Millennium und Seattle Genetics legen auf der EMCC-Jahrestagung klinische Daten zu ADCETRIS™ (Brentuximab Vedotin) bei pädiatrischen Patienten vor

(24.09.2011, Pharma-Zeitung.de) CAMBRIDGE, Massachusetts, und BOTHELL, Washington - Copyright by Business Wire - Millennium: The Takeda Oncology Company and Seattle Genetics, Inc.

- Sechs von neun Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem Hodgkin-Lymphom oder systemischem großzelligem anaplastischem Lymphom erzielten komplette Remission in Studien der Phase I und Phase II -

Millennium: The Takeda Oncology Company, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Takeda Pharmaceutical Company Limited (TSE:4502), und Seattle Genetics, Inc. (Nasdaq: SGEN) legten heute Daten aus einer retrospektiven Analyse pädiatrischer Patienten (12 bis 17 Jahre) vor, die an vier multizentrischen klinischen Studien (zwei der Phase I und zwei der Phase II) über ADCETRIS teilnahmen. Bei allen Patienten war rezidiviertes oder refraktäres Hodgkin-Lymphom (HL) (n=5) oder systemisches großzelliges anaplastisches Lymphom (sALCL) (n=4) diagnostiziert worden und bei allen hatte mindestens eine frühere Chemotherapie versagt. Die Daten wurden heute in einem mündlichen Vortrag auf dem 2011 European Multidisciplinary Cancer Congress präsentiert, der vom 23. bis 27. September in Stockholm (Schweden) stattfindet.

Im Juni 2011 war der vom Takeda Global Research & Development Centre (Europe) eingereichte Antrag auf das Inverkehrbringen von ADCETRIS bei rezidiviertem oder refraktärem HL und sALCL von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) angenommen worden. Im August 2011 erhielt ADCETRIS die beschleunigte Zulassung der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) für zwei Indikationen: (1) Behandlung von Patienten mit HL nach Versagen einer autologen Stammzellentransplantation (ASZT) oder nach Versagen mindestens zweier früherer Chemotherapien mit mehreren Wirkstoffen bei Patienten, die keine ASZT-Kandidaten sind, und (2) Behandlung von Patienten mit sALCL nach Versagen mindestens einer früheren Chemotherapie mit mehreren Wirkstoffen. Diese Indikationen basieren auf der Ansprechrate. Es liegen bisher keine Daten vor, die eine Verbesserung der anamnestisch berichteten Ergebnisse oder der Überlebensrate mit ADCETRIS nachweisen. ADCETRIS ist nicht für die Behandlung pädiatrischer Patienten zugelassen.

„Sowohl das Hodgkin-Lymphom als auch das systemische ALCL sind relativ häufige pädiatrische Lymphome, aber es stehen nur wenige Therapieoptionen für Patienten zur Verfügung, die einen Rückfall erleiden oder therapierefraktär sind“, erklärte Dr. Michelle Fanale, M.D. Anderson Cancer Center, Houston Texas. „Es ist ermutigend, dass ADCETRIS bei sechs von neun Patienten zu einer kompletten Remission geführt hat und allgemein gut vertragen wurde. Diese Daten unterstützen die weitere Untersuchung von ADCETRIS bei Kindern und Jugendlichen mit CD30-positiven Lymphomen.“

Komplette Remission wurde in einer Untergruppe pädiatrischer Patienten mit CD30-exprimierten malignen Lymphomen beobachtet, die in klinischen Studien über Brentuximab Vedotin (SGN-35) behandelt wurden (Abstract #9201)

Klinisches Ansprechen wurde vom Studienleiter anhand der revidierten Cheson-2007-Ansprechkriterien für maligne Lymphome ausgewertet

  • Sechs von neun Patienten erzielten eine komplette Remission (CR) nach der Behandlung mit ADCETRIS, darunter alle vier sALCL-Patienten; die verbleibenden drei Patienten erzielten einen stabilen Krankheitszustand (SD)
  • Fünf der 6 Patienten mit CR blieben nach der Nachuntersuchung in Remission, d. h. im Bereich von 3 bis mehr als 15 Monaten
  • ADCETRIS war mit allgemein kontrollierbaren nachteiligen Ereignissen verbunden; die häufigsten davon, definiert als aus der Therapie hervorgehende Ereignisse bei mehr als 4 Patienten, waren Übelkeit (n=6), periphere Neuropathie (n=6), Müdigkeit (n=5), Husten (n=4), Mund- und Halsschmerzen (n=4) und Fieber (n=4)
  • Nachteilige Ereignisse 3. Grades oder höher waren Neutropenie (n=3), Abnahme der weißen Blutkörperchen (n=1), Thrombozytopenie (n=1), Infektion an der Katheterstelle (n=1) und Hyperästhesie (n=1)

Die Patienten erhielten intravenös verabreichtes ADCETRIS als 30-minütige, ambulant durchgeführte Infusion in wöchentlichen Therapiezyklen (3 von 4 Wochen) in Dosierungen von 0,8 oder 1,2 Milligramm je Kilogramm (mg/kg) oder alle 3 Wochen mit Dosierungen von 1,2 oder 1,8 mg/kg. Todesfälle oder behandlungsbedingte Therapieabbrüche traten in dieser pädiatrischen Patientenuntergruppe nicht auf.

