie für Rest- oder Folgeerkrankungen definiert sind. Zu den wichtigsten sekundären Endpunkten gehören PFS bei Patienten mit sALCL, vollständige Remissionsrate (CR), OS und objektive Ansprechrate (ORR). In ECHELON-2 wurden 452 Patienten (226 je Arm) an 132 Standorten in 17 Ländern in Nordamerika, Europa, dem asiatisch-pazifischen Raum und dem Nahen Osten aufgenommen. Das Durchschnittsalter der Patienten lag bei 58 Jahren. Die Studie umfasste Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung (80 Prozent) und die meisten Patienten hatten sALCL (48 Prozent ALK-negativ und 22 Prozent ALK-positiv).

Zu den wichtigsten Ergebnissen, die von Dr. Steven Horwitz vorgestellt und in The Lancet veröffentlicht werden, gehören:

  • Die ECHELON-2-Studie erreichte ihren primären Endpunkt, indem ADCETRIS plus CHP eine statistisch signifikante Verbesserung des PFS gemäß einer BICR-Bewertung (Hazard-Ratio[HR]=0,71; p-Wert=0,0110) erzielten. Dies entspricht einer Verringerung des Risikos von Progression, Tod oder Notwendigkeit einer zusätzlichen Krebstherapie bei Rest- oder Folgeerkrankungen um 29 Prozent.
  • Nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 36,2 Monaten betrug das mediane PFS im ADCETRIS-plus-CHP-Arm 48,2 Monate (95 % KI, 35,2 - nicht auswertbar) im Vergleich zu 20,8 Monaten (95 % KI, 12,7-47,6) im Kontrollarm gemäß BICR-Bewertung. Das dreijährige PFS betrug 57,1 Prozent für ADCETRIS plus CHP im Vergleich zu 44,4 Prozent im Kontrollarm.
  • Der Beurteilung nach Prüfarzt zufolge zeigte ADCETRIS plus CHP eine statistisch signifikante Verbesserung des PFS (HR=0,70; p-Wert=0,0096).
  • Gesamtüberleben (OS) im ADCETRIS-plus-CHP-Arm war im Vergleich zu CHOP statistisch signifikant (HR=0,66; p-Wert=0,0244). Dies entspricht einer Reduzierung des Sterberisikos um 34 Prozent.
  • Nach einem medianen Nachbeobachtungszeitraum von 42,1 Monaten war das mediane OS in keinem der beiden Studienarme erreicht. Das geschätzte dreijährige OS betrug 76,8 Prozent für ADCETRIS plus CHP im Vergleich zu 69,1 Prozent für CHOP.
  • Alle anderen wichtigen sekundären Endpunkte, einschließlich CR-Rate und ORR, sowie PFS bei Patienten mit sALCL, waren statistisch signifikant zugunsten des ADCETRIS-plus-CHP-Arms. Nach BICR-Bewertung waren die CR-Rate (68 Prozent bzw. 56 Prozent) und ORR (83 Prozent bzw. 72 Prozent) im ADCETRIS-plus-CHP-Arm signifikant höher als in der mit CHOP behandelten Gruppe (p-Wert=0,0066 bzw. p-Wert=0,0032). Die CR-Rate und ORR zeigten nach Prüfarztbewertung einen ähnlichen Nutzen für den ADCETRIS-plus-CHP-Arm gegenüber CHOP (p-Wert=0,0043 bzw. p-Wert=0,0018).
  • Ohne die konsolidierende Stammzelltransplantation oder Strahlentherapie zur Konsolidierung des Ansprechens auf die Ersttherapie benötigten 74 Prozent der Patienten im ADCETRIS-plus-CHP-Arm gegenüber 58 Prozent der Patienten im CHOP-Arm keine nachfolgenden Antikrebstherapien für Rest- oder Folgeerkrankungen. Von den 226 Patienten, denen CHOP verabreicht wurde, erhielten 49 Patienten (22 Prozent) eine Weiterbehandlung mit einer ADCETRIS-haltigen Therapie.
  • Das Sicherheitsprofil von ADCETRIS plus CHP in der ECHELON-2-Studie war vergleichbar mit CHOP und entsprach dem etablierten Sicherheitsprofil von ADCETRIS in Kombination mit Chemotherapie.
    • Die häufigsten behandlungsbedingten unerwünschten Ereignisse aller Grade, die bei mindestens 20 Prozent der Patienten im ADCETRIS-plus-CHP- und im CHOP-Arm auftraten, waren: Übelkeit (46 bzw. 38 Prozent), periphere sensorische Neuropathie (45 bzw. 41 Prozent), Neutropenie (je 38 Prozent), Durchfall (38 bzw. 20 Prozent), Verstopfung (29 bzw. 30 Prozent), Alopezie (26 bzw. 25 Prozent), Fieber (26 bzw. 19 Prozent), Erbrechen (26 bzw. 17 Prozent), Müdigkeit (24 bzw. 20 Prozent) und Anämie (21 bzw. 16 Prozent).
    • Die häufigsten unerwünschten Ereignisse 3. Grades oder höher, die im ADCETRIS-plus-CHP- und im CHOP-Arm auftraten, waren Neutropenie (35 bzw. 34 Prozent) und Anämie (13 bzw. 10 Prozent).
    • Die Häufigkeit und Schwere der Neutropenie war in beiden Studienarmen ähnlich und niedriger in der Teilmenge der Patienten, die eine primäre Prophylaxe mit Granulozyten-Kolonie-stimulierendem Faktor erhielten. Febrile Neutropenie wurde bei 41 Patienten (18 Prozent) im ADCETRIS-plus-CHP-Arm und bei 33 Patienten (15 Prozent) im CHOP-Arm beobachtet.
    • Neue oder sich verschlechternde behandlungsbedingte Ereignisse der peripheren Neuropathie traten bei 117 Patienten (52 Prozent) im ADCETRIS-plus-CHP-Arm und 124 Patienten (55 Prozent) im CHOP-Arm auf, wobei eine Mehrheit eine maximale Schwere 1. Grades (64 bzw. 71 Prozent) aufwies. Bei der letzten Nachbeobachtung kehrte die periphere Neuropathie bei 50 Prozent der Patienten im ADCETRIS-plus-CHP-Arm gegenüber 64 Prozent im CHOP-Arm wieder auf die Ausgangsbasis zurück oder lag unter dieser, und die mediane Zeit bis zum Abklingen betrug 17 Wochen bzw. 11,4 Wochen.
    • Unerwünschte Ereignisse, die zum Tod führten, traten bei sieben Patienten (drei Prozent) im ADCETRIS-plus-CHP-Arm und bei neun Patienten (vier Prozent) im CHOP-Arm auf.

