Takeda präsentiert Ergebnisse aus der Phase-3-Studie ALTA-1L, die die intrakranielle Wirksamkeit von ALUNBRIG® (Brigatinib) gegenüber Crizotinib in der Erstlinientherapie beim ALK-positiven...

(20.10.2018, Pharma-Zeitung.de) CAMBRIDGE, Massachusetts (USA) und OSAKA (Japan) - Copyright by Business Wire - Takeda Pharmaceutical Company Limited

Takeda präsentiert Ergebnisse aus der Phase-3-Studie ALTA-1L, die die intrakranielle Wirksamkeit von ALUNBRIG® (Brigatinib) gegenüber Crizotinib in der Erstlinientherapie beim ALK-positiven, fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkrebs hervorheben

Bei Patienten mit Hirnmetastasen zu Studienbeginn reduzierte ALUNBRIG das Risiko der Progression im Gehirn oder des Todes um 73 Prozent

Daten zur intrakraniellen Wirksamkeit untermauern die Überlegenheit von ALUNBRIG gegenüber Crizotinib in der Erstlinientherapie

Die Daten werden in einer Posterdiskussion auf dem Kongress der European Society for Medical Oncology 2018 am Freitag, den 19. Oktober, vorgestellt

Takeda Pharmaceutical Company Limited (TSE: 4502) gab heute bekannt, dass die Daten zur intrakraniellen Wirksamkeit aus der Phase-3-Studie ALTA-1L (ALK in Lung Cancer Trial of BrigAtinib in 1st Line) ein verbessertes intrakranielles progressionsfreies Überleben (PFS) und eine verbesserte intrakranielle objektive Ansprechrate (ORR) bei ALUNBRIG (Brigatinib) im Vergleich zu Crizotinib bei Patienten mit Anaplastische-Lymphomkinase-positivem (ALK+) nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) zeigten. Die Daten für diese sekundären Endpunkte werden in einer Posterdiskussion auf dem Kongress der European Society for Medical Oncology (ESMO) 2018 am Freitag, den 19. Oktober um 14.00 Uhr MEZ in München vorgestellt. Diese Ergebnisse sprechen abermals für den Einsatz von ALUNBRIG als potenzielle Behandlung für Erwachsene mit ALK+ lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC, die keine vorherige Behandlung mit einem ALK-Inhibitor erhalten haben. ALUNBRIG ist derzeit nicht als Erstlinientherapie bei fortgeschrittenem ALK+ NSCLC zugelassen.

„Der ALK+ NSCLC metastasiert häufig ins Gehirn und daher sind Optionen, die sowohl eine Wirkung im Gehirn als auch eine systemische Wirksamkeit eindeutig nachweisen, für Ärzte und deren Patienten wichtig“, sagte Sanjay Popat, PhD, FRCP, Medical Oncologist, Royal Marsden Hospital. „Die ALTA-1L-Studie zeigte, dass die Behandlung mit Brigatinib das Fortschreiten der Erkrankung im Gehirn im Vergleich zu Crizotinib signifikant verzögert, und wir freuen uns darauf, die medizinische Fachwelt auf der ESMO über die klinischen Nachweise zu informieren.“

Die erste Zwischenanalyse der ALTA-1L-Studie verzeichnete eine signifikante Verbesserung des intrakraniellen PFS mit ALUNBRIG im Vergleich zu Crizotinib bei der Intention to Treat Population (ITT) (Hazard Ratio[HR]: 0,42, 95% Konfidenzintervall [KI]: 0,24 bis 0,70; Log-Rank P=0,0006) und der Population mit Hirnmetastasen zu Studienbeginn (HR: 0,27, 95% KI: 0,13 bis 0,54; Log-Rank P<0,0001). Bei Patienten mit Hirnmetastasen zu Studienbeginn reduzierte ALUNBRIG das Risiko der Progression im Gehirn oder des Todes um 73 Prozent. Das Ergebnis zum intrakraniellen PFS bei Patienten ohne Hirnmetastasen zu Studienbeginn ist zum Zeitpunkt dieser ersten Zwischenanalyse noch nicht ausgereift.

