Oral verabreichtes Apremilast erreicht statistische Signifikanz für den primären Endpunkt PASI-75 im Rahmen der ersten Phase-III-Studie (ESTEEM 1) an Patienten mit Psoriasis

(19.03.2013, Pharma-Zeitung.de) BOUDRY, Schweiz - Copyright by Business Wire - Celgene International Sàrl

Apremilast verbessert Anzeichen und Symptome einer Psoriasis-Erkrankung bei unterschiedlichen Patiententypen — von systemisch unbehandelten Patienten bis hin zu Patienten mit nicht angeschlagener biologischer Behandlung

Apremilast zeigt signifikante Verbesserung beim primären und wichtigsten sekundären Endpunkt der Studie

Keine neuen Sicherheitssignale wurden eruiert – Sicherheit und Verträglichkeit konsistent mit Phase-III-Studien zu Psoriasis-Arthritis

Celgene International Sàrl, eine Tochtergesellschaft der Celgene Corporation (NASDAQ: CELG) veröffentlichte heute im Rahmen der Jahresversammlung der American Academy of Dermatology in Miami (Florida) die Ergebnisse aus der Studie ESTEEM 1.

Das Unternehmen hatte zuvor die statistische Signifikanz für den primären Endpunkt PASI-75 in Woche 16 und den wichtigsten sekundären Endpunkt sPGA (Static Physician Global Assessmen) bei Patienten, die im Rahmen der Phase-III-Studien ESTEEM 1 und 2 mit Apremilast behandelt wurden, angekündigt. ESTEEM 1 und 2 sind die randomisierten, placebokontrollierten Phase-III-Zulassungsstudien zur Evaluierung des oral verabreichten niedermolekularen Inhibitors von Posphodiesterase-4 (PDE4) bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer chronischer Plaque-Psoriasis.

Die heute vorgestellte Studie ESTEEM 1 evaluierte die Wirksamkeit und Sicherheit bei einer Reihe von Patientengruppen. Etwa ein Drittel der Studienpopulation war systemisch unbehandelt und/oder nicht im Rahmen einer Phototherapie behandelt worden. Nahezu 30 Prozent der Gesamtstudienpopulation war zuvor einer biologischen Therapie unterzogen worden, darunter diejenigen mit nicht angeschlagener Behandlung.

Im Rahmen der ESTEEM 1 Studie erreichte ein signifikant höherer Prozentsatz von mit Apremilast behandelten Patienten PASI-75 im Vergleich zu den Placebo-Patienten (33,1 % vs. 5,3 %; P<0,0001). Signifikant höhere PASI-75 Erfolgsquoten in Woche 16 wurden bei allen für diese Studie rekrutierten Patientengruppen beobachtet, einschließlich der systemisch unbehandelten Patienten und derjenigen Patienten, die nicht einer biologischen Behandlung unterzogen wurden, und bei denen 30 mg Apremilast BID verabreicht und ein Vergleich mit der Placebo-Gruppe (38,7 % vs. 7,6 %; P<0.0001 und 35,8 % vs. 5,9 %; P<0.0001) durchgeführt wurde. Apremilast konnte seine Langzeitwirkung unter Beweis stellen, indem die mittlere prozentuale Abweichung gegenüber dem Behandlungsbeginn in Form von PASI Erfolgsquoten über einen Zeitraum von 32 Wochen gemessen wurde. Dabei zeigte Apremilast eine 54,9-prozentige Reduzierung in Woche 16 und eine 61,9-prozentige Reduzierung in Woche 32.

Die statistische Signifikanz in Woche 16 zeigte sich anhand des wichtigsten sekundären Endpunkts sPGA (Static Physician Global Assessment) deutlich oder sehr deutlich (P<0,0001) und anhand anderer wichtiger sekundärer Endpunkte (Veränderungen des Anteils an der Körperoberfläche, visuelle Analogskala für Pruritus und Dermatology Life Quality Index DLQI) sowie im Rahmen von Beurteilungen von schwer zu behandelnden Oberflächen (Nagel und Kopfhaut).

„Ich bin der Überzeugung, dass sich Apremilast als Hauptkandidat zur Behandlung von Psoriasis etablieren wird. Der Wirkstoffkandidat besitzt das Potenzial, uns künftig in die Lage zu versetzen, unterschiedliche Patientengruppen zu behandeln, einschließlich der zuvor erwähnten weniger gravierenden Fälle”, erläuterte Prof. Dr. med. Kristian Reich, Partner am Dermatologikum Hamburg und Gründungsmitglied des Hamburger Forschungsinstituts SCIderm.