Bitte beachten Sie den Abschnitt Wichtige Sicherheitsinformationen, einschließlich des gerahmten Warnhinweises, am Ende dieser Pressemitteilung

Über T-Zell-Lymphome

Lymphom ist ein Sammelbegriff für eine Gruppe von Krebsarten, die im Lymphsystem entstehen. Es gibt zwei Hauptkategorien von Lymphomen: Hodgkin-Lymphome (HL) und Non-Hodgkin-Lymphome. Die Non-Hodgkin-Lymphome umfassen über 60 Unterarten, die grob in zwei Hauptgruppen unterteilt werden: B-Zell-Lymphome, die sich aus abnormalen B-Lymphozyten entwickeln, und T-Zell-Lymphome, die aus abnormalen T-Lymphozyten entstehen. T-Zell-Lymphome treten in verschiedensten Formen auf, von denen einige extrem selten sind. T-Zell-Lymphome können aggressiv (schnell wachsend) oder indolent (langsam wachsend) sein. PTCL macht etwa 10 Prozent der Fälle von Non-Hodgkin-Lymphomen in den USA und in Europa aus; in Teilen Asiens kann der Anteil der an PTCL Erkrankten bis zu 24 Prozent betragen.

Über ADCETRIS (Brentuximab Vedotin)

ADCETRIS wird in mehr als 70 klinischen Studien auf breiter Basis zur Behandlung CD30-exprimierender Lymphome evaluiert. Dazu gehören die abgeschlossene Phase-3-Studie ECHELON-2 zur Erstbehandlung von peripheren T-Zell-Lymphomen (auch als reife T-Zell-Lymphome bekannt), die abgeschlossene Phase-3-Studie ECHELON-1 zur Erstbehandlung von Hodgkin-Lymphom und die abgeschlossene Phase-3-Studie ALCANZA zum kutanen T-Zell-Lymphom (CTCL).

ADCETRIS ist ein ADC aus einem monoklonalen Anti-CD30-Antikörper, das mithilfe geschützter Technologien von Seattle Genetics mit einem durch Protease spaltbaren Linker an Monomethylauristatin E (MMAE), einen Mikrotubuli-zerstörenden Wirkstoff, gebunden wird. Das ADC nutzt ein Linker-System, das im Blutkreislauf stabil bleibt, aber nach dem Einschluss in CD30 exprimierende Tumorzellen MMAE freisetzt.

ADCETRIS zur intravenösen Injektion hat von der US-amerikanischen Arzneimittelaufsichtsbehörde FDA die Zulassung für sechs Indikationen bei erwachsenen Patienten erhalten: (1) Erstbehandlung von systemischem anaplastischem Großzelllymphom (sALCL) oder andere CD30-exprimierende periphere T-Zell-Lymphome (PTCL), einschließlich angioimmunoblastisches T-Zell-Lymphom und nicht näher bezeichnete PTCL, in Kombination mit Cyclophosphamid, Doxorubicin und Prednison, (2) Erstbehandlung von Patienten mit klassischem Hodgkin-Lymphom Stufe III oder IV (cHL) in Verbindung mit mit Doxorubicin, Vinblastin und Dacarbazin, (3) bei cHL mit hohem Rezidiv- oder Progressionsrisiko zur Konsolidierung nach einer autologen hämatopoetischen Stammzelltransplantation (auto-HSZT), (4) bei cHL nach dem Versagen der auto-HSZT oder nach dem Versagen von mindestens zwei vorherigen Polychemotherapien bei Patienten, bei denen keine auto-HSZT in Betracht kommt, (5) bei sALCL nach dem Versagen von mindestens einer vorherigen Polychemotherapie und (6) zur Behandlung von Patienten mit primärem kutanem anaplastisch-großzelligem Lymphom (pcALCL) oder CD30-exprimierenden Mycosis fungoides (MF), die vorher eine systemische Therapie erhalten haben.