Über ADCETRIS™

ADCETRIS (Brentuximab Vedotin) ist ein Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC), das monoklonale Anti-CD30-Antikörper beinhaltet, die unter Nutzung der proprietären Technologie von Seattle Genetics mithilfe eines durch eine Protease abspaltbaren Linkers an einen Wirkstoff namens Monomethyl-Auristatin E (MMAE) gebunden sind, der in die Mikrotubulusbildung eingreift. Für das Konjugat wird ein Linkersystem verwendet, das in der Blutbahn stabil bleibt, aber nach Einschluss in CD30-exprimierende Tumorzellen MMAE freisetzt.

Seattle Genetics entwickelt ADCETRIS gemeinsam mit Millennium. Unter den Bedingungen der Kooperationsvereinbarung verfügt Seattle Genetics über die US-amerikanischen und kanadischen Vermarktungsrechte und die Takeda Group über die Rechte zur Kommerzialisierung von ADCETRIS in der übrigen Welt. Seattle Genetics und die Takeda Group finanzieren die Entwicklungskosten für ADCETRIS gemeinsam auf einer 50-prozentigen Basis, außer in Japan, wo die Takeda Group die Entwicklungskosten allein übernimmt. Im Juni 2011 wurde der Zulassungantrag auf das Inverkehrbringen (MAA) von ADCETRIS für rezidiviertes oder refraktäres Hodgkin-Lymphom und systemisches ALCL von der Europäischen Arzneimittelagentur angenommen. Der Antrag war vom Takeda Global Research & Development Centre (Europe) gestellt worden.

Über das Hodgkin-Lymphom und das systemische ALCL

Lymphom ist ein Sammelbegriff für verschiedene Krebsarten, die ihren Ursprung im lymphatischen System haben. Es gibt zwei Hauptkategorien von Lymphomen: Hodgkin-Lymphom und Non-Hodgkin-Lymphom. Das Hodgkin-Lymphom unterscheidet sich von anderen Lymphomtypen durch das Vorhandensein eines charakteristischen Zelltyps, der Sternberg-Reed-Zelle. Die Sternberg-Reed-Zelle exprimiert im Allgemeinen das CD30-Antigen. Das systemische ALCL ist eine aggressive Art des T-Zellen-Non-Hodgkin-Lymphoms, das ebenfalls CD30 exprimiert.

Über Millennium

Millennium: The Takeda Oncology Company, ein führendes biopharmazeutisches Unternehmen mit Sitz in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts, vermarktet in den USA einen Proteasom-Hemmer, der der erste Vertreter dieser Arzneimittelklasse ist, und verfügt über eine robuste klinische Entwicklungspipeline für globale Produktkandidaten. Millennium Pharmaceuticals Inc. wurde im Mai 2008 von der Takeda Pharmaceutical Company Ltd. übernommen. Der Schwerpunkt der Forschungs-, Entwicklungs- und Vermarktungstätigkeit des Unternehmens liegt auf dem Gebiet der Onkologie. Weitere Informationen zu Millennium und Takeda erhalten Sie auf den jeweiligen Unternehmenswebsites http://www.millennium.com und http://www.takeda.com.

Über Seattle Genetics

Seattle Genetics ist ein Biotechnologieunternehmen, das sich auf die Entwicklung und Vermarktung von Krebstherapien auf der Basis monoklonaler Antikörper konzentriert. Das erste Produkt des Unternehmens, ADCETRIS™ (Brentuximab Vedotin), erhielt am 19. August 2011 die Zulassung der US-amerikanischen Food and Drug Administration für zwei Indikationen. ADCETRIS wird in Zusammenarbeit mit Millennium: The Takeda Oncology Company entwickelt. Darüber hinaus verfolgt Seattle Genetics drei weitere ADC-Programme in der klinischen Entwicklung: SGN-75, ASG-5ME, ASG-22ME. Seattle Genetics unterhält für seine ADC-Technologie (Antikörper-Wirkstoff-Konjugat) Partnerschaften mit einer Reihe führender Biotechnologie- und Pharmaunternehmen, darunter Abbott, Bayer, Celldex Therapeutics, Daiichi Sankyo, Genentech, GlaxoSmithKline, Millennium, Pfizer und Progenics, sowie ADC-Entwicklungspartnerschaftsabkommen mit Agensys, einer Tochtergesellschaft von Astellas, und Genmab. Weitere Informationen finden Sie unter www.seattlegenetics.com.

