Studie bestätigt, dass minimal invasive Pulmonx-Therapie eine effektive Behandlung für Emphyseme ist

(25.09.2011, Pharma-Zeitung.de) AMSTERDAM - Copyright by Business Wire - Pulmonx

Die endgültigen Ergebnisse einer wichtigen europäischen Studie zeigen einen verbesserten Behandlungsstandard für Empyhsembehandlungen auf

Pulmonx hat soeben die endgültigen Ergebnisse seiner multizentrischen Chartis-Studie angekündigt1, die heute auf dem Kongress der European Respiratory Society vorgestellt werden. Diese eindeutigen Daten bestätigen, dass die Verwendung des Chartis®-Lungenbewertungssystems zur Planung von Zephyr®-Ventilbehandlungen der Schlüssel zu einer erfolgreichen EBV-Behandlung von Emphysemen ist.

Die Chartis-Bewertung liefert rasch und zuverlässig Daten über Bereiche der Lunge, die es einem Arzt ermöglichen, die EBV-Behandlung so zu planen, dass der bestmögliche Nutzen für den Patienten erzielt wird. Dies ist ein wesentlicher Durchbruch der es Ärzten ermöglicht, vielen weiteren Patienten diese äußerst wirksame und minimal invasive Behandlungsoption anzubieten - mit der Gewissheit, dass sie ihnen mit hoher Wahrscheinlichkeit bedeutende Linderung bringt.

„Die Verwendung des Chartis-Systems zur Planung einer EBV-Behandlung kann in Bezug auf verbesserte Lungenfunktion und Lebensqualität bedeutende Vorteile für Emphysem-Patienten bringen“, so Professor Dr. Felix Herth, Chefarzt der Abteilung Pneumologie und Beatmungsmedizin der Thorax-Klinik, Universität Heidelberg. „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir die Möglichkeit haben werden, diese Behandlung vermehrt durchzuführen, da wir die Wirksamkeit von Chartis und EBV bei der Reduzierung von Hyperinflation nachgewiesen haben. Es ist meiner Meinung nach zu erwarten, dass Chartis und die EBV-Behandlung künftig zur Standardbehandlung bei Emphysem werden“.

An der Chartis-Studie haben 97 Emphysempatienten teil genommen, von denen einige im Rahmen von früheren Studienprotokollen nicht behandelt worden wären. Alle Patienten unterzogen sich einer Chartis-Bewertung, gefolgt von einer Behandlung mit Zephyr®-Endobronchialventilen in einem einzelnen Lappen der Lunge. Das Chartis-System sagte bei drei von vier Patienten genau vorher, dass sie auf die Behandlung ansprechen würden. Patienten, die laut Chartis-Bewertung auf die Behandlung ansprachen, erfuhren wesentliche Verbesserungen der Lungenfunktion, der sportlichen Ausdauer und ihrer Lebensqualität.

„Anhand der Chartis-Studiendaten konnte eindeutig gezeigt werden, dass die EBV-Behandlung bei der Handhabung von Emphysem eine wichtige Rolle spielt“ so Dirk-Jan Slebos, MD, Ph.D., von derAbteilung für Pulmonologie am Universitätsklinikum Groningen und stellvertretender Forschungsleiter. „Wir haben Patienten, deren Ansprechen auf die Behandlung sich nur als „lebensverändernd“ bezeichnen lässt. Endlich haben wir etwas, das dem Patienten wirklich helfen kann.“

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Über Emphysem

Emphysem ist eine Form der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), die auftritt, wenn die Luftsäcke in den Lungen allmählich zerstört werden, was selbst im Ruhezustand zu Atemnot führt. Weltweit wurde bei über 30 Millionen Patienten Emphysem diagnostiziert. COPD ist eine der Hauptursachen für Behinderungen und ein bedeutendes öffentliches Gesundheitsanliegen. Die Weltgesundheitsorganisation stuft COPD heutzutage als vierthäufigste Todesursache ein und erwartet, dass es bis 2030 zur dritthäufigsten Todesursache werden wird. Die meisten Emphysemkranken haben derzeit wenig Behandlungsoptionen. Emphysem wirkt sich aufgrund Millionen versäumter Arbeitstage, teurer und wenig wirksamer Therapien sowie häufiger krankheitsbedingter Krankenhausaufenthalte wesentlich auf die Wirtschaft aus und stellt für das Gesundheitswesen weltweit einen bedeutenden Kostenfaktor dar.