Health Canada hat ADCETRIS 2013 für rezidiviertes oder refraktäres Hodgkin-Lymphom und sALCL mit Auflagen zugelassen und eine reguläre Zulassung zur Behandlung von Patienten mit Hodgkin-Lymphom mit erhöhtem Rezidiv- oder Progressionsrisiko zur Konsolidierung nach autologer Stammzelltransplantation (ASZT) erteilt.

Im Oktober 2012 erhielt ACETRIS von der Europäischen Kommission eine bedingte Marktzulassung für vier Indikationen: (1) zur Behandlung erwachsener Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem CD30-positiven Hodgkin-Lymphom nach einer autologen Stammzelltransplantation (ASZT) oder nach mindestens zwei vorhergehenden Therapien, wenn ASZT oder Polychemotherapie keine Behandlungsoptionen sind, (2) zur Behandlung erwachsener Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem sALCL, (3) zur Behandlung erwachsener Patienten mit CD30-positivem Hodgkin-Lymphom mit erhöhtem Rezidiv- oder Progressionsrisiko nach ASZT und (4) zur Behandlung erwachsener Patienten mit CD30-positivem kutanem T-Zell-Lymphom (CTCL) nach mindestens einer systemischen Vorbehandlung.

ADCETRIS hat von den Regulierungsbehörden in 72 Ländern eine Marktzulassung für das rezidivierte oder refraktäre Hodgkin-Lymphom und sALCL erhalten. Bitte beachten Sie die nachstehenden ausgewählten wichtigen Sicherheitsinformationen, einschließlich des gerahmten Warnhinweises.

Seattle Genetics und Takeda entwickeln ADCETRIS gemeinsam. Gemäß den Bedingungen der Kooperationsvereinbarung hält Seattle Genetics die Vermarktungsrechte an ADCETRIS in den USA und Kanada und Takeda für den Rest der Welt. Seattle Genetics und Takeda tragen die Finanzierungskosten der gemeinsamen Entwicklung von ADCETRIS zu gleichen Teilen, einzig in Japan ist Takeda für die Entwicklungskosten allein zuständig.

Über Seattle Genetics

Seattle Genetics, Inc. ist ein aufstrebendes, weltweit tätiges Biotechnologie-Unternehmen mit mehreren Produkten, das richtungweisende Krebstherapien entwickelt und vermarktet, um spürbare Unterschiede im Leben der Betroffenen zu bewirken. ADCETRIS® (Brentuximab Vedotin) basiert auf der branchenführenden Antikörper-Wirkstoff-Konjugat-Technologie (Antibody-Drug Conjugate, ADC) des Unternehmens und ist jetzt für die Behandlung mehrerer CD30-exprimierender Lymphome zugelassen. Neben ADCETRIS hat das Unternehmen eine Reihe neuartige gezielte Therapien entwickelt, die sich in verschiedenen klinischen Testphasen befinden, darunter drei laufende Zulassungsstudien für feste Tumoren: Enfortumab Vedotin zur Behandlung von metastasiertem Urothelkarzinom und Tisotumab Vedotin zur Behandlung von metastasiertem Zervixkarzinom basieren auf unserer eigenentwickelten ADC-Technologie. Tucatinib, ein niedermolekularer Tyrosinkinase-Inhibitor, ist derzeit Gegenstand einer Zulassungsstudie für HER2-positiven, metastatischen Brustkrebs. Außerdem nutzen wir unser Know-how im Hinblick auf aktivierte Antikörper, um ein Portfolio eigener immunonkologischer Wirkstoffe in klinischen Studien mit hämatologischen und festen Tumoren zu entwickeln. Seattle Genetics hat seinen Sitz in Bothell, Washington, und betreibt eine europäische Niederlassung in der Schweiz. Weitere Informationen über unsere robuste Pipeline finden Sie unter www.seattlegenetics.com und folgen Sie @SeattleGenetics auf Twitter.

Über die Takeda Pharmaceutical Company

Die Takeda Pharmaceutical Company Limited (TSE: 4502) ist ein weltweit tätiges, forschungs- und entwicklungsorientiertes Pharmaunternehmen, das sich für bessere Gesundheit und eine bessere Zukunft für Patienten einsetzt, indem es wissenschaftliche Erkenntnisse in lebensverändernde Medikamente umwandelt. Takeda konzentriert seine Forschungsbemühungen auf die Therapiebereiche Onkologie, Gastroenterologie und Zentralnervensystem sowie Impfstoffe. Takeda betreibt sowohl intern als auch mit Partnern Forschung und Entwicklung, um dadurch bei Innovationen an vorderster Front zu bleiben. Innovative Produkte, insbesondere in der Onkologie und Gastroenterologie, sowie die Präsenz von Takeda in Wachstumsmärkten treiben das Wachstum von Takeda voran. Rund 30.000 Mitarbeiter setzen sich bei Takeda für die Verbesserung der Lebensqualität von Patienten ein und arbeiten in über 70 Ländern mit unseren Partnern im Gesundheitswesen zusammen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter https://www.takeda.com/newsroom/.

Zusätzliche Informationen über Takeda entnehmen Sie bitte der Unternehmenswebsite unter www.takeda.com. Weitere Informationen über Takeda Oncology, die globale Onkologie-Sparte der Takeda Pharmaceutical Company Limited, finden Sie unter www.takedaoncology.com.

Wichtige Sicherheitsinformationen zu ADCETRIS (Brentuximab Vedotin)

GERAHMTER WARNHINWEIS: PROGRESSIVE MULTIFOLKALE LEUKENZEPHALOPATHIE (PML):

Bei Patienten, denen ADCETRIS verabreicht wird, kann eine Infektion mit dem JC-Virus auftreten, die zu PML und in der Folge zum Tod führt.

Gegenanzeige

Gleichzeitige Anwendung von ADCETRIS und Bleomycin ist aufgrund von pulmonaler Toxizität kontraindiziert (z. B. interstitielle Infiltration und/oder Entzündung).

Warn- und Sicherheitshinweise

  • Periphere Neuropathie (PN): Die Behandlung mit ADCETRIS verursacht eine vorwiegend sensorische PN. Von Fällen motorischer PN wurde ebenfalls berichtet. Eine durch ADCETRIS ausgelöste PN ist kumulativ. Patienten sollten auf Anzeichen einer PN überwacht werden, wie z. B. Hypästhesie, Hyperästhesie, Parästhesie, Unwohlsein, Hautbrennen, neuropathische Schmerzen oder Schwäche. Bei einem Auftreten dieser Symptome sind entsprechende Dosisänderungen vorzunehmen.
  • Anaphylaktische und infusionsbedingte Reaktionen: Infusionsreaktionen, darunter anaphylaktische Reaktionen, sind im Zusammenhang mit ADCETRIS aufgetreten. Patienten sollten während der Infusion überwacht werden. Bei infusionsbedingten Reaktionen ist die Infusion zu unterbrechen und es sind geeignete medizinische Maßnahmen zu ergreifen. Bei einer anaphylaktischen Reaktion ist die Infusion sofort dauerhaft abzubrechen und eine geeignete medizinische Behandlung durchzuführen. Patienten, bei denen früher eine Infusionsreaktion aufgetreten war, sollten auf nachfolgende Infusionen vorbereitet werden. Eine Prämedikation kann Acetaminophen, ein Antihistamin und ein Kortikosteroid umfassen.
  • Hämatologische Toxizitäten: Bei ADCETRIS wurden tödliche und schwerwiegende Fälle von febriler Neutropenie berichtet. Bei ADCETRIS können (1 Woche oder länger) anhaltende schwere Neutropenie und Thrombozytopenie oder Anämie 3. oder 4. Grades auftreten. Eine G-CSF-Primärprophylaxe ist ab Zyklus 1 den Patienten zu verabreichen, die ADCETRIS in Kombination mit einer Chemotherapie für zuvor unbehandeltes klassisches HL der Stufe III oder IV oder zuvor unbehandeltes PTCL erhalten. Vor der Verabreichung jeder ADCETRIS-Dosis sollte ein komplettes Blutbild erstellt werden. Bei Patienten mit einer Neutropenie 3. oder 4. Grades ist eventuell eine häufigere Überwachung angeraten. Patienten sollten auf Fieber überwacht werden. Entwickelt sich eine Neutropenie 3. oder 4. Grades, könnte diese durch Verzögerung oder Verringerung der Dosis, Therapieabbruch oder durch G-CSF-Prophylaxe bei späteren ADCETRIS-Gaben behandelt werden.
  • Schwere Infektionen und opportunistische Infektionen: Bei mit ADCETRIS behandelten Patienten wurde von schweren Infektionen wie Lungenentzündung, Bakteriämie, Sepsis oder septischer Schock (darunter mit tödlichem Ausgang) berichtet. Die Patienten sollten während der Behandlung streng auf mögliche bakterielle, Pilz- oder Virusinfektionen überwacht werden.
  • Tumorlyse-Syndrom: Patienten mit sich schnell ausbreitenden Tumoren und hoher Tumorlast sind streng zu überwachen.
  • Erhöhte Toxizität bei schwerer Nierenfunktionsstörung: Unerwünschte Reaktionen 3. oder höheren Grades und Todesfälle traten bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz häufiger auf als bei Patienten mit normaler Nierenfunktion. Die Gabe von ADCETRIS ist bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz zu vermeiden.
  • Erhöhte Toxizität bei mittlerer oder schwerer Leberinsuffizienz: Unerwünschte Reaktionen 3. oder höheren Grades und Todesfälle traten bei Patienten mit mittlerer oder schwerer Leberinsuffizienz häufiger auf als bei Patienten mit normaler Leberfunktion. ADCETRIS ist bei Patienten mit mittlerer bis schwerer Leberinsuffizienz zu vermeiden..
  • Hepatotoxizität: Bei mit ADCETRIS behandelten Patienten sind schwere Fälle von Hepatotoxizität, darunter mit tödlichem Ausgang, aufgetreten. Die Fälle entsprachen einer hepatozellulären Schädigung, einschließlich erhöhter Transaminase- und/oder Bilirubin-Werte, und ereigneten sich nach der ersten ADCETRIS-Dosis oder einer Reexposition. Eine bereits vorliegende Lebererkrankung, erhöhte Baseline-Leberenzymwerte und Begleitmedikationen können das Risiko ebenfalls erhöhen. Die Leberenzym- und Bilirubin-Werte sind zu überwachen. Bei Patienten mit neuer, sich verschlimmernder oder wiederauftretender Hepatotoxizität kann eine Verzögerung oder Veränderung der Dosis oder ein Abbruch der ADCETRIS-Therapie erforderlich sein.
  • Progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML): Bei mit ADCETRIS behandelten Patienten wurde von Infektionen mit dem John-Cunningham-Virus (JC-Virus) berichtet, die zu PML und in der Folge zum Tod führten. Die ersten Symptome ereigneten sich zu verschiedenen Zeiten nach Beginn der Therapie mit ADCETRIS, wobei einige Fälle innerhalb von drei Monaten nach der ersten Exposition auftraten. Zu weiteren, neben der Therapie mit ADCETRIS möglicherweise dazu beitragenden Faktoren, gehören frühere Therapien sowie Grunderkrankungen, die eine Immunsuppression verursachen könnten. Die Diagnose von PML sollte bei allen Patienten erwogen werden, die neu auftretende Anzeichen und Symptome von Störungen des Zentralnervensystems aufweisen. Die Verabreichung von ADCETRIS ist bei einem Verdacht auf PML zu unterbrechen und bei einer Bestätigung der PML-Diagnose abzubrechen.
  • Pulmonale Toxizität: Es wurde von Ereignissen einer schweren nichtinfektiösen pulmonalen Toxizität wie Pneumonitis, interstitielle Lungenerkrankung und akutes Atemnotsyndrom, darunter mit tödlichem Ausgang, berichtet. Patienten sind auf Anzeichen und Symptome pulmonaler Toxizität, darunter Husten und Atemnot, zu überwachen. Im Fall von neuen oder sich verschlimmernden pulmonalen Symptomen ist die Verabreichung von ADCETRIS während der Abklärung und bis zur Besserung der Symptomatik zu unterbrechen.
  • Schwere dermatologische Reaktionen: Unter ADCETRIS wurde von schweren Fällen des Stevens-Johnson-Syndroms (SJS) und toxischer epidermaler Nekrolyse (TEN), darunter mit tödlichem Ausgang, berichtet. Wenn SJS oder TEN auftritt, muss die Behandlung mit ADCETRIS abgebrochen und eine geeignete medizinische Behandlung eingeleitet werden.
  • Gastrointestinale (GI) Komplikationen: Tödliche und schwere Fälle von akuter Pankreatitis wurden berichtet. Weitere tödliche und schwere Magen-Darm-Komplikationen sind z. B. Perforation, Blutung, Erosion, Geschwür, Darmverschluss, Enterokolitis, neutropenische Kolitis und Ileus. Ein Lymphom mit einem bereits bestehenden GI-Befall kann das Risiko einer Perforation erhöhen. Bei dem Auftreten von neuen oder sich verschlimmernden GI-Symptomen sollte umgehend eine diagnostische Abklärung erfolgen und eine entsprechende Behandlung durchgeführt werden.
  • Embryo-fetale Toxizität: Basierend auf dem Wirkungsmechanismus und Befunden aus Tierstudien kann ADCETRIS bei Schwangeren fetale Schäden verursachen. Fortpflanzungsfähige Frauen sind auf das potenzielle Risiko für das Ungeborene hinzuweisen und sollten eine Schwangerschaft während der Behandlung mit ADCETRIS und bis mindestens sechs Monate nach der letzten ADCETRIS-Dosis vermeiden.

Unerwünschte Reaktionen: Die häufigsten unerwünschten Reaktionen (≥ 20 % in jeglichen Studien) waren periphere Neuropathie, Müdigkeit, Übelkeit, Durchfall, Neutropenie, Infektion der oberen Atemwege, Pyrexie, Verstopfung, Erbrechen, Alopezie, Gewichtsverlust, Bauchschmerzen, Anämie, Stomatitis, Lymphopenie und Mukositis.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Die gleichzeitige Anwendung von starken CYP3A4-Inhibitoren oder -Induktoren beeinflusst möglicherweise die Exposition gegenüber Monomethylauristatin E (MMAE).

Anwendung bei bestimmten Patientenpopulationen

Patienten mit mittlerer oder schwerer Leberinsuffizienz oder schwerer Niereninsuffizienz: Die MMAE-Exposition ist erhöht, und es treten mehr unerwünschte Reaktionen auf. Eine Anwendung ist zu vermeiden.

Männern mit fortpflanzungsfähigen Geschlechtspartnerinnen sollte nahegelegt werden, während der Behandlung mit ADCETRIS und bis mindestens sechs Monate nach der letzten ADCETRIS-Dosis zuverlässige Verhütungsmethoden anzuwenden.

Patientinnen sollte nahegelegt werden, eine Schwangerschaft sofort zu melden und während der Behandlung mit ADCETRIS nicht zu stillen.

Weitere wichtige Sicherheitsinformationen, darunter besondere Warnhinweise (GERAHMTER WARNHINWEIS), sind den vollständigen Verschreibungsinformationen für ADCETRIS unter www.seattlegenetics.com oder http://www.ADCETRIS.com zu entnehmen.

Wichtige Sicherheitsinformationen zu ADCETRIS (Brentuximab Vedotin) (Europäische Union)

Vor dem Verschreiben bitte die Fachinformation (SmPC) zu Rate ziehen.

GEGENANZEIGEN

ADCETRIS ist bei Patienten mit Überempfindlichkeit gegen Brentuximab Vedotin und dessen Bestandteile kontraindiziert. Überdies ist die kombinierte Anwendung von Bleomycin und ADCETRIS kontraindiziert, weil sie pulmonale Toxizität verursacht.

BESONDERE WARNHINWEISE UND VORSICHTSMASSNAHMEN

Progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML): Bei mit ADCETRIS behandelten Patienten ist von einer Reaktivierung des John-Cunningham-Virus (JCV) berichtet worden, die zu PML und in der Folge zum Tod führte. Von PML wurde bei Patienten berichtet, die ADCETRIS erhielten, nachdem sie zuvor mehrere Chemotherapien erhalten hatten. PML ist eine seltene demyelinisierende Erkrankung des zentralen Nervensystems infolge einer Reaktivierung von latentem JVC und hat häufig einen tödlichen Ausgang.

Patienten sollten streng auf neue oder sich verschlimmernde neurologische, kognitive oder verhaltensbezogene Anzeichen oder Symptome überwacht werden, die auf PML hinweisen können. Möglichkeiten zur Abklärung des PML-Verdachts schließen neurologische Untersuchung, Gadolinium-Kontrast-MRT des Gehirns und Liquoranalyse auf JCV-DNA durch Polymerase-Kettenreaktion oder Hirnbiopsie mit Nachweis von JCV ein. PML wird durch einen negativen JCV-PCR-Test nicht ausgeschlossen. Eine zusätzliche Nachuntersuchung und Evaluierung ist gegebenenfalls angebracht, wenn keine andere Diagnose erstellt werden kann. Die Verabreichung von ADCETRIS ist bei Verdacht auf PML zu unterbrechen und bei einer Bestätigung der PML-Diagnose abzubrechen. Dabei ist auf PML-Symptome zu achten, die der Patient möglicherweise nicht bemerkt (z. B. kognitive, neurologische oder psychiatrische Anzeichen).

Pankreatitis:  Bei mit ADCETRIS behandelten Patienten wurde akute Pankreatitis beobachtet. Von Fällen mit tödlichem Ausgang wurde berichtet. Patienten sollten streng auf neu auftretende oder sich verschlimmernde Bauchschmerzen überwacht werden, die auf akute Pankreatitis hinweisen können. Für die Abklärung am Patienten sollten körperliche Untersuchungen, Laboruntersuchungen auf Serumamylase sowie Serumlipase, Aufnahmen des Abdomens, z. B. mittels Ultraschall und anderer geeigneter Untersuchungsmethoden, herangezogen werden. Bei Verdacht auf akute Pankreatitis sollte die Gabe von ADCETRIS unterbrochen werden. Wenn sich die Diagnose einer akuten Pankreatitis bestätigt, muss ADCETRIS abgesetzt werden.

Pulmonale Toxizität:  Es wurde von Fällen einer pulmonalen Toxizität wie Pneumonitis, interstitielle Lungenerkrankung und akutes Atemnotsyndrom (ARDS), darunter mit tödlichem Ausgang, bei mit ADCETRIS behandelten Patienten berichtet. Obwohl ein kausaler Zusammenhang mit ADCETRIS nicht belegt ist, kann das Risiko für eine pulmonale Toxizität nicht ausgeschlossen werden. Neue oder sich verschlimmernde pulmonale Symptome müssen sofort abgeklärt und angemessen behandelt werden. Die Verabreichung von ADCETRIS ist während der Abklärung und bis zur Besserung der Symptomatik zu unterbrechen.

Schwere Infektionen und opportunistische Infektionen: Bei mit ADCETRIS behandelten Patienten wurde von schweren Infektionen wie Lungenentzündung, Staphylokokken-Bakteriämie, Sepsis oder septischem Schock (darunter mit tödlichem Ausgang) und Herpes zoster sowie opportunistischen Infektionen wie Pneumocystis-Pneumonie und oraler Kandidose berichtet. Die Patienten sollten während der Behandlung sorgfältig auf Anzeichen einer entstehenden möglichen schweren oder opportunistischen Infektion überwacht werden.

Infusionsbedingte Reaktionen (IRR): Unter ADCETRIS sind infusionsbedingte Sofort- und Spätreaktionen sowie anaphylaktische Reaktionen aufgetreten. Patienten sind während und nach einer Infusion sorgfältig zu überwachen. Bei Auftreten einer anaphylaktischen Reaktion muss die Gabe von ADCETRIS sofort endgültig abgebrochen und eine geeignete medizinische Behandlung eingeleitet werden. Wenn eine IRR auftritt, müssen die Infusion unterbrochen und geeignete medizinische Maßnahmen eingeleitet werden. Die Infusion kann nach dem Abklingen der Symptome mit einer langsameren Geschwindigkeit wieder begonnen werden. Patienten, bei denen früher eine IRR aufgetreten war, sollten auf nachfolgende Infusionen vorbereitet werden. Bei Patienten mit ADCETRIS-Antikörpern treten IRR häufiger auf und verlaufen schwerer.

Tumorlyse-Syndrom (TLS): Unter ADCETRIS wurde von Fällen von TLS berichtet. Bei Patienten mit sich schnell ausbreitenden Tumoren und hoher Tumorlast besteht das Risiko eines TLS. Diese Patienten sollten streng überwacht und mit den besten medizinischen Verfahren behandelt werden.

Periphere Neuropathie (PN):  Die Behandlung mit ADCETRIS kann sowohl sensorische als auch motorische PN verursachen. Eine durch ADCETRIS ausgelöste PN ist typischerweise kumulativ und in den meisten Fällen reversibel. Die Patienten sollten auf Anzeichen einer PN überwacht werden, wie z. B. Hypästhesie, Hyperästhesie, Parästhesie, Unwohlsein, Hautbrennen, neuropathische Schmerzen oder Schwäche. Bei Patienten mit neuer oder sich verschlimmernder PN kann eine Verzögerung und eine Verringerung der Dosis oder ein Abbruch der ADCETRIS-Therapie erforderlich sein.

Hämatologische Toxizitäten:  Bei ADCETRIS können Anämie 3. oder 4. Grades, Thrombozytopenie und anhaltende (eine Woche oder länger) Neutropenie 3. oder 4. Grades auftreten. Vor der Verabreichung jeder Dosis sollte ein komplettes Blutbild erstellt werden.

Febrile Neutropenie: Es wurde von Fällen febriler Neutropenie berichtet. Patienten sind streng auf Fieber zu überwachen und bei Entstehung einer febrilen Neutropenie mit den besten medizinischen Verfahren zu behandeln.

Stevens-Johnson-Syndrom (SJS): Unter ADCETRIS wurde von Fällen von SJS und toxischer epidermaler Nekrolyse (TEN) berichtet. Von Fällen mit tödlichem Ausgang wurde berichtet. Wenn SJS oder TEN auftritt, muss die Behandlung mit ADCETRIS abgebrochen und eine geeignete medizinische Behandlung eingeleitet werden.

Gastrointestinale (GI) Komplikationen:  Es wurde von GI-Komplikationen, darunter mit tödlichem Ausgang, wie z. B. Darmverschluss, Ileus, Enterokolitis, neutropenische Kolitis, Erosion, Geschwür, Perforation und Blutungen berichtet. Neue oder sich verschlimmernde GI-Symptome müssen sofort abgeklärt und angemessen behandelt werden.

Hepatotoxizität:  Es wurde von erhöhten Werten von Alanin-Aminotransferase (ALT) und Aspartat-Aminotransferase (AST) berichtet. Es traten zudem schwere Fälle von Hepatotoxizität auf, darunter mit tödlichem Ausgang. Die Leberfunktion sollte bei Patienten, die ADCETRIS erhalten, vor Behandlungsbeginn sowie regelmäßig auf erhöhte Leberwerte überprüft werden. Bei Patienten mit Hepatotoxizität kann eine Verzögerung oder Veränderung der Dosis oder ein Abbruch der ADCETRIS-Therapie erforderlich sein.

Hyperglykämie: In Studien traten bei Patienten mit einem erhöhten Body-Mass-Index (BMI) mit oder ohne Vorgeschichte von Diabetes mellitus Fälle von Hyperglykämie auf. Bei Patienten, bei denen ein hyperglykämisches Ereignis auftritt, müssen die Glukosewerte im Serum streng überwacht werden. Bei Bedarf sollte eine antidiabetische Behandlung vorgenommen werden.

Nieren- und Leberinsuffizienz: Es liegen nur begrenzte Erfahrungen bei Patienten mit Nieren- und Leberinsuffizienz vor. Verfügbare Daten deuten darauf hin, dass die MMAE-Clearance möglicherweise durch schwere Niereninsuffizienz, Leberinsuffizienz und durch niedrige Serum-Albumin-Konzentrationen beeinträchtigt werden könnte.

CD30+ CTCL: Die Stärke des Behandlungseffekts bei anderen CD30-positiven CTCL-Untergruppen als Mycosis fungoides (MF) und primärem, kutanem anaplastisch-großzelligem Lymphom (psALCL) ist aufgrund fehlender hochrangiger Beweise unklar. In zwei einarmigen Phase-II-Studien mit ADCETRIS wurde eine Krankheitsaktivität bei den Subtypen Sézary-Syndrom (SS), lymphomatoide Papulose (LyP) und in der gemischten CTCL-Histologie nachgewiesen. Diese Daten legen eine Ableitung der Wirksamkeit und Sicherheit für andere CD30-positive CTCL-Untergruppen nahe. Daher müssen die Risiken und Vorteile für jeden Patienten sorgfältig abgewogen werden, und eine Behandlung bei anderen CD30-positiven CTCL-Patienten ist mit Vorsicht einzuleiten.