Die Behandlung mit ALUNBRIG zeigte zudem eine verbesserte intrakranielle ORR im Vergleich zu Crizotinib. Von den Patienten mit messbaren Hirnmetastasen zu Studienbeginn erreichten 78 Prozent eine bestätigte intrakranielle OR im ALUNBRIG-Arm gegenüber 29 Prozent im Crizotinib-Arm. Bei Patienten mit nicht messbaren Hirnmetastasen zu Studienbeginn erreichten 67 Prozent eine bestätigte intrakranielle OR im ALUNBRIG-Arm gegenüber 17 Prozent im Crizotinib-Arm.

Darüber hinaus wurde mit ALUNBRIG im Vergleich zu Crizotinib sowohl die Progression im Zentralnervensystem (ZNS) (ohne vorherige systemische Progression) als auch die systemische Progression (ohne vorherige ZNS-Progression) signifikant verzögert. Zu Studienbeginn vorliegende Faktoren im Zusammenhang mit dem ZNS, wie der Anteil der Patienten mit Hirnmetastasen zu Studienbeginn, die mittlere Anzahl der Hirnmetastasen und die vorherige Bestrahlung des Gehirns, einschließlich des Typs, waren bei den Patienten in den beiden Studienarmen ausgeglichen. Das Sicherheitsprofil von ALUNBRIG in der ALTA-1L-Studie entsprach im Allgemeinen den bestehenden US-amerikanischen Verschreibungsinformationen.

„Eine ZNS-Erkrankung ist eine erhebliche Belastung für Patienten mit ALK+ NSCLC“, sagte David Kerstein, MD, Global Clinical Lead for Brigatinib and Lung Cancer Clinical Portfolio Strategy Lead, Takeda. „Diese zusätzlichen Ergebnisse zur intrakraniellen Wirksamkeit aus der ALTA-1L-Studie bauen auf der Wirkung auf, die zuvor für mit ALUNBRIG behandelte Patienten mit Hirnmetastasen nach einer vorangegangenen Crizotinib-Behandlung berichtet wurde, und zeigen, dass Takeda sich für eine Forschung einsetzt, mit der die Ergebnisse für Menschen mit einer solch schweren Krankheit verbessert werden.“

Diese Daten ergänzen die Ergebnisse, die vor Kurzem auf dem Presidential Symposium auf der 19. World Conference on Lung Cancer (WCLC) der International Association for the Study of Lung Cancer (IASLC) vorgestellt wurden. Diese hatten gezeigt, dass gemäß Beurteilung eines Blinded Independent Review Committee die Behandlung mit ALUNBRIG im Vergleich zu Crizotinib zu einem besseren PFS führte, was einer Verringerung des Risikos der Krankheitsprogression oder des Todes um 51 Prozent entspricht (HR: 0,49, 95% KI: 0,33-0,74]; Log-Rank P=0,0007).

Bei 61 % der Patienten im Brigatinib-Arm und 55 % der Patienten im Crizotinib-Arm traten therapiebedingte Nebenwirkungen mit Schweregrad 3 bis 5 auf. Die häufigsten Nebenwirkungen bei Brigatinib mit Schweregrad 3 oder höher waren eine erhöhte Blutkreatin-Phosphokinase (16 %), eine erhöhte Lipase (13 %), Bluthochdruck (10 %) und eine erhöhte Amylase (5%); bei Crizotinib waren es eine erhöhte Alanin-Aminotransferase (9 %), eine erhöhte Aspartat-Aminotransferase (6 %) und eine erhöhte Lipase (5 %).

