Phase-III-Studie über ABRAXANE® zur Behandlung von Patienten mit metastasierendem Bauchspeicheldrüsenkrebs im New England Journal of Medicine

(16.10.2013, Pharma-Zeitung.de) BOUDRY, Schweiz - Copyright by Business Wire - Celgene International Sàrl

Celgene International Sàrl, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Celgene Corporation (NASDAQ: CELG), meldete heute, dass die Ergebnisse der MPACT-Studie (Metastatic Pancreatic Adenocarcinoma Clinical Trial), einer klinischen Phase-III-Studie über ABRAXANE® (proteingebundene Paclitaxel-Partikel zur Herstellung einer Injektionssuspension, albumingebunden) in Verbindung mit Gemcitabin, in der am 16. Oktober erschienenen Online-Ausgabe des New England Journal of Medicine veröffentlicht wurden.

Die MPACT-Studie unter der Regie des Hauptautors und klinischen Leiters Dr. Daniel D. Von Hoff, Chief Scientific Officer der klinischen Studien von Scottsdale Healthcare am Virginia G. Piper Cancer Center sowie Chefarzt am Translational Genomics Research Institute (TGen), ist eine von Celgene finanzierte, offene, randomisierte Studie an 861 zuvor unbehandelten Patienten mit metastasierendem Bauchspeicheldrüsenkrebs, die an 151 medizinischen und wissenschaftlichen Behandlungszentren in 11 Ländern in Nordamerika, Ost- und Westeuropa sowie Australien durchgeführt wird. Der Artikel mit dem Titel: „Increased Survival in Pancreatic Cancer with nab-Paclitaxel plus Gemcitabine“ (Erhöhte Überlebensdauer bei Bauchspeicheldrüsenkrebs mit nab-Paclitaxel plus Gemcitabine) ist online unter http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1304369 erhältlich. Quellenangabe bei Zitierungen: Von Hoff DD, Ervin T, Arena FP, et al. Increased survival in pancreatic cancer with nab-paclitaxel plus gemcitabine. N Engl J Med 2013. DOI: 10,1056/NEJMoa1304369

„Die rezensierte Veröffentlichung der MPACT-Ergebnisse im New England Journal of Medicine ist ein weiterer Beleg für die Bedeutung dieser Behandlungsmethode“, sagte Dr. med. Markus Renschler, Corporate Vice President, Global Head of Hematology and Oncology Medical Affairs von der Celgene Corporation. „Die US-Arzneimittelbehörde FDA stützte sich bei ihrer Zulassung von ABRAXANE in Verbindung mit Gemcitabin zur Erstbehandlung von Patienten mit metastasierendem Adenokarzinom der Bauchspeicheldrüsen auf diese Ergebnisse.“

Über die MPACT-Studie

Im Rahmen der MPACT-Studie (Metastatic Pancreatic Adenocarcinoma Clinical Trial), einer von Celgene finanzierten, offenen, randomisierten, internationalen Studie, wurden insgesamt 861 randomisiert im Verhältnis 1:1 in zwei Behandlungsarme aufgeteilt (431 Patienten in die ABRAXANE/Gemcitabin-Gruppe und 430 Patienten in die Gemcitabin-Gruppe). Die Patienten der ABRAXANE/Gemcitabin-Gruppe bekamen an Tagen 1, 8 und 15 jedes 28-tägigen Behandlungszyklus ABRAXANE in Form einer intravenösen Infusion über einen Zeitraum von 30-40 Minuten bei einer Dosierung von 125 mg/m2 gefolgt von Gemcitabin als intravenöse Infusion über 30-40 Minuten bei einer Dosierung von 1000 mg/m2 verabreicht. Die Vergleichsgruppe erhielt Gemcitabin als Monotherapie bei einer Dosierung von 1000 mg/m2. Im ersten Zyklus wurde das Medikament wöchentlich über sieben Wochen verabreicht, gefolgt von einer einwöchigen Pause. Ab Zyklus 2 erhielten die Patienten das Mittel an Tagen 1, 8 und 15 eines 28-Tägigen Behandlungszyklus. Der primäre Endpunkt der Studie war die Gesamtüberlebensrate. Als sekundäre Endpunkte wurden die progressionsfreie Überlebensdauer und die anhand einer unabhängigen radiologischen Prüfung ermittelte Gesamtansprechrate herangezogen. Weitere Endpunkte waren die progressionsfreie Überlebensdauer, die vom Studienarzt ermittelte Gesamtansprechrate und die Sicherheit und Verträglichkeit dieser Kombination in dieser Patientengruppe.