Das allgemeine Sicherheits- und Verträglichkeits-Profil stimmte mit den Ergebnissen früherer Phase-III-Studien zu Psoriasis-Arthritis überein. Keine Fälle von Tuberkulose oder Lymphomen wurden bis Woche 16 beobachtet und es besteht kein erhöhtes Risiko im Hinblick auf kardiovaskuläre Ereignisse oder schwerwiegende opportunistische Infektionen. Apremilast war im Allgemeinen gut verträglich. Zu den häufigsten unerwünschten Ereignissen (häufiger als in der Placebo-Vergleichsgruppe) gehören Diarrhöe, Übelkeit und Kopfschmerz. Mehr als 96 % der Patienten, die an der Studie beteiligt waren, berichteten vom Ausbleiben unerwünschter Ereignisse oder von einem leichten oder mäßigen Verlauf dieser Ereignisse. Die Untersuchung sowohl im Hinblick auf ernste als auch auf schwerwiegende Ereignisse bei einer Behandlung mit Apremilast 30 mg BID ergab bei einem Vergleich mit der Placebo-Gruppe ähnliche Ergebnisse (2,1 % vs. 2,8 % und 3,6 % vs. 3,2%).

Ein Antrag auf Arzneimittelzulassung (NDA) bei der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde (U.S Food and Drug Administration) wird auf Basis des kombinierten ESTEEM-Programms (ESTEEM 1 und 2) für Psoriasis-Arthritis voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2013 gestellt. Wie zuvor angekündigt, plant das Unternehmen einen separaten Zulassungsantrag für Psoriasis-Arthritis im ersten Quartal 2013. Außerdem ist ein kombinierter Antrag (Psoriasis-Arthritis/Psoriasis) auf Zulassung für das Inverkehrbringen (MAA) in Europa für die zweite Jahreshälfte 2013 geplant.

Die positiven Topline-Ergebnisse aus den beiden randomisierten, placebokontrollierten Phase-III-Zulassungsstudien zu Apremilast im Rahmen einer Behandlung von Psoriasis (ESTEEM 1 und 2) wurden im Januar 2013 veröffentlicht. Die Studien berücksichtigten mehr als 1.200 Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis und sind noch nicht abgeschlossen. Die Ergebnisse aus PSOR-005, einer Phase-IIb-Dosisfindungsstudie, wurden vor kurzem in der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet (http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(12)60642-4/fulltext) veröffentlicht.

Über ESTEEM 1 und 2

ESTEEM 1 und 2 sind zwei randomisierte, Placebo-kontrollierte Phase-III-Studien zur Evaluierung von Apremilast bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer chronischer Plaque-Psoriasis während eines Zeitraums von mindestens 12 Monaten vor dem Screening und bei Behandlungsbeginn, für die auch eine Phototherapie und/oder systemische Therapie in Betracht gezogen werden kann. Etwa 1.250 Patienten wurden im Verhältnis 2:1 randomisiert, um entweder 30 mg Apremilast BID oder Placebo während der ersten 16 Wochen zu erhalten, gefolgt von einer Erhaltungsphase von Woche 16 bis 32, in der die Placebogruppe bis Woche 32 auf 30 mg BID umgestellt wurde, sowie einer randomisierten Absetzungsphase von Woche 32 bis 52 für ansprechende Patienten, je nach ursprünglicher Randomisierung und PASI-Behandlungsansprechen.

Über Apremilast

Apremilast, ein oral verabreichter, niedermolekularer Inhibitor der Phosphodiesterase 4 (PDE4), wirkt intrazellulär und moduliert ein Netz von entzündungsfördernden und entzündungshemmenden Mediatoren. PDE4 ist eine zyklische Adenosinmonophosphat (cAMP)-spezifische PDE und die in Entzündungszellen dominierende PDE (siehe: http://discoverpde4.com/). Die PDE4-Inhibition erhöht den intrazellulären cAMP-Spiegel, der wiederum die entzündliche Reaktion herunterreguliert, indem die Expression von TNF-α, IL-23 und sonstigen entzündlichen Zytokinen moduliert wird. Die Erhöhung des cAMP-Spiegels führt ebenfalls zu einer Erhöhung der entzündlichen Zytokine wie IL-10. Weitere Informationen finden Sie unter www.discoverpde4.com/.