Über die ALTA-1L-Studie

Bei der Phase-3-Studie ALTA-1L (ALK in Lung Cancer Trial of BrigAtinib in 1st Line) zu ALUNBRIG bei Erwachsenen handelt es sich um eine weltweit durchgeführte, laufende, randomisierte, offene, vergleichende Multicenterstudie, in die 275 Patienten mit ALK-positivem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC aufgenommen wurden, die nicht mit einem ALK-Inhibitor vorbehandelt waren. Die Patienten erhielten entweder einmal täglich 180 mg ALUNBRIG nach einer siebentägigen Einführungsphase mit einmal täglich 90 mg oder zweimal täglich 250 mg Crizotinib. Der primäre Endpunkt war das von einem Blinded Independent Review Committee (BIRC) beurteilte progressionsfreie Überleben (PFS). Zu den sekundären Endpunkten gehörten die objektive Ansprechrate (Objective Response Rate, ORR) gemäß RECIST v1.1, die intrakranielle ORR, das intrakranielle PFS, das Gesamtüberleben (Overall Survival, OS) sowie die Sicherheit und Verträglichkeit. Um den Nachweis einer mindestens sechsmonatigen PFS-Verbesserung gegenüber Crizotinib erbringen zu können, sind insgesamt etwa 198 PFS-Ereignisse für die endgültige Analyse des primären Endpunkts geplant. Das Studiendesign sieht die Durchführung von zwei vorgegebenen Zwischenanalysen zum primären Endpunkt vor – eine bei ca. 50 Prozent der geplanten PFS-Ereignisse und eine bei ca. 75 Prozent der geplanten PFS-Ereignisse.

Über ALK-positiven NSCLC

Der nicht-kleinzellige Lungenkrebs (NSCLC) ist die häufigste Form des Lungenkrebses. Auf ihn entfallen etwa 85 Prozent der geschätzten 1,8 Millionen neuen Fälle von Lungenkrebs, die laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jedes Jahr weltweit diagnostiziert werden. Genetische Untersuchungen ergaben Hinweise darauf, dass bei einer Untergruppe von NSCLC-Patienten chromosomale Neuordnungen mit Auswirkung auf die anaplastische Lymphomkinase (ALK) eine wichtige Rolle spielen. Etwa drei bis fünf Prozent der Patienten mit metastasiertem NSCLC weisen eine Neuordnung im ALK-Gen auf.

Takeda sieht es als seine Aufgabe an, die Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen zum NSCLC fortzusetzen, um die Lebensqualität der weltweit etwa 40.000 Patienten, bei denen jedes Jahr diese schwere und seltene Form des Lungenkrebses diagnostiziert wird, zu verbessern.

Über ALUNBRIG® (Brigatinib)

ALUNBRIG ist ein gezieltes Krebsmedikament, entdeckt von ARIAD Pharmaceuticals, Inc., das im Februar 2017 von Takeda übernommen wurde. Im April 2017 erhielt ALUNBRIG von der U.S. Food and Drug Administration (FDA) die Accelerated Approval für Patienten mit metastasierendem ALK+ NSCLC bei einer Progression während der Behandlung mit Crizotinib oder bei einer Unverträglichkeit von Crizotinib. Diese Indikation ist gemäß Accelerated Approval auf der Grundlage der Tumoransprechrate und Ansprechdauer zugelassen. Die weitere Zulassung dieser Indikation kann von der Überprüfung und Beschreibung des klinischen Nutzens in einer Bestätigungsstudie abhängig gemacht werden. Im Juli 2018 genehmigte Health Canada ALUNBRIG für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit metastasierendem ALK+ NSCLC, die bei der Behandlung mit einem ALK-Hemmer (Crizotinib) eine Progression während der Behandlung mit Crizotinib verzeichneten oder eine Unverträglichkeit gegenüber Crizotinib aufwiesen. Die Zulassungen von ALUNBRIG durch die FDA und Health Canada basierten in erster Linie auf den Ergebnissen der zulassungsrelevanten Phase-2-Studie ALTA (ALK in Lung Cancer Trial of AP26113).

ALUNBRIG erhielt von der FDA die Breakthrough Therapy Designation für die Behandlung von Patienten mit ALK+ NSCLC, deren Tumore gegen Crizotinib resistent sind, und erhielt von der FDA die Orphan Drug Designation für die Behandlung von ALK+ NSCLC, ROS1+ und EGFR+ NSCLC.