Über Pankreaskrebs

Bauchspeicheldrüsenkrebs ist die vierthäufigste Ursache krebsbedingter Todesfälle in den USA und Europa. Die beiden Hauptarten von Bauchspeicheldrüsenkrebs sind exokrine und neuroendokrine Tumore. Das Adenokarzinom ist eine Untergruppe der exokrinen Tumore und macht etwa 95 Prozent aller Fälle von Bauchspeicheldrüsenkrebs aus. Bei mehr als der Hälfte der Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs erfolgt die Diagnose erst, nachdem sich der Krebs bereits ausgebreitet hat. Die durchschnittliche Lebenserwartung nach der Diagnose des metastasierenden Krankheitsbildes beträgt lediglich drei Monate.

Über ABRAXANE®

ABRAXANE ist eine an Albumin gebundene Form von Paclitaxel. Es wird unter Verwendung der patentierten Technologie nab® hergestellt. ABRAXANE enthält Albumin, ein menschliches Protein, und ist frei von Lösungsmitteln.

ABRAXANE wurde zuerst im Januar 2005 in den USA zur Behandlung von Brustkrebs in Fällen zugelassen, bei denen eine kombinierte Chemotherapie bei metastasierendem Krankheitsbild fehlgeschlagen ist oder es innerhalb von sechs Monaten nach Beginn einer adjuvanten Chemotherapie zu einem Rückfall kam. Die Vorbehandlung sollte ein Anthracyclin beinhaltet haben, insofern keine klinischen Gegenanzeigen vorliegen. Weltweit wurde ABRAXANE in mehr als 40 Ländern zur Behandlung von metastasierendem Brustkrebs (MBC) zugelassen.

Im Oktober 2012 ließ die US-Arzneimittelbehörde FDA ABRAXANE in Verbindung mit Carboplatin als Erstlinientherapie von lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) bei Patienten zu, die nicht für einen kurativen chirurgischen Eingriff oder eine Strahlentherapie in Frage kommen. ABRAXANE ist darüber hinaus in Argentinien, Australien, Japan und Neuseeland zur Behandlung von NSCLC zugelassen.

Im September 2013 ließ die FDA ABRAXANE in Verbindung mit Gemcitabin als Erstlinientherapie von Patienten mit metastasierendem Adenokarzinom der Bauchspeicheldrüse zu.

Wichtige Sicherheitsinformationen über ABRAXANE

WARNUNG – NEUTROPENIE

  • ABRAXANE darf nicht an Patienten verabreicht werden, deren Neutrophilenzahl bei der Voruntersuchung unter 1500 Zellen/mm3 liegt. Zur Feststellung einer Knochenmarksuppression, insbesondere Neutropenie, die schwerwiegend sein und Infektionen nach sich ziehen kann, wird empfohlen, das periphere Blutbild aller mit ABRAXANE behandelten Patienten häufig zu prüfen.
  • Hinweis: Eine an Albumin gebundene Form von Paclitaxel kann die funktionellen Eigenschaften eines Wirkstoffs im Verhältnis zu denen des aufgelösten Wirkstoffs erheblich beeinträchtigen. DAS MITTEL IST NICHT ALS ERSATZ VON ODER IN VERBINDUNG MIT ANDEREN PACLITAXEL-FORMULIERUNGEN ZU VERWENDEN.