Die positiven Topline-Ergebnisse aus den drei randomisierten, placebokontrollierten Phase-III-Zulassungsstudien zu Apremilast im Rahmen einer Behandlung von Psoriasis-Arthritis (PALACE 1, 2 und 3) wurden im September 2012 veröffentlicht. PALACE 1 wurde auch im Rahmen einer mündlichen Präsentation auf der ACR-Jahresversammlung im November 2012 vorgestellt. Ingesamt umfasst das PALACE-Programm bis heute die umfassendsten Psoriasis-Arthritis-Studien zur Vorbereitung eines Zulassungsantrags.

Die Ergebnisse aus PSA-001, der Phase-II-Studie zu Apremilast bei psoriatischer Arthritis wurden jüngst in der Fachzeitschrift Arthritis & Rheumatism online veröffentlicht (http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/art.34627/abstract).

Die Rekrutierung von Patienten für eine randomisierte, placebokontrollierte Phase-III-Studie (POSTURE) zu Apremilast für Spondylitis ankylosans (AS) hat im April 2012 begonnen. AS, eine schwächende Krankheit, die eine Fusion der Wirbelsäule sowie Arthritis, Augenentzündungen und Herzschäden hervorrufen kann, betrifft ungefähr 1,5 Millionen Menschen in den USA und Europa. Die Studie randomisiert rund 450 Patienten für eine Dosis von 20 mg oder 30 mg Apremilast BID oder Placebo.

Über Psoriasis

Psoriasis ist eine immunvermittelte, nicht ansteckende, chronische entzündliche Hauterkrankung unbekannter Ursache. Bei Psoriasis handelt es sich um eine chronisch wiederkehrende Erkrankung, deren Schweregrad von kleineren örtlichen Flächen bis hin zur gesamten Körperoberfläche reichen kann. Plaque-Psoriasis ist die häufigste Form der Schuppenflechte. Über 80 Prozent der Menschen, die Psoriasis entwickeln, leiden unter Plaque-Psoriasis, die sich als rötliche, erhöhte Flecken manifestiert, die von silbrig-weißen Schuppen bedeckt sind. Diese Flecken oder Plaques bilden sich häufig an Ellenbogen, Knien, im unteren Bereich des Rückens und auf der Kopfhaut. Psoriasis betrifft Männer und Frauen zu etwa gleichen Anteilen. Neuere Studien deuten auf einen ethnisch bedingten Zusammenhang hin. Psoriasis tritt offenbar am häufigsten bei Kaukasiern und etwas weniger häufig bei anderen ethnischen Gruppen auf. Weltweit ist Psoriasis am weitesten in Skandinavien und anderen Teilen Nordeuropas verbreitet. Etwa 10 bis 30 Prozent der Patienten mit Psoriasis entwickeln außerdem eine Psoriasis-Arthritis, die Schmerzen, Steifigkeit und Schwellungen in und um die Gelenke herum verursacht.

Über Celgene

Celgene International Sàrl mit Sitz in Boudry, Schweizer Kanton Neuchâtel, ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft und die internationale Hauptgeschäftsstelle der Celgene Corporation. Die Celgene Corporation mit Hauptsitz in Summit, New Jersey, ist ein integriertes, global präsentes Pharmaunternehmen mit Schwerpunkt in der Erforschung, Entwicklung und Vermarktung innovativer Therapien zur Behandlung von Krebs und Entzündungskrankheiten durch Gen- und Proteinregulierung. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Unternehmens: www.celgene.com.

Zukunftsbezogene Aussagen

Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die im Allgemeinen keine historischen Tatsachen beschreiben. Zukunftsbezogene Aussagen sind an Wörtern wie „erwartet“, „rechnet mit“, „glaubt“, „beabsichtigt“, „schätzt“, „plant“, „wird“, „Ausblick“ und ähnlichen Begriffen zu erkennen. Zukunftsbezogene Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Plänen, Einschätzungen, Annahmen und Prognosen der Unternehmensführung und gelten nur am Datum ihrer Veröffentlichung. Wir verpflichten uns in keiner Weise zur öffentlichen Aktualisierung zukunftsbezogener Aussagen infolge neuer Informationen oder zukünftiger Ereignisse, soweit dies nicht gesetzlich erforderlich ist. Zukunftsbezogene Aussagen bergen innewohnende Risiken und Ungewissheiten, die in den meisten Fällen schwer vorherzusehen sind und sich unserer Kontrolle entziehen. Tatsächliche Ergebnisse können aufgrund verschiedener Faktoren von den Darstellungen der zukunftsbezogenen Aussagen wesentlich abweichen. Viele davon werden in unserem Jahresbericht auf Formular 10-K und unseren anderen Mitteilungen an die Securities and Exchange Commission näher erörtert.

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