Weltweite Studie des Hygiene Councils beweist: Familien setzen sich unnötigem Infektionsrisiko aus

(17.09.2009, Pharma-Zeitung.de) • Studie zeigt Ignoranz grundlegender Hygieneregeln in vielen Haushalten

• Experten rechnen mit zweiter Schweinegrippe-Welle im Herbst

• Die Bedeutung gründlicher Hygiene zu Hause und Unterwegs steigt

München/ Hamburg, September 2009 – Wie das Robert Koch-Institut (RKI) Ende August bekannt gab, kann trotz aktuell sinkender „Schweinegrippe“- Fälle in Deutschland keine Entwarnung gegeben werden: Experten rechnen mit einer weiteren Welle von Influenza A (H1N1) - Infektionen im Herbst. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig zu wissen, wie eine Ansteckung verhindert werden kann –allem voran durch die Verbesserung der persönlichen Hygiene.

Allerdings sind nach Ansicht internationaler Wissenschaftler nicht nur Verhaltensregeln wichtig. Besonders in Zeiten einer Grippe-Pandemie ist auch ein verbessertes häusliches Hygienebewusstsein unerlässlich, um eine gesunde und sichere Umgebung für die Familie zu erhalten. Gerade in den vermeintlich sicheren eigenen vier Wänden können sich Mikroorganismen leicht ausbreiten und die Infektionsgefahr erhöhen, was laut aktueller Ergebnisse einer internationalen Studie des Hygiene Councils vielen Menschen nicht bewusst ist.

Die in acht Ländern durchgeführte Studie `Hygiene im Haushalt 2009´ zeigt, wie stark wir uns schädlichen Bakterien im eigenen Zuhause aussetzen. Zahlreiche vorherrschende Gewohnheiten und Einstellungen zur Haushaltsreinigung gewährleisten häufig nur einen unzureichenden Schutz vor Infektionen. Studienergebnisse offenbaren, dass 10 Prozent der untersuchten Bereiche in Deutschland zu einem unakzeptablen Grad verunreinigt waren. Dabei reinigen 95 Prozent der Befragten ihr Heim mehr als 2 Stunden pro Woche, 40 Prozent sogar 5 bis 8 Stunden pro Woche. Insgesamt überschätzten die Teilnehmer die Sauberkeit in ihrem Haus.

Küchentücher – und lappen sind in allen teilnehmenden Ländern der schmutzigste Gegenstand im Haus. In Deutschland wiesen 85% der untersuchten Küchentücher einen gravierenden Bakterienbefall auf, auch wenn der äußere Anschein fast überall gut war. Offensichtlich wird die gründliche Reinigung von Küchentüchern und Lappen vernachlässigt.

Der Wasserhahn ist in deutschen Küchen der am zweitstärksten verschmutzte Gegenstand im Haushalt, gefolgt von Schneidebrettern: ein Viertel der Küchenwasserhähne musste als mangelhaft eingestuft werden, wozu möglicherweise auch das Putzen mit einem schmutzigen Lappen beitrug. 10% aller Schneidebretter waren zu einem unakzeptablen Grad mangelhaft mit Keimen belastet.

Diese Studie zeigt weltweit einen deutlichen Bedarf an verbesserter Haushaltshygiene. Dabei ist es besonders wichtig, die Reinigung auf die kritischen Hygienebereiche im Haus zu konzentrieren, die häufig mit Händen oder Lebensmitteln in Kontakt kommen. Bakterien auf Tüchern und an Wasserhähnen stellen das Risiko einer Kreuzkontamination in der Küche und im übrigen Haushalt dar - bei jeder Benutzung eines Wasserhahnes können leicht gefährliche Bakterien auf die Hände gelangen.

John Oxford, Chairman des Hygiene Council und Professor für Virologie am Londoner St Bartholomew’s Hospital: „Unsere Studie weist auf bedeutende Lücken im Informationsstand der Öffentlichkeit bezüglich Hygiene hin. Die Bedeutung der Reinigung kritischer Hygienebereiche im Haushalt ist von allerhöchster Wichtigkeit, insbesondere in Zeiten, in denen wir alle über die Ausbreitung von Infektionskrankheiten wie der Schweinegrippe beunruhigt sind. Durch Einhaltung effektiver Hygieneregeln kann jeder von uns dazu beitragen, sich selbst und seine Familie zu schützen.“

Die Motivation der Menschen, ihr Heim sauber zu halten, wird gelegentlich durch die Ansicht in Frage gestellt, dass zu viel Sauberkeit dem Immunsystem schadet und Allergien fördert. Diese gemeinhin als `Hygienehypothese´ bekannte Theorie findet mit 75 Prozent die meisten Befürworter in Deutschland. Allerdings gibt es nach wissenschaftlicher Überprüfung der Datenlage keine Belege, die diese Theorie unterstützen. Zwar besteht für den Council kein Zweifel daran, dass der Kontakt mit Mikroben Teil eines ‚natürlichen Immunisierungsprozesses’ ist, die Berührung mit gefährlichen Krankheitserregern kann aber zu unnötigen und vermeidbaren Krankheiten führen.

„Richtiges Händewaschen und eine gründliche Oberflächendesinfektion mit einem bewährten Markenprodukt sind wichtige Vorbeugungsmaßnahmen gegen Infektionen“, sagt Professor Oxford. Solche einfachen Hygieneregeln können leicht in den Alltag integriert werden und den Schutz der Familie um ein Vielfaches verbessern. „Wir haben die wissenschaftlichen Daten von ausgewählten Sagrotan-Produkten untersucht, das Bakterien und Viren inklusive Influenza A (H1N1) - Viren gezielt abtötet“, fügt Oxford hinzu.


Über komm.passion GmbH

Der Hygiene Council ist eine Initiative, die weltweit führende Fachleute aus den Bereichen Mikrobiologie, Virologie, Infektionskrankheiten, Immunologie und öffentliche Gesundheit zusammenbringt, um realistische und praktische Empfehlungen zu einfachen Hygienemaßnahmen zu formulieren und so dazu beizutragen, Hygienestandards in Haushalten und Gemeinden zu verbessern und eine Ausbreitung von Infektionen aller Art zu minimieren. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Hygiene Council unter www.hygienecouncil.com.

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