KONTRAINDIKATIONEN

Neutrophilenzahl

  • ABRAXANE sollte nicht an Patienten verabreicht werden, deren Neutrophilenzahl bei der Voruntersuchung unter 1500 Zellen je Kubikmillimeter liegt

Überempfindlichkeit

  • An Patienten, bei denen schwere Überempfindlichkeitsreaktionen auf ABRAXANE festgestellt wurden, sollte das Medikament nicht erneut verabreicht werden.

WARNHINWEISE UND VORSICHTSMASSNAHMEN

Hämatologische Auswirkungen

  • Knochenmarksuppression (in erster Linie Neutropenie) ist dosierungsabhängig und eine dosierungsbegrenzende Toxizität von ABRAXANE. In klinischen Studien wurde eine Neutropenie 3. oder 4. Grades bei 34 Prozent der Patientinnen mit metastasierendem Brustkrebs (MBC), 47 Prozent der Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) und 38 Prozent der Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs festgestellt.
  • Beobachten Sie die Patienten auf Anzeichen von Myelotoxizität durch häufige Blutbildkontrollen, bei metastasierendem Brustkrebs (MBC) vor der Verabreichung am 1. Tag des Behandlungszyklus und bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) und Bauchspeicheldrüsenkrebs an Tagen 1, 8 und 15.
  • ABRAXANE darf nicht an Patienten verabreicht werden, deren absolute Neutrophilenzahl (ANC) bei der Voruntersuchung unter 1500/Zellen je Kubikmillimeter liegt.
  • Falls im Verlauf einer ABRAXANE-Therapie eine schwere Neutropenie (weniger als 500 Zellen/mm3 über 7 Tage oder länger) auftritt, ist die ABRAXANE-Dosis bei Patienten mit MBC oder NSCLC für die weitere Behandlung zu verringern.
  • Bei Patientinnen mit MBC ist die Behandlung mit dreiwöchentlichen Verabreichungszyklen von ABRAXANE fortzusetzen, nachdem ihre absolute Neutrophilenzahl wieder auf über 1500 Zellen je mm3 und ihre Thrombozytenzahl wieder auf über 100.000 Zellen je Kubikmillimeter angestiegen sind.
  • Bei NSCLC-Patienten ist die Behandlung falls ärztlich empfohlen mit permanent reduzierten Dosierungen der wöchentlichen Verabreichung von ABRAXANE und der dreiwöchentlichen Verabreichung von Carboplatin fortzusetzen, sobald am 1. Tag des Behandlungszyklus eine absolute Neutrophilenzahl von mindestens 1.500 Zellen/mm3 und eine Thrombozytenzahl von mindestens 100.000 Zellen/mm3 oder am 8. oder 15. Tag des Behandlungszyklus eine absolute Neutrophilenzahl von mindestens 500 Zellen/mm3 und eine Thrombozytenzahl von mindestens 50.000 Zellen/mm3 erreicht wird.
  • Bei Patienten mit einem Adenokarzinom der Bauchspeicheldrüse sind ABRAXANE und Gemcitabin abzusetzen, falls die absolute Neutrophilenzahl weniger als 500 Zellen/mm3 oder die Thrombozytenzahl weniger als 50.000 Zellen/mm3 beträgt. Der Beginn des nächsten Behandlungszyklus sollte aufgeschoben werden, falls die absolute Neutrophilenzahl am 1. Tag des Behandlungszyklus unter 1500 Zellen/mm3 oder die Thrombozytenanzahl unter 100.000 Zellen/mm3 liegt. Falls empfohlen , setzen Sie die Behandlung mit einer entsprechend reduzierten Dosis fort.

