Studie zeigt: Hälfte der Brustkrebspatientinnen im Frühstadium können wohlbehalten Chemotherapie vermeiden

(19.03.2013, Pharma-Zeitung.de) IRVINE, Kalifornien (USA) & AMSTERDAM - Copyright by Business Wire - Agendia

MammaPrint-Test liefert bei erster prospektiver, ergebnisorientierter Studie akkurate Vorhersagen für Rückfälle bei Brustkrebs

Durch den Brustkrebstest MammaPrint kann die Anzahl von Frauen, die sich zur Behandlung der Erkrankung einer Chemotherapie unterziehen müssen, dramatisch reduziert werden, heißt es in einer vor Kurzem veröffentlichten Studie.

Die prospektive, ergebnisorientierte Studie mit 427 Brustkrebspatientinnen zeigte, dass durch den Genomtest, bei dem 70 Hauptgene analysiert werden, genau bestimmt werden kann, welche Patientinnen einem geringen Risiko eines Brustkrebs-Rückfalls ausgesetzt sind und daher ohne Gefahr auf eine Chemotherapie verzichten können.

Von den 219 Patientinnen in der fünfjährigen Studie, bei denen im MammaPrint-Test festgestellt wurde, dass für sie ein „geringes Risiko“ besteht, entschieden sich 85 Prozent gegen die Chemotherapie. Von diesen Patientinnen waren 97 Prozent nach fünf Jahren krankheitsfrei. Von den 208 Patientinnen, für die ein „hohes Risiko“ festgestellt wurde, entschieden sich 81 Prozent für eine Chemotherapie, und 91 Prozent waren nach fünf Jahren krankheitsfrei.

„MammaPrint unterteilte die Patientinnen auf der Grundlage einer Prognose für das Wiederauftreten der Erkrankung korrekt in die Kategorien Geringes und Hohes Risiko“, sagte Prof. S.C. Linn, M.D., Leiter der Studie. „Die in der Studie gewonnenen Ergebnisdaten bestätigten, dass es für die Patientinnen mit geringem Risiko sicher ist, sich gegen eine Chemotherapie zu entscheiden und ihre Ergebnisse immer noch ausgezeichnet sind.“

Die Ergebnisse der Peer-reviewed-Studie mit dem Titel MicroarRAy PrognoSTics in Breast CancER (oder RASTER), durchgeführt in 16 lokalen Kliniken in den Niederlanden, wurden online vom International Journal of Cancer publiziert und werden später in der Printausgabe des Journals erscheinen.

Die RASTER-Studie wird von ihren Koautoren als einmalig angesehen, da dies die erste und einzige Studie ist, bei der die Qualität eines Genomtests für Brustkrebs prospektiv durch Nutzung von Ergebnisdaten ausgewertet wird – in diesem Fall fünf Jahre lang durch Nachuntersuchungen der Patientinnenkohorte.

„Die Studie zeigte, dass durch das Einbeziehen der Ergebnisse von MammaPrint in die traditionellen klinischen Parameter weit weniger Frauen eine Chemotherapie brauchen. So können sie die Nebenwirkungen und die Toxizität der Behandlung umgehen, von denen einige permanent und kräftezehrend sein können“, sagte die Brustchirurgin Alison Laidley, M.D., FACS bei Texas Breast Specialists, Texas Oncology (Dallas).

Die Studie ergab ferner, dass mit MammaPrint für 30 Prozent mehr Patientinnen ein geringes Risiko ermittelt werden konnte als mit traditionellen klinischen Parametern wie Tumorgröße, Grad, Alter der Patientin und Lymphknotenstatus, die in den USA häufig für die Bestimmung des Risikos für einen Rückfall verwendet werden. MammaPrint ist eine Krebsuntersuchung von 70 Genen, die sowohl bei frischem als auch bei FFPE-Tumor-Gewebe durchgeführt wird und von Agendia entwickelt wurde.