Über die multizentrische Chartis-Studie

An dieser europäischen Studie nahmen zwischen Mai 2010 und März 2011 97 Patienten an sechs Standorten in Deutschland, den Niederlanden und in Schweden teil. Eine breite Auswahl an Patienten mit schwerem Emphysem konnten teilnehmen. Die endgültigen Daten wurden für 80 Patienten ermittelt und zeigten im behandelten Lappen eine mittlere Volumenreduktion von 72 Prozent bei Patienten mit vorhergesagtem Ansprechen im Vergleich zu 4 Prozent bei Patienten mit vorhergesagtem Nicht-Ansprechen auf die Behandlung. Das Chartis-System sagte bei 3 von 4 Patienten ein Ansprechen auf die Behandlung genau voraus. Die Patienten mit vorhergesagtem Ansprechen erlebten klinisch bedeutende Verbesserungen in allen Studienzielpunkten, wobei die Messwerte 30 Tage nach der Behandlung ermittelt wurden – eine durchschnittliche Verbesserung von 27 Prozent im FEV1 (einem Standardmesswert der Lungenfunktion), eine durchschnittliche Verbesserung von 19 Prozent in ihrer 6-Minuten-Gehstrecke und eine durchschnittliche 15-Punkte-Verbesserung der von ihnen geschilderten Lebensqualität, während Patienten mit vorhergesagtem Nicht-Ansprechen im Durchschnitt nur wenige oder keine Vorteile erfuhren. Vergleichsweise liegt ärztlicherseits der Schwellenwert für ‘klinisch bedeutend’ bei 12 bis 15 Prozent für die FEV1und die 6-Minuten Gehstrecke und bei einer 4-Punkte-Verbesserung der geschilderten Lebensqualität.

Über die Chartis- und Zephyr-Technologien

Emphysempatienten leiden an Hyperinflation – einer Zunahme des Volumens erkrankter Lungenbereiche, die gesündere Bereiche komprimieren. Dies führt zu Atemlosigkeit und kostspieligen Arbeitsausfällen. Viele Patienten können selbst die grundlegendsten täglichen Aktivitäten nicht erledigen und benötigen eine ergänzende Sauerstoffversorgung. Zephyr®-Ventile können das Volumen in den erkrankten Lungenbereichen reduzieren und dadurch die Funktion der gesünderen Lungenbereiche verbessern und die Symptome des Patienten lindern, sowie den Patienten die Erhöhung ihrer Aktivitätsniveaus ermöglichen und ihr Allgemeinbefinden verbessern.

Einige Patienten haben zusätzliche Luftstrompfade zwischen ihren Lungenlappen, ein als „Kollateralventilation“ bekannter Zustand. Ein vermehrtes Vorkommen von Kollateralventilation kann dazu führen, dass die Ventile umgangen werden, sodass sie nicht effektiv funktionieren. .Das Chartis-System bietet einen Ballonkatheter, der in den Luftweg eingeführt wird sowie eine einfache, benutzerfreundliche Konsole, die den expiratorischen Luftstrom sowie den Druck und Widerstand anzeigt und somit einen quantitativen Messwert der Kollateralventilation liefert.

Zuvor über das Zephyr-Endobronchialventil veröffentlichte Studien haben die Unbedenklichkeit der Behandlung sowie ihre Wirksamkeit an einer Untergruppe von Emphysempatienten bestätigt. Die Herausforderung, die sich Ärzten bislang beim Einsatz der Behandlung bei einer breiten Population von Emphysempatienten stellte, war die Fähigkeit, die Ventilbehandlungen so zu planen, dass die individuell verschiedenen anatomischen Voraussetzungen der Lungen einzelner Patienten eingehen, was sich auf die Wirksamkeit der Ventile auswirkt. Die zusätzliche Chartis-Bewertung stellt nun sicher, dass ein hoher Prozentsatz behandelter Patienten Nutzen aus der EBV-Behandlung ziehen wird.

Das Pulmonx Chartis-System liefert neue Informationen über spezifische Bereiche der Lunge des Patienten, was eine bessere Behandlungsplanung ermöglicht. Die Zephyr EBV von Pulmonx ist Gegenstand zahlreicher wissenschaftlich begutachteter Studien und wurde bereits weltweit zur Behandlung Tausender Patienten eingesetzt. Das Chartis-System mit Zephyrventilen ist seit Ende 2009 in Europa und anderen Ländern verfügbar.

Über Pulmonx

Pulmonx mit Unternehmenssitz in Redwood City, Kalifornien, und Neuchâtel, Schweiz konzentriert sich auf die Entwicklung und Vermarktung minimal invasiver medizinischer Geräte und Technologien zur Diagnose und Behandlung von Lungenfunktionsstörungen. Das Chartis-System und Zephyr EBV stellen die erste wirksame diagnostische und therapeutische Lösung für das Problem einer durch Emphysem induzierten Hyperinflation dar. www.pulmonx.com.

1 Nutzung des Chartis™-Systems zur Optimierung der Probandenauswahl für die endobronchiale Lungenvolumenreduktion (ELVR) bei Probanden mit heterogenem Emphysem.



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