Nervensystem

  • Das Risiko einer sensorischen Neuropathie ist dosis- und schemaabhängig.
  • Das Auftreten einer sensorischen Neuropathie ersten oder zweiten Grades erfordert im Allgemeinen keine Dosisveränderung.
  • Im Fall einer sensorischen Neuropathie dritten oder höheren Grades sollte die Behandlung von MBC-Patientinnen bis zum Abklingen auf den ersten oder zweiten Grad bzw. die Behandlung von Patienten mit NSCLC oder Bauchspeicheldrüsenkrebs bis zum Abklingen auf den ersten Grad unterbrochen werden. Anschließend ist die Dosierung aller nachfolgenden Verabreichungen von ABRAXANE herabzusetzen.

Sepsis

  • Bei 5 Prozent der Patienten mit oder ohne Neutropenie, die ABRAXANE in Verbindung mit Gemcitabin erhielten, trat eine Sepsis auf.
  • Ein Verschluss der Gallenwege oder das Vorhandensein eines biliären Stents waren Faktoren, die das Risiko einer schweren oder tödlichen Sepsis beeinflussten.
  • Falls ein Patient febril wird (unabhängig von der absoluten Neutrophilenzahl) ist eine Behandlung mit einem Breitspektrumantibiotikum einzuleiten.
  • Im Falle einer febrilen Neutropenie ist die Behandlung mit ABRAXANE und Gemcitabin zu unterbrechen, bis sich das Fieber legt und die absolute Netrophilenzahl bei mindestens 1500 Zellen/mm3 liegt. Anschließend kann die Behandlung mit einem niedrigeren Dosierungsniveau fortgesetzt werden.

Pneumonitis

  • Pneumonitis, einschließlich einiger Fälle mit tödlichem Ausgang, trat bei 4 Prozent der Patienten auf, die ABRAXANE in Verbindung mit Gemcitabin erhielten.
  • Überwachen Sie die Patienten auf Anzeichen und Symptome und unterbrechen Sie die Verabreichung von ABRAXANE und Gemcitabin, wenn ein Verdacht auf Pneumonitis besteht.
  • Falls Pneumonitis diagnostiziert wird, sind ABRAXANE und Gemcitabin permanent abzusetzen.

Überempfindlichkeit

  • Es wurden Fälle von schweren und manchmal tödlich verlaufenden Überempfindlichkeitsreaktionen bekannt, einschließlich anaphylaktischer Reaktionen.
  • An Patienten, bei denen schwere Überempfindlichkeitsreaktionen auf ABRAXANE festgestellt wurden, sollte das Medikament nicht erneut verabreicht werden.

Leberfunktionsstörungen

  • Da Leberfunktionsstörungen die Exposition zu und Toxizität von Paclitaxel erhöhen können, ist bei der Verabreichung von ABRAXANE in solchen Fällen besondere Vorsicht geboten.
  • Bei der Behandlung von MBC und NSCLC sollten Patienten mit mittelschweren bis schweren Leberfunktionsstörungen eine niedrigere Anfangsdosis erhalten.
  • Bei der Behandlung von Adenokarzinoma der Bauchspeicheldrüse ist ABRAXANE nicht für Patienten mit mittelschweren bis schweren Leberfunktionsstörungen empfohlen.

Humanalbumin

  • ABRAXANE enthält Humanalbumin, das aus menschlichem Blut gewonnen wird.

Anwendung während der Schwangerschaft: Schwangerschaftskategorie D

  • ABRAXANE kann den Embryo schädigen, wenn es an eine schwangere Frau verabreicht wird.
  • Bei einer Verabreichung dieses Wirkstoffs während einer Schwangerschaft, oder wenn die Patientin während der Behandlung schwanger wird, muss sie über die Risiken für den Fötus aufgeklärt werden.
  • Schwangerschaftsfähigen Frauen sollte geraten werden, während der Behandlung mit ABRAXANE eine Schwangerschaft zu vermeiden.

Anwendung bei Männern

  • Männern ist davon abzuraten, während der Behandlung mit ABRAXANE ein Kind zu zeugen.

