Wichtige Chance verpasst: Abwasserrichtlinie bedroht weiterhin die Versorgung mit Generika

EU-Kommission legt neue Kostenschätzung zur Kommunalen Abwasserrichtlinie (KARL) vor.

(12.12.2025, Pharma-Zeitung.de) Die EU-Kommission legte gestern Abend eine neue Schätzung zu den Kosten für die Aufrüstung von Kläranlagen mit einer Vierten Klärstufe vor. Dabei verfehlt sie erneut die Chance, die tatsächlichen Kosten erschöpfend abzubilden. Konkret werden Kosten zwischen 1,48 und 1,8 Milliarden Euro genannt, die durch die Umsetzung der Richtlinie europaweit entstehen würden. Allein für Deutschland schätzt das Bundesumweltamt aber bereits einen Aufwand in Höhe von rund 1 Milliarde Euