Social Freezing - immer mehr Unternehmen bieten es an

(26.03.2015, Pharma-Zeitung.de) Die langfristige Einlagerung von Eizellen ist für Frauen eine bedeutende Chance auf Nachwuchs trotz widriger, körperlicher Umstände. Mit Seracell startet nun auch ein deutsches Unternehmen im Bereich des Social Freezings, bei dem die Eizellen auf extrem kalter Temperatur gelagert werden. Entscheidend für diesen wichtigen Schritt war jedoch nicht nur die Notwendigkeit des Social Freezings, sondern auch die Vorbereitung der gesamten Unternehmensgruppe. Dass Seracell schon durch seine Dienstleistungen rund um die Einlagerung von Nabelschnurblut einen guten Namen hat, erleichterte die Zusammenkunft des Unternehmens mit Kinderwunschzentren. Nachdem auch die Behörden keinerlei Einwand gegen die aufwendige Prozedur hatten und sich Seracell technologisch ausreichend ausgestattet hatte, stand dem Vorhaben nichts mehr im Wege.

Eizellbank und Kryolager entstehen in Rostock

Seracell stützt sich für die Lagerung der Eizellen auf ein spezielles Lagergebäude, das den Bedürfnissen der Eizelllagerung entsprechend optimiert und umgebaut wird. Somit schafft sich Seracell in Rostock eine solide Basis für das Social Freezing und wird künftig bundesweit tätig sein. Das Lager für die konservierten Eizellen besteht bereits seit einigen Jahren, wird jedoch zur Aufbewahrung von Stammzellen aus dem Nabelschnurblut genutzt. Da sich die Anforderungen von Stammzellen und Eizellen ein wenig unterscheiden, braucht es neue Technologien. Alle Veränderung wird Seracell jedoch schon 2015 abgeschlossen haben und noch im gleichen Jahr in den Markt des Social Freezing einsteigen.

Das Einfrieren von Eizellen geschieht auf einer Temperatur von -196 Grad Celsius. Dieser Schritt, auch Kryokonservierung genannt, sichert die Funktionsfähigkeit der Eizellen auch zu einem Jahre späteren Entnahmezeitpunkt und ermöglicht Frauen so die Realisierung ihres Kinderwunsches. Gerade Frauen, die aus verschiedenen Gründen von dauerhafter Unfruchtbarkeit betroffen sind, können sich so ihren Wunsch vom leiblichen Kind erfüllen. Während diese Praxis lange Zeit nur für Krebspatientinnen gedacht war, entwickelte sich das Social Freezing in den vergangenen Jahren zu einer immer beliebteren Möglichkeit. Auch ohne medizinisch triftigen Grund haben Frauen immer häufiger den Wunsch nach der Konservierung ihrer Eizellen. Ein Grund hierfür ist vor allem der Wandel der Gesellschaft. Während vor einigen Jahren Frauen zwischen 25 und 32 Mutter wurden, verlagern sich die Möglichkeiten und Interessen der Gesellschaft auf deutlich spätere Zeitpunkte. Um nicht an der Qualität der Eizellen, die bei einer etwa 40-jährigen Frau schon deutlich unter dem Niveau einer 25-jährigen Frau liegt, zu scheitern, erfolgt die Kryokonservierung als Vorsorgemaßnahme. Frauen, die sich dann mit vierzig Jahren für ein Kind entscheiden, können auf Eizellen zurückgreifen, die deutlich weniger anfällig sind.

Gründe für das Social Freezing

Nicht nur die gesellschaftlichen Veränderungen tragen dazu bei, die Kryokonservierung von Eizellen zu ermöglichen. Auch gesundheitliche Gründe, die Frauen vor eine mögliche Unfruchtbarkeit stellen, sind ein guter Grund für die Inanspruchnahme dieser Leistung. Allen Krankheitsbildern voran bedroht besonders der Krebs die Fruchtbarkeit einer Frau. In Zeiten steigender Erkrankungszahlen von Gebärmutterhalskrebs sichern sich Frauen daher gerne schon vorzeitig ab. Doch auch im Akutfall ist es möglich, vor einer Operation Eizellen zu entnehmen und zu konservieren.

Die eigenen Eizellen können später nicht nur im Körper der Patientin verwendet werden, sondern auch die Inanspruchnahme einer Leihmutter ermöglichen. Frauen müssen dann nicht auf fremde Eizellen zurückgreifen, sondern profitieren vom guten Gefühl, etwas „eigenes“ beisteuern zu können. Auch hormonelle und andere körperliche Grunderkrankungen können die Fruchtbarkeit nachhaltig beeinflussen und sich im Laufe der Jahre verschlimmern. Für betroffene Frauen stellt die Kryokonservierung also eine große Chance dar. Die psychische Belastungssituation kann sich somit für viele Patientinnen zum Besseren wenden.

Der Ablauf des Social Freezing

Die Entnahme der Eizellen erfolgt in der Praxis eines Arztes. Er wird etwa zehn bis zwanzig Eizellen entnehmen. Entscheidend für den späteren Erfolg dieser Maßnahme ist die Entnahme der Eizellen zu einem recht frühen Zeitpunkt. Je jünger die Frau bei der Entnahme ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, mit den entnommenen Eizellen eine intakte Schwangerschaft herstellen zu können. Nach der Entnahme erfolgt die sogenannte Vitrifikation, das Tiefgefrieren der Eizellen. Ein Vergleich zeigt die Sinnhaftigkeit des Social Freezings auf: Mit einst eingefrorenen Eizellen liegt die Wahrscheinlichkeit einer intakten Schwangerschaft bei etwa 80 bis 90 Prozent. Frauen, die im fortgeschrittenen Alter ohne Vitrifikation schwanger werden möchten, haben oft nur noch Chancen von etwa zehn Prozent.

Seracell – Ein Unternehmensprofil

Die Gründung von Seracell erfolgte im Jahr 2002 an der Universität in Rostock. Das Unternehmen, das sich intensiv mit der Stammzelltechnologie und Gewebetechnologie befasst, greift auf ein besonders großes Wissensspektrum zurück. Bisherige Haupttätigkeit von Seracell war es, Stammzellen aus dem Nabelschnurblut neugeborener Babys zu isolieren und zu konservieren. Bei späteren Erkrankungen wie beispielsweise Leukämie stehen die Heilungschancen dank eigener Stammzellen besonders gut. Heute arbeiten über 750 Kliniken mit Geburtsstationen mit Seracell zusammen und ermöglichen jungen Eltern diese Gesundheitsvorsorge für das eigene Kind. Nebst der Stammzellen werden künftig auch die konservierten Eizellen im Rostocker Lager zu finden sein.

Informationsquelle für diesen Artikel:
http://www.seracell.de/stammzellen
http://www.focus.de/familie/geburt/nabelschnurblut/heilung-aus-der-nabelschnur-stammzellen_id_2319378.html


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Eine erfolgreich befruchtete Eizelle dank Social Freezing. (Quelle: bellezza87 (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)
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