NEBENWIRKUNGEN

Randomisierte Studie an Patientinnen mit metastasierendem Brustkrebs (MBC)

  • Die häufigsten Nebenwirkungen (≥20%) bei einer Monotherapie mit ABRAXANE verglichen mit Paclitaxelinjektion waren in der MBC-Studie: Alopezie (90%, 94%), Neutropenie (alle Fälle 80%, 82%, schwere Fälle 9%, 22%), sensorische Neuropathie (alle Symptome 71%, 56%, schwere Fälle 10%, 2%), anomale EKG-Werte (alle Patienten 60%, 52%, Patienten mit normalen Ausgangswerten 35%, 30%), Müdigkeit/Asthenie (alle 47%, 39%; schwere Fälle 8%, 3%), Myalgie/Arthralgie (alle 44%, 49%, schwere Fälle 8%, 4%), Erhöhte AST-Werte (alle 39%, 32%), erhöhte Alkaliphosphatase (alle 36%, 31%), Anämie (alle 33%, 25%, schwere Fälle 1%, <1%), Übelkeit (alle 30%, 22%, schwere Fälle 3%, <1%), Diarrhöe (alle 27%, 15%, schwere Fälle <1%, 1%) und Infektionen (24%, 20%).
  • Sensorische Neuropathie veranlasste 7 von 229 Patienten (3 Prozent) zum Absetzen von ABRAXANE.
  • Sonstige nennenswerte Nebenwirkungen der Verwendung von ABRAXANE gegenüber Paclitaxelinjektion waren Erbrechen (alle 18%, 10%, schwere Fälle 4%, 1%), Flüssigkeitseinlagerung (alle 10%, 8%, schwere Fälle 0%, <1%), Mukositis (alle 7%, 6%, schwere Fälle <1%, 0%), Leberfunktionsstörung (erhöhte Bilirubinwerte 7%, 7%), Überempfindlichkeitsreaktionen (alle 4%, 12%, schwere Fälle 0%, 2%), Thrombozytopenie (alle 2%, 3%, schwere Fälle <1%, <1%), neutropenische Sepsis (<1%, <1%) und Reaktionen an der Einstichstelle (<1%, 1%). Fälle von Dehydratation und Fieber wurden ebenfalls berichtet.
  • Nierenfunktionsstörungen (alle 11%, schwere Fälle 1%) wurden bei mit ABRAXANE behandelten Patienten (n=229) festgestellt.
  • Bei allen mit ABRAXANE behandelten Patienten (n = 366) sind Augenbeschwerden und Sehstörungen aufgetreten (13%, schwere Fälle 1%).
  • Bei etwa 3 Prozent der Patienten traten schwere kardiovaskuläre Ereignisse auf, die möglicherweise kausal mit der ABRAXANE-Monotherapie zusammenhängen, darunter kardiale Ischämie/Herzinfarkt, Brustschmerzen, Herzstillstand, supraventrikuläre Tachykardie, Ödeme, Thrombosen, Lungenthromboembolie, Lungenembolien und Bluthochdruck.
  • Ferner wurden Schlaganfälle und transitorische ischämische Attacken berichtet.

Studie an Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC)

  • Die häufigsten (≥20 Prozent), während der ABRAXANE- und Carboplatin-Kombinationstherapie beobachteten Nebenwirkungen waren Anämie, Neutropenie, Thrombozytopenie, Alopezie, periphere Neuropathie, Übelkeit und Müdigkeit.
  • Die häufigsten schweren Nebenwirkungen der Kombinationstherapie mit ABRAXANE und Carboplatin bei NSCLC waren Anämie (4 Prozent) und Pneumonie (3 Prozent).
  • Die häufigsten Nebenwirkungen, die zum dauerhaften Absetzen von ABRAXANE führten, waren Neutropenie (3 Prozent), Thrombozytopenie (3 Prozent) und periphere Neuropathie (1 Prozent).
  • Die häufigsten Nebenwirkungen, die zur Reduzierung der ABRAXANE-Dosis führten, waren Neutropenie (24 Prozent), Thrombozytopenie (13 Prozent) und Anämie (6 Prozent).
  • Die häufigsten Nebenwirkungen, die eine Unterbrechung oder Verzögerung der Verabreichung von ABRAXANE zur Folge hatten, waren Neutropenie (41 Prozent), Thrombozytopenie (30 Prozent) und periphere Neuropathie (16 Prozent).
  • Folgende häufige (≥10 Prozent) Nebenwirkungen wurden mit vergleichbarer Häufigkeit bei Patienten beobachtet, die mit ABRAXANE plus Carboplatin oder Paclitaxel-Injektion plus Carboplatin behandelt wurden: Alopezie (56%), Übelkeit (27%), Müdigkeit (25%), verminderter Appetit (17%), Asthenie (16%), Verstopfung (16%), Durchfall (15%), Erbrechen (12%), Atemnot (12%) und Hautausschlag (10%). Die Inzidenzraten beziehen sich auf die Behandlungsgruppe ABRAXANE plus Carboplatin.
  • Nebenwirkungen mindestens 3. Grades mit einem Häufigkeitsunterschied von ≥2%, die bei der Kombinationstherapie mit ABRAXANE und Carboplatin gegenüber der Kombinationstherapie mit Paclitaxelinjektion und Carboplatin zur Behandlung von NSCLC auftraten, waren Anämie (28% bzw. 7%), Neutropenie (47%, 58%), Thrombozytopenie (18%, 9%) und periphere Neuropathie (3%, 12%).
  • Nebenwirkungen der Schweregrade 1 bis 4 mit einem Häufigkeitsunterschied von ≥5%, die bei der Kombinationstherapie mit ABRAXANE und Carboplatin gegenüber der Kombinationstherapie mit Paclitaxelinjektion und Carboplatin zur Behandlung von NSCLC auftraten, waren Anämie (98% bzw. 91%), Thrombozytopenie (68%, 55%), periphere Neuropathie (48%, 64%), periphere Ödeme (10%, 4%), Nasenbluten (7%, 2%), Gelenkschmerzen (13%, 25%) und Myalgie (10%, 19%).
  • Eine Neutropenie (alle Schweregrade) wurde bei 85% der mit ABRAXANE und Carboplatin behandelten Patienten im Vergleich zu 83% der mit Paclitaxelinjektion und Carboplatin behandelten Patienten festgestellt.

Studie an Patienten mit Adenokarzinom der Bauchspeicheldrüse

  • Von den häufigsten (≥20%) bei der Phase-III-Studie beobachteten Nebenwirkungen war die Häufigkeit der folgenden in der ABRAXANE/Gemcitabin-Gruppe um ≥5% höher als in der Gemcitabin-Gruppe: Neutropenie (73%, 58%), Müdigkeit (59%, 46%), periphere Neuropathie (54%, 13%), Übelkeit (54%, 48%), Alopezie (50%, 5%), periphere Ödeme (46%, 30%), Diarrhöe (44%, 24%), Pyrexie (41%, 28%), Erbrechen (36%, 28%), Appetitverlust (36%, 26%), Ausschlag (30%, 11%) und Dehydratation (21%, 11%).
  • Von diesen häufigsten Nebenwirkungen war die Häufigkeit einer Toxizität 3. bis 4. Grades bei den folgenden in der ABRAXANE/Gemcitabin-Gruppe um mindestens 2% höher als in der Gemcitabin-Gruppe: Neutropenie (38%, 27%), Müdigkeit (18%, 9%), periphere Neuropathie (17%, 1%), Übelkeit (6%, 3%), Diarrhöe (6%, 1%), Pyrexie (3%, 1%), Erbrechen (6%, 4%), Appetitverlust (5%, 2%) und Dehydratation (7%, 2%).
  • Eine Thrombozytopenie (aller Schweregrade) wurde bei 74% der Patienten in der ABRAXANE/Gemcitabin-Gruppe festgestellt, verglichen mit 70% der Patienten in der Gemcitabin-Gruppe.
  • Die häufigsten schweren Nebenwirkungen von ABRAXANE (mit einer um ≥1% höheren Häufigkeit) waren Pyrexie (6%), Dehydratation (5%), Lungenentzündung (4%) und Erbrechen (4%).
  • Die häufigsten Nebenwirkungen, die zum dauerhaften Absetzen von ABRAXANE führten, waren periphere Neutropenie (8%), Müdigkeit (4%) und Thrombozytopenie (2%).
  • Die häufigsten Nebenwirkungen, die zur Reduzierung der ABRAXANE-Dosis führten, waren Neutropenie (10%) und periphere Neuropathie (6%).
  • Die häufigsten Nebenwirkungen, die eine Unterbrechung oder Verzögerung der Verabreichung von ABRAXANE zur Folge hatten, waren Neutropenie (16%), Thrombozytopenie (12%), Müdigkeit (8%), periphere Neuropathie (15%), Anämie (5%) und Diarrhöe (5%).
  • Weitere ausgewählte Nebenwirkungen aller Toxizitätsgrade, deren Häufigkeit in der ABRAXANE/Gemcitabin-Gruppe ≥5% höher war als in der Gemcitabin-Gruppe, waren Asthenie (19% bzw. 13%), Mukositis (10%, 4%), Dysgeusie (16%, 8%), Kopfschmerzen (14%, 9%), Hypokaliämie (12%, 7%), Husten (17%, 7%), Nasenbluten (15%, 3%), Harnweginfektionen (11%, 5%), Schmerzen in Extremitäten (11%, 6%), Gelenkschmerzen (11%, 3%), Myalgie (10%, 4%) und Depression (12%, 6%).
  • Weitere ausgewählte Nebenwirkungen der Toxizitätsgrade 3 bis 4, deren Häufigkeit in der ABRAXANE/Gemcitabin-Gruppe um ≥2% höher war als in der Gemcitabin-Gruppe, waren Thrombozytopenie (13%, 9%), Asthenie (7%, 4%) und Hypokaliämie (4%, 1%).

Praxiserfahrungen mit ABRAXANE und anderen Paclitaxel-Formulierungen nach der Markteinführung

  • Im Zusammenhang mit ABRAXANE wurden schwere und manchmal tödlich verlaufende Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet. Die Anwendung von ABRAXANE bei Patienten, bei denen zuvor Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber Paclitaxel-Injektionen oder Humanalbumin auftraten, wurde nicht untersucht.
  • Es wurden Fälle von Stauungsinsuffizienz und linksventrikulärer Dysfunktion während einer ABRAXANE-Behandlung bekannt, die in erster Linie bei Personen mit früheren Herzkrankheiten oder früherer Exposition zu kardiotoxischen Medikamenten auftraten.
  • Es wurden Fälle einer Extravasation von ABRAXANE berichtet. Angesichts der Möglichkeit einer Extravasation wird empfohlen, die ABRAXANE-Injektionsstelle engmaschig auf eine mögliche Infiltration während der Wirkstoffverabreichung zu überwachen.

WECHSELWIRKUNGEN MIT ANDEREN MITTELN

  • Bei der gleichzeitigen Verabreichung von ABRAXANE und anderen Mitteln, die CYP2C8 oder CYP3A4 hemmen oder induzieren, ist Vorsicht geboten.

ANWENDUNG IN SPEZIELLEN PATIENTENGRUPPEN

Stillende Mütter

  • Es ist nicht bekannt, ob Paclitaxel über die Muttermilch ausgeschieden wird. Da viele Medikamente in der Muttermilch ausgeschieden werden und das Risiko ernsthafter Nebenwirkungen für Säuglinge besteht, ist entweder das Absetzen des Arzneimittels oder das Abstillen in Betracht zu ziehen, wobei die Bedeutung des Arzneimittels für die Mutter zu berücksichtigen ist.

Pädiatrische Patienten

  • Die Sicherheit und Wirksamkeit von ABRAXANE bei pädiatrischen Patienten wurden nicht untersucht.