„Von den für Brustkrebs kommerziell erhältlichen prognostischen Tests ist dies die erste und einzige prospektive Validierung, bei der Ergebnisdaten einbezogen werden“, sagte David Macdonald, CEO von Agendia, dem Unternehmen, das den MammaPrint-Test entwickelt hat und ihn anbietet. „MammaPrint kann bei praktisch allen Patientinnen mit Brustkrebs in der Frühphase angewendet werden, nicht nur bei solchen mit bestimmten Krankheitsmerkmalen – wie es bei anderen Tests der Fall ist, die auf einen bestimmten Status der Rezeptoren und Lymphknoten begrenzt sind. Schließlich kommen die Ergebnisse von MammaPrint dem Arzt oder der Ärztin zugute, da allen Patientinnen eindeutig ein hohes oder geringes Risiko zugeordnet werden kann, womit die Ungewissheit durch ungenauere Ergebnisse entfällt, die bei anderen Genomtestmethoden berichtet werden.“

Über MammaPrint:

MammaPrint ist die erste und einzige von der FDA genehmigte IVDMIA-Untersuchung zu Rückfällen bei Brustkrebs. Das einzigartige 70-Gen-Profil von MammaPrint bietet die beispiellose Möglichkeit, zu ermitteln, für welche Brustkrebs-Patientinnen in der Frühphase nach einer Operation das Risiko eines späteren Wiederauftretens besteht, unabhängig vom Östrogenrezeptorstatus und früheren Behandlungen. Anders als Genomtests früherer Generationen analysiert MammaPrint sämtliche entscheidenden molekularen Signalwege, die Teil der metastatischen Kaskade sind. 70 entscheidende Gene, die ein eindeutiges Genexpressionsprofil bilden, werden dabei analysiert – mehr als das Dreifache der in Tests früherer Generationen analysierten Anzahl von Genen – und die Patientinnen werden in zwei verschiedene Gruppen unterteilt: geringes oder hohes Risiko für einen späteren Rückfall. Bei MammaPrint gibt es keine Zwischenergebnisse.

Über Agendia:

Agendia ist ein führendes Molekulardiagnostik-Unternehmen, das FFPE-basierte Genomdiagnoseprodukte entwickelt und vermarktet, um Ärzte bei ihren komplexen Behandlungsentscheidungen zu unterstützen. Die Symphony-Suite für Brustkrebs von Agendia wurde mit einer ergebnisoffenen Genselektion entwickelt, wobei das komplette menschliche Genom analysiert wurde, um zu 100 Prozent definitive Ergebnisse für Krebspatientinnen zu gewährleisten. Symphony schließt MammaPrint ein, die erste und einzige von der FDA genehmigte IVDMIA-Untersuchung des Wiederauftretens von Brustkrebs, sowie BluePrint™, eine Molekular-Subtypisierungsuntersuchung, TargetPrint®, eine ER/PR/HER2-Expressionsanalyse, sowie TheraPrint®, eine Analyse zur Auswahl von Therapiealternativen. Zusammen unterstützen diese Tests Ärzte dabei, das individuelle Risiko einer Patientin für Metastasen zu bestimmen, festzustellen, welche Patientinnen von Chemo-, Hormon- oder Kombinationstherapien profitieren werden, und welche Patientinnen keine dieser Behandlungen benötigen und stattdessen mit weniger anstrengenden und kostenaufwendigen Methoden behandelt werden können.

Zusätzlich zur Testsuite Symphony entwickelt Agendia eine Vielzahl von Genomprodukten. Das Unternehmen kooperiert mit Pharmaunternehmen, leitet Krebszentren und akademische Gruppen bei der Entwicklung begleitender Diagnosetests im Bereich der Onkologie und ist ein wichtiger Partner der Studien ISPY-2 und MINDACT. Weitere Informationen finden Sie unter www.agendia.com.

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