Natriumgehalt der sonstigen Bestandteile:  Eine Dosis ADCETRIS enthält maximal 2,1 mmol (47 mg) Natrium. Dies ist bei Patienten mit kontrollierter Natriumdiät zu beachten.

WECHSELWIRKUNGEN

Patienten, die einen starken CYP3A4- und P-gp-Inhibitor in Verbindung mit ADCETRIS erhalten, haben gegebenenfalls ein erhöhtes Neutropenierisiko und sollten streng überwacht werden. Die gleichzeitige Gabe von ADCETRIS und einem CYP3A4-Induktor veränderte die Plasma-Exposition von ADCETRIS nicht, reduzierte jedoch dem Anschein nach die Plasmakonzentration der MMAE-Metaboliten, die analysiert werden konnten. Es wird nicht davon ausgegangen, dass ADCETRIS die Exposition gegenüber Arzneimitteln, die über CYP3A4-Enzyme metabolisiert werden, beeinflusst.

SCHWANGERSCHAFT:  Gebärfähige Frauen sollten während der Behandlung mit ADCETRIS und bis sechs Monate darüber hinaus zwei zuverlässige Verhütungsmethoden anwenden. Bisher liegen keine Daten zur Anwendung von ADCETRIS bei Schwangeren vor. Tierstudien haben jedoch eine Reproduktionstoxizität gezeigt. ADCETRIS darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, der Nutzen für die Mutter ist größer als das mögliche Risiko für den Fötus.

STILLZEIT: Es liegen keine Daten vor, ob ADCETRIS oder seine Metaboliten über die Muttermilch ausgeschieden werden, ein Risiko für den Säugling kann daher nicht ausgeschlossen werden. Angesichts des potenziellen Risikos sollte eine Entscheidung getroffen werden, ob abgestillt oder die Therapie mit ADCETRIS abgebrochen oder darauf verzichtet werden soll.

FERTILITÄT: In nichtklinischen Studien verursachte die Behandlung mit ADCETRIS Hodentoxizität und kann möglicherweise die männliche Fertilität verändern. Männern, die mit ADCETRIS behandelt werden, wird nahegelegt, während der Behandlung und bis sechs Monate nach der letzten Dosis kein Kind zu zeugen.

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen: ADCETRIS kann die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen geringfügig beeinträchtigen.

UNERWÜNSCHTE NEBENWIRKUNGEN

Die häufigsten unerwünschten Reaktionen (≥10 %) waren Infektionen, periphere sensorische Neuropathie, Übelkeit, Müdigkeit, Durchfall, Fieber, Infektionen der oberen Atemwege, Neutropenie, Hautausschlag, Husten, Erbrechen, Gelenkschmerz, periphere motorische Neuropathie, infusionsbedingte Reaktionen, Juckreiz, Verstopfung, Atemnot, Gewichtsverlust, Myalgie und Bauchschmerzen.

Schwerwiegende unerwünschte Reaktionen auf das Arzneimittel: Lungenentzündung, akutes Atemnotsyndrom, Kopfschmerzen, Neutropenie, Thrombozytopenie, Verstopfung, Durchfall, Erbrechen, Übelkeit, Fieber, periphere motorische Neuropathie, periphere sensorische Neuropathie, Hyperglykämie, demyelinisierende Polyneuropathie, Tumorlyse-Syndrom und Stevens-Johnson-Syndrom. Schwerwiegende unerwünschte Reaktionen auf das Arzneimittel traten bei 12 Prozent der Patienten auf. Die Häufigkeit einzigartiger, schwerwiegender unerwünschter Reaktionen betrug ≤1 Prozent.

Zukunftsbezogene Aussagen

Bei bestimmten Aussagen in dieser Pressemitteilung handelt es sich um zukunftsbezogene Aussagen, darunter in Bezug auf das Potenzial von ADCETRIS plus CHP, das Behandlungsparadigma für Patienten mit PTCL zu ändern, und die Möglichkeit, dass Takeda die Zulassung für ADCETRIS plus CHP für PTCL in Gebieten außerhalb der USA beantragt. Die tatsächlichen Ergebnisse oder Entwicklungen können wesentlich von den in diesen zukunftsbezogenen Aussagen vorhergesagten oder implizierten Ergebnissen oder Entwicklungen abweichen. Zu den Faktoren, die zu derartigen Abweichungen führen können, gehören beispielsweise die Verwendung und Akzeptanz des zugelassenen Behandlungsschemas durch verschreibende Ärzte, Verfügbarkeit und Umfang der Kostenerstattung, das Risiko von unerwünschten Ereignissen und nachteiligen regulatorischen Maßnahmen. Weitere Informationen über die Risiken und Unwägbarkeiten für Seattle Genetics sind unter der Überschrift „Risk Factors“ (Risikofaktoren) im Quartalsbericht des Unternehmens auf Formblatt 10-Q für das am 30. September 2018 beendete Quartal enthalten, der bei der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde SEC eingereicht wurde. Seattle Genetics lehnt jegliche Absicht oder Verpflichtung zur Aktualisierung oder Überarbeitung zukunftsbezogener Aussagen infolge neuer Informationen, zukünftiger Ereignisse oder sonstiger Gründe ab, außer wenn dies gesetzlich vorgeschrieben ist.

Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.


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