Geriatrische Patienten

  • Keine der Toxizitäten war bei Patientinnen im Alter von ≥65 Jahren, die ABRAXANE zur Behandlung von MBC erhielten, eindeutig häufiger zu beobachten.
  • Myelosuppression, periphere Neuropathie und Gelenkschmerzen traten häufiger bei Patienten im Alter von ≥65 Jahren auf, die ABRAXANE und Carboplatin zur Behandlung von NSCLC erhielten.
  • Bei der Behandlung von Adenokarzinoma der Bauchspeicheldrüse mit ABRAXANE und Gemcitabin traten Diarrhöe, Appetitverlust, Dehydratation und Nasenbluten bei Patienten im Alter von mindestens 65 Jahren häufiger auf als bei Patienten unter 65 Jahren.

Nierenfunktionsstörungen

  • Die Anwendung von ABRAXANE wurde nicht an Patienten mit Nierenfunktionsstörungen untersucht.

DOSIERUNG UND VERABREICHUNG

  • In der Behandlung von MBC und NSCLC ist empfohlen, die Dosierung von Patienten mit moderaten bis schweren Leberfunktionseinschränkungen anzupassen. Bei AST > 10 x oberer Normwert oder Bilirubin > 5 x oberer Normwert sollte ABRAXANE abgesetzt werden.
  • In der Behandlung von Adenokarzinoma der Bauchspeicheldrüse ist ABRAXANE abzusetzen, wenn der Bilirubin-Spiegel das 1,26-fache des oberen Normwerts oder der AST-Wert das 10-fache des oberen Normwerts erreicht oder übersteigt.
  • Dosisreduktionen oder das Absetzen der Behandlung können beim Auftreten schwerer hämatologischer, neurologischer, kutaner oder gastrointestinaler Toxizitäten erforderlich sein.
  • Eine engmaschige Überwachung der Patienten ist notwendig.

Bitte beachten Sie die vollständigen Verschreibungsinformationen einschließlich der gerahmten Warnhinweise unter http://abraxane.com/downloads/Abraxane_PrescribingInformation.pdf

Über Celgene

Celgene International Sárl aus Boudry in der Schweiz ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen und der internationale Hauptgeschäftssitz der Celgene Corporation. Die Celgene Corporation hat ihren Hauptsitz in Summit im US-Bundesstaat New Jersey und ist ein integriertes, weltweit tätiges Pharmaunternehmen mit Schwerpunkt auf der Erforschung, Entwicklung und Vermarktung innovativer Therapien zur Behandlung von Krebs und Entzündungskrankheiten durch Gen- und Proteinregulierung. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte www.celgene.com .

Zukunftsbezogene Aussagen

Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die im Allgemeinen keine historischen Tatsachen beschreiben. Zukunftsbezogene Aussagen sind an Wörtern wie „erwartet”, „rechnet mit”, „glaubt”, „beabsichtigt”, „schätzt“, „plant”, „wird“, „Ausblick“ und ähnlichen Begriffen zu erkennen. Zukunftsbezogene Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Plänen, Einschätzungen, Annahmen und Prognosen der Unternehmensführung und gelten nur am Datum ihrer Veröffentlichung. Die Celgene Corporation verpflichtet sich in keiner Weise zur öffentlichen Aktualisierung zukunftsbezogener Aussagen infolge neuer Informationen oder zukünftiger Ereignisse, soweit dies nicht gesetzlich erforderlich ist. Zukunftsbezogene Aussagen bergen innewohnende Risiken und Ungewissheiten, die in den meisten Fällen schwer vorherzusehen sind und außerhalb unserer Kontrolle liegen. Tatsächliche Ergebnisse können aufgrund verschiedener Faktoren maßgeblich von den Darstellungen der zukunftsbezogenen Aussagen abweichen. Viele davon werden im Jahresbericht der Celgene Corporation auf Formular 10-K und ihren anderen Mitteilungen an die Securities and Exchange Commission näher erörtert.

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