Das klinische Entwicklungsprogramm zu Brigatinib unterstreicht erneut das anhaltende Streben von Takeda, innovative Therapien für Menschen mit ALK-positivem NSCLC in aller Welt und die Gesundheitsfachkräfte, die sie behandeln, zu entwickeln. Zu dem vollständigen Studienprogramm gehören die folgenden klinischen Prüfungen:

  • Phase-1/2-Studie zur Prüfung der Sicherheit, Verträglichkeit, Pharmakokinetik und vorläufigen Antitumorwirkung von ALUNBRIG
  • Pivotale Phase-2-Studie ALTA zur Prüfung der Wirksamkeit und Sicherheit von ALUNBRIG für zwei Dosierungsschemata bei Patienten mit ALK-positivem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC, die Krankheitsprogression unter Crizotinib-Therapie zeigten
  • Phase-3-ALTA-1L, eine globale randomisierte Studie zur Prüfung der Wirksamkeit und Sicherheit von ALUNBRIG im Vergleich zu Crizotinib bei Patienten mit ALK-positivem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC ohne Vorbehandlung mit einem ALK-Inhibitor
  • Einarmige, multizentrische Phase-2-Studie mit japanischen Patienten mit ALK-positivem NSCLC mit Schwerpunkt auf Patienten, die eine Krankheitsprogression unter Alectinib-Therapie zeigten
  • Globale einarmige Phase-2-Studie zur Prüfung von ALUNBRIG bei Patienten mit fortgeschrittenem ALK-positivem NSCLC, die eine Krankheitsprogression unter Alectinib- oder Ceritinib-Therapie zeigten
  • Globale randomisierte Phase-3-Studie zur Prüfung der Wirksamkeit und Sicherheit von ALUNBRIG im Vergleich zu Alectinib bei Patienten mit ALK-positivem NSCLC, die eine Krankheitsprogression unter Crizotinib-Therapie zeigten

Weitere Informationen zu den klinischen Studien mit Brigatinib finden Sie unter www.clinicaltrials.gov.

WICHTIGE SICHERHEITSINFORMATIONEN (USA)

WARN- UND VORSICHTSHINWEISE

Interstitielle Lungenerkrankung (ILD)/Pneumonitis: Schwere, lebensbedrohliche und tödliche Lungennebenwirkungen im Sinne einer interstitiellen Lungenerkrankung (ILD)/Pneumonitis sind unter der Einnahme von ALUNBRIG aufgetreten. In der Studie ALTA (ALTA) trat eine ILD/Pneumonitis bei 3,7 Prozent der Patienten in der 90-mg-Gruppe (90 mg einmal täglich) und 9,1 Prozent der Patienten in der 90→180-mg-Gruppe (180 mg einmal täglich mit einer 7-tägigen Einführungsphase mit 90 mg einmal täglich) auf. Die Nebenwirkungen im Sinne einer möglichen ILD/Pneumonitis traten früh (innerhalb von 9 Tagen nach Einleitung der Behandlung mit ALUNBRIG; medianer Beginn: 2 Tage) bei 6,4 Prozent der Patienten auf, wobei Nebenwirkungen 3. und 4. Grades bei 2,7 Prozent beobachtet wurden. Patienten sind hinsichtlich des Neuauftretens oder der Verschlechterung von Atembeschwerden (z. B. Atemnot, Husten etc.) zu überwachen, insbesondere während der ersten Woche nach Einleitung der Behandlung mit ALUNBRIG. Die Behandlung mit ALUNBRIG ist bei allen Patienten mit neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Atembeschwerden auszusetzen und eine Abklärung hinsichtlich ILD/Pneumonitis oder anderer Ursachen der Atembeschwerden (z. B. Lungenembolie, Tumorprogression und infektiöse Pneumonie) muss umgehend erfolgen. Bei ILD/Pneumonitis 1. oder 2. Grades entweder die Behandlung mit ALUNBRIG mit reduzierter Dosis nach Erholung bis zum Ausgangszustand wiederaufnehmen oder ALUNBRIG dauerhaft absetzen. Bei ILD/Pneumonitis 3. oder 4. Grades oder Rezidiv der ILD/Pneumonitis 1. oder 2. Grades ist ALUNBRIG dauerhaft abzusetzen.

Hypertonie: In der ALTA-Studie wurde über Hypertonie bei 11 Prozent der Patienten in der 90-mg-Gruppe, die ALUNBRIG erhielten, und 21 Prozent der Patienten in der 90→180-mg-Gruppe berichtet. Hypertonie 3. Grades trat insgesamt bei 5,9 Prozent der Patienten auf. Vor Beginn der Behandlung mit ALUNBRIG ist eine Kontrolle des Blutdrucks erforderlich. Während der Behandlung mit ALUNBRIG ist der Blutdruck nach zwei Wochen und danach mindestens einmal im Monat zu überwachen. Beim Auftreten einer Hypertonie 3. Grades trotz optimaler antihypertensiver Therapie ist die Behandlung mit ALUNBRIG auszusetzen. Bei Normalisierung des Blutdrucks oder Verbesserung auf Schweregrad 1 ist die Behandlung mit ALUNBRIG mit einer geringeren Dosis wieder aufzunehmen. Bei Hypertonie 4. Grades oder Wiederauftreten einer Hypertonie 3. Grades ist das dauerhafte Absetzen der Behandlung mit ALUNBRIG zu erwägen. Bei Verabreichung von ALUNBRIG in Kombination mit Antihypertensiva, die eine Bradykardie verursachen, ist Vorsicht angezeigt.

Bradykardie: Bei der Verabreichung von ALUNBRIG kann eine Bradykardie auftreten. In der ALTA-Studie fanden sich Herzfrequenzen von weniger als 50 Schlägen pro Minute bei 5,7 Prozent der Patienten in der 90-mg-Gruppe und 7,6 Prozent der Patienten in der 90→180-mg-Gruppe. Eine Bradykardie 2. Grades trat bei 1 (0,9 %) Patienten in der 90-mg-Gruppe auf. Während der Behandlung mit ALUNBRIG sind die Herzfrequenz und der Blutdruck zu überwachen. Lässt sich die gleichzeitige Behandlung mit einem Medikament, das bekanntermaßen eine Bradykardie verursachen kann, nicht vermeiden, sind die Patienten engmaschiger zu überwachen. Bei symptomatischer Bradykardie ist die Behandlung mit ALUNBRIG auszusetzen und die Begleitmedikation auf Wirkstoffe zu überprüfen, die bekanntermaßen eine Bradykardie verursachen können. Wenn eine Begleitmedikation, die bekanntermaßen eine Bradykardie verursachen kann, erkannt und abgesetzt oder in der Dosierung angepasst wurde, ist die Behandlung mit ALUNBRIG nach Abklingen der symptomatischen Bradykardie in derselben Dosierung wieder aufzunehmen; andernfalls ist die ALUNBRIG-Dosis nach Abklingen der symptomatischen Bradykardie zu reduzieren. Bei lebensbedrohlicher Bradykardie ist ALUNBRIG abzusetzen, wenn keine mitverantwortliche Begleitmedikation gefunden wird.

Sehstörungen: In der ALTA-Studie wurden Nebenwirkungen berichtet, die zu Sehstörungen, darunter Verschwommensehen, Doppeltsehen und herabgesetzte Sehschärfe führen, dies bei 7,3 Prozent der mit ALUNBRIG behandelten Patienten in der 90-mg-Gruppe und bei 10 Prozent der Patienten in der 90→180-mg-Gruppe. Ein Makulaödem 3. Grades und Katarakt traten bei jeweils einem Patient in der 90→180-mg-Gruppe auf. Patienten sind darauf hinzuweisen, Sehbeschwerden zu berichten. Bei Auftreten neuer oder Verschlechterung bestehender Sehbeschwerden 2. oder höheren Grades ist die Behandlung mit ALUNBRIG auszusetzen und ein augenärztliches Konsil einzuholen. Bei Abklingen von Sehbeschwerden 2. oder 3. Grades auf Grad 1 oder Ausgangswert ist die Behandlung mit ALUNBRIG in einer geringeren Dosis wieder aufzunehmen. Bei Auftreten von Sehstörungen 4. Grades ist die Behandlung mit ALUNBRIG abzubrechen.

Creatinphosphokinase (CPK)-Erhöhung: In der ALTA-Studie trat bei 27 Prozent der Patienten mit ALUNBRIG-Behandlung in der 90-mg-Gruppe und 48 Prozent der Patienten in der 90→180-mg-Gruppe eine Erhöhung der Creatinphosphokinase (CPK) auf. Die Inzidenz einer CPK-Erhöhung 3. oder 4. Grades betrug 2,8 Prozent in der 90-mg-Gruppe und 12 Prozent in der 90→180-mg-Gruppe. Eine Dosisreduktion wegen CPK-Erhöhung erfolgte bei 1,8 Prozent der Patienten in der 90-mg-Gruppe und bei 4,5 Prozent in der 90→180-mg-Gruppe. Patienten sind darauf hinzuweisen, unerklärliche Muskelschmerzen, -empfindlichkeit oder -schwäche zu berichten. Während der ALUNBRIG-Behandlung ist der CPK-Spiegel zu überwachen. Die Behandlung mit ALUNBRIG ist bei CPK-Erhöhungen 3. oder 4. Grades auszusetzen. Bei Normalisierung oder Absinken auf Grad 1 oder Ausgangswert ist die Behandlung mit ALUNBRIG mit derselben oder einer reduzierten Dosis wieder aufzunehmen.

Erhöhung der Pankreasenzyme: In der ALTA-Studie fand sich eine Amylase-Erhöhung bei 27 Prozent der Patienten in der 90-mg-Gruppe und 39 Prozent der Patienten in der 90→180-mg-Gruppe. Lipase-Erhöhungen traten bei 21 Prozent der Patienten in der 90-mg-Gruppe und 45 Prozent der Patienten in der 90→180-mg-Gruppe auf. Amylase-Erhöhungen 3. oder 4. Grades fanden sich bei 3,7 Prozent der Patienten in der 90-mg-Gruppe und bei 2,7 Prozent der Patienten in der 90→180-mg-Gruppe. Lipase-Erhöhungen 3. oder 4. Grades traten bei 4,6 Prozent der Patienten in der 90-mg-Gruppe und bei 5,5 Prozent der Patienten in der 90→180-mg-Gruppe auf. Während der Behandlung mit ALUNBRIG sind die Lipase- und Amylase-Werte zu überwachen. Die Behandlung mit ALUNBRIG ist bei Pankreasenzymerhöhung 3. oder 4. Grades auszusetzen. Bei Normalisierung oder Absinken auf Grad 1 oder Ausgangswert ist die Behandlung mit ALUNBRIG mit derselben oder einer reduzierten Dosis wieder aufzunehmen.

Hyperglykämie: In der ALTA-Studie wurden bei 43 Prozent der Patienten, die ALUNBRIG erhielten, das Neuauftreten oder die Verschlechterung einer Hyperglykämie beobachtet. Eine Hyperglykämie 3. Grades, bestimmt durch Laboruntersuchung des Nüchtern-Blutzuckerwertes im Serum, trat bei 3,7 Prozent der Patienten auf. Bei zwei von 20 (10 %) Patienten mit Diabetes oder Glukoseintoleranz bei Studienbeginn musste eine Insulinbehandlung unter der ALUNBRIG-Behandlung eingeleitet werden. Vor Beginn der ALUNBRIG-Behandlung ist der Nüchtern-Blutzuckerwert im Serum zu bestimmen und danach in regelmäßigen Abständen zu überwachen. Bei Bedarf ist eine Behandlung mit blutzuckersenkenden Medikamenten einzuleiten oder zu optimieren. Wenn trotz optimaler Therapie eine ausreichende Kontrolle von Hyperglykämien nicht erreicht werden kann, ist die ALUNBRIG-Behandlung auszusetzen bis eine ausreichende Kontrolle von Hyperglykämien erreicht ist. Eine Reduktion der ALUNBRIG-Dosis oder ein dauerhaftes Absetzen von ALUNBRIG ist zu erwägen.

Embryofetale Toxizität: Der Wirkmechanismus und Beobachtungen bei Tieren sprechen dafür, dass ALUNBRIG bei Anwendung in der Schwangerschaft Schädigungen des Ungeborenen auslösen kann. Es liegen keine klinischen Daten zur Anwendung von ALUNBRIG in der Schwangerschaft vor. Schwangere sind auf das potenzielle Risiko für das Ungeborene hinzuweisen. Gebärfähigen Frauen ist anzuraten, während der Behandlung mit ALUNBRIG eine wirksame nicht-hormonelle Verhütungsmethode zu verwenden und diese für mindestens vier Monate nach Gabe der letzten Dosis beizubehalten. Männern mit Frauen im gebärfähigen Alter als Partnerin ist anzuraten, während der Behandlung mit ALUNBRIG und mindestens drei Monate nach der letzten ALUNBRIG-Dosis wirksame Methoden zur Schwangerschaftsverhütung anzuwenden.

NEBENWIRKUNGEN

Schwere Nebenwirkungen traten bei 38 Prozent der Patienten in der 90-mg-Gruppe und 40 Prozent der Patienten in der 90→180-mg-Gruppe auf. Die häufigsten schweren Nebenwirkungen waren Pneumonie (5,5 % gesamt, 3,7 % in der 90-mg-Gruppe und 7,3 % in der 90→180-mg-Gruppe) und ILD/Pneumonitis (4,6 % gesamt, 1,8 % in der 90-mg-Gruppe und 7,3 % in der 90→180-mg-Gruppe). Tödliche Nebenwirkungen traten bei 3,7 Prozent der Patienten auf und umfassten Pneumonie (zwei Patienten), plötzlicher Tod, Atemnot, respiratorische Insuffizienz, Lungenembolie, bakterielle Meningitis und Urosepsis (jeweils ein Patient)

Die häufigsten Nebenwirkungen (≥ 25 %) in der 90-mg-Gruppe waren Übelkeit (33 %), Müdigkeit (29 %), Kopfschmerzen (28 %) und Atemnot (27 %) und in der 90→180-mg-Gruppe Übelkeit (40 %), Durchfall (38 %), Müdigkeit (36 %), Husten (34 %) und Kopfschmerzen (27 %).

WECHSELWIRKUNGEN MIT ANDEREN ARZNEIMITTELN

CYP3A-Inhibitoren: Die gleichzeitige Anwendung von ALUNBRIG mit starken CYP3A-Inhibitoren ist zu vermeiden. Auf Grapefruit oder Grapefruitsaft ist zu verzichten, da diese zu einem Anstieg des Brigatinib-Plasmaspiegels führen können. Wenn die gleichzeitige Anwendung eines starken CYP3A-Inhibitors unvermeidlich ist, ist die ALUNBRIG-Dosis zu senken.

CYP3A-Induktoren: Die gleichzeitige Anwendung von ALUNBRIG mit starken CYP3A-Induktoren ist zu vermeiden.

CYP3A-Substrate: Die gemeinsame Verabreichung von ALUNBRIG mit CYP3A-Substraten, darunter hormonelle Kontrazeptiva, kann zu herabgesetzten Spiegeln und dem Verlust der Wirksamkeit von CYP3A-Substraten führen.

VERWENDUNG IN BESTIMMTEN PATIENTENGRUPPEN

Schwangerschaft: ALUNBRIG kann zu einer Schädigung des ungeborenen Lebens führen. Gebärfähige Frauen sind auf das potenzielle Risiko für das Ungeborene hinzuweisen.

Stillzeit: Es liegen keine Daten vom Menschen zum Übertritt von Brigatinib in die Muttermilch, zu den Auswirkungen auf den gestillten Säugling oder die Beeinflussung der Milchproduktion vor. Wegen der möglichen Nebenwirkungen beim gestillten Säugling ist stillenden Frauen davon abzuraten, während der Behandlung mit ALUNBRIG zu stillen.

Gebärfähige Frauen und zeugungsfähige Männer:

SchwangerschaftsverhütungGebärfähigen Frauen ist anzuraten, während der Behandlung mit ALUNBRIG eine wirksame nicht-hormonelle Verhütungsmethode zu verwenden und diese für mindestens vier Monate nach Gabe der letzten Dosis beizubehalten. Männern mit Frauen im gebärfähigen Alter als Partnerin ist anzuraten, während der Behandlung mit ALUNBRIG und mindestens drei Monate nach der letzten ALUNBRIG-Dosis wirksame Methoden zur Schwangerschaftsverhütung anzuwenden.

Infertilität: ALUNBRIG kann bei Männern zu herabgesetzter Fertilität führen.

Kinder und Jugendliche: Zur Sicherheit und Wirksamkeit von ALUNBRIG bei pädiatrischen Patienten liegen keine Daten vor.

Ältere Patienten: In die klinischen Studien zu ALUNBRIG wurden nicht genügend Patienten im Alter von mindestens 65 Jahren aufgenommen, um einen Unterschied in deren Ansprechen im Vergleich zu jüngeren Patienten beurteilen zu können. Von den 222 Patienten in der ALTA-Studie waren 19,4 Prozent in der Altersgruppe 65-74 Jahre und 4,1 Prozent waren mindestens 75 Jahre alt. Es wurden keine klinisch relevanten Unterschiede hinsichtlich der Sicherheit oder Wirksamkeit zwischen Patienten ≥ 65 Jahre und jüngeren Patienten festgestellt.

Einschränkungen der Leber- oder Nierenfunktion: Eine Dosisanpassung bei Patienten mit leichten Einschränkungen der Leberfunktion oder leichten bis mittelschweren Einschränkungen der Nierenfunktion wird nicht empfohlenen. Die Sicherheit von ALUNBRIG bei Patienten mit mittelschweren bis schweren Einschränkungen der Leberfunktion oder schweren Einschränkungen der Nierenfunktion wurde nicht untersucht.

Die vollständigen US-Verschreibungsinformationen zu ALUNBRIG finden Sie unter: www.ALUNBRIG.com

Über die Takeda Pharmaceutical Company

Takeda Pharmaceutical Company Limited (TSE: 4502) ist ein global tätiges, forschungs- und entwicklungsorientiertes Pharmaunternehmen, das sich für bessere Gesundheit und eine bessere Zukunft für Patienten einsetzt, indem es wissenschaftliche Erkenntnisse in lebensverändernde Medikamente umwandelt. Takeda konzentriert seine Forschungs- und Entwicklungsbemühungen auf Onkologie, Gastroenterologie und Neurowissenschaften sowie Impfstoffe. Takeda führt sowohl intern als auch über Partner Forschungs- und Entwicklungsaufgaben aus, um dadurch bei Innovationen an vorderster Front zu bleiben. Innovative Produkte, insbesondere in der Onkologie und Gastroenterologie, sowie seine Präsenz in Wachstumsmärkten treiben das Wachstum von Takeda voran. Rund 30.000 Mitarbeiter setzen sich bei Takeda für die Verbesserung der Lebensqualität von Patienten ein und arbeiten in über 70 Ländern mit Partnern im dortigen Gesundheitswesen zusammen. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.takeda.com/newsroom/.

Weitere Informationen über Takeda finden Sie auf der Website des Unternehmens unter www.takeda.com. Weitere Informationen über Takeda Oncology, die Marke für die globale Onkologie-Sparte von Takeda Pharmaceutical Company Limited, finden Sie unter www.takedaoncology.com.

Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.


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