Wichtige Sicherheitsinformationen

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen:

  • Periphere Neuropathie: ADCETRIS-Therapie verursacht eine periphere Neuropathie, die in erster Linie sensorischer Natur ist, aber es wurden auch Fälle von peripherer Motorneuropathie berichtet. Die von ADCETRIS induzierte periphere Neuropathie ist kumulativ. Behandelnde Ärzte sollten die Patienten auf Neuropathie überwachen und entsprechende Dosisanpassungen vornehmen.
  • Infusionsreaktionen: Reaktionen in Verbindung mit der Infusion, einschließlich Anaphylaxie, sind bei ADCETRIS aufgetreten. Die Patienten sind während der Infusion zu überwachen. Sollte eine Infusionsreaktion auftreten, ist die Infusion zu unterbrechen und es sind geeignete ärztliche Maßnahmen zu ergreifen. Sollte eine Anaphylaxie auftreten, ist die Infusion unverzüglich abzubrechen und es sind geeignete ärztliche Maßnahmen zu ergreifen.
  • Neutropenie: Das Blutbild ist vor jeder ADCETRIS-Gabe zu überwachen. Sollte sich eine Neutropenie 3. oder 4. Grades entwickeln, ist die nächste Dosis zu verzögern, zu reduzieren oder abzusetzen. Bei der Einnahme von ADCETRIS kann eine anhaltende (≥1 Woche) schwere Neutropenie auftreten.
  • Tumorlyse-Syndrom: Bei Patienten mit einem rapide fortschreitenden Tumor und hoher Tumorbelastung besteht das Risiko eines Tumorlyse-Syndroms. Daher sind diese Patienten engmaschig zu überwachen und im Bedarfsfalle geeignete Maßnahmen zu ergreifen.
  • Stevens-Johnson-Syndrom: Bei der Einnahme von ADCETRIS wurde Stevens-Johnson-Syndrom berichtet. Sollte das Stevens-Johnson-Syndrom auftreten, ist ADCETRIS abzusetzen und eine geeignete Arzneimitteltherapie einzuleiten.
  • Progressive multifokale Leukencephalopathie (PML): Ein PML-Fall mit tödlichem Ausgang wurde bei einem Patienten berichtet, der sich vor der Einnahme von ADCETRIS vier Chemotherapien unterzogen hatte.
  • Verwendung in der Schwangerschaft: Fötusschädigung ist möglich. Schwangere Frauen sind auf die potenzielle Gefährdung des ungeborenen Kindes hinzuweisen.

Nachteilige Reaktionen:

ADCETRIS wurde als Monotherapie mit 160 Patienten in zwei Phase-II-Studien untersucht. Bei beiden Studien zusammen waren die häufigsten nachteiligen Reaktionen (≥20%), unabhängig vom Kausalzusammenhang, Neutropenie, periphere sensorische Neuropathie, Müdigkeit, Übelkeit, Anämie, Infektionen der oberen Atemwege, Durchfall, Fieber, Hautausschläge, Thrombozytopenie, Husten und Erbrechen.

Arzneimittel-Wechselwirkungen:

Patienten, die konkomitant mit ADCETRIS auch mit starken CYP3A4-Hemmern behandelt werden, sind engmaschig auf nachteilige Reaktionen zu beobachten.

Weitere wichtige Sicherheitsinformationen entnehmen Sie bitte den vollständigen Verschreibungsinformationen für ADCETRIS unter www.seattlegenetics.com oder www.ADCETRIS.com.

Für Seattle Genetics: Diese Pressemittelung enthält bestimmte zukunftsgerichtete Aussagen, unter anderen insbesondere Aussagen, die sich auf die Erwartungen des Unternehmens hinsichtlich künftiger klinischer Studien über ADCETRIS in pädiatrischen Patienten beziehen. Die tatsächlichen Ergebnisse oder Entwicklungen können maßgeblich von den in diesen zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit enthaltenen Darstellungen abweichen. Zu den Faktoren, die zu derartigen Abweichungen führen können, gehören beispielsweise Risiken in Verbindung mit ungünstigen klinischen Ergebnissen aus fortschreitenden klinischen Studien über ADCETRIS. Weitere Informationen über die Risiken und Unwägbarkeiten, denen Seattle Genetics ausgesetzt ist, sind dem bei der US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) hinterlegten Formblatt 10-Q für das am 30. Juni 2011 beendete Quartal zu entnehmen. Seattle Genetics weist jede Absicht oder Verpflichtung zurück, zukunftsgerichtete Aussagen aufgrund neuer Informationen, künftiger Ereignisse oder aus sonstigen Gründen zu aktualisieren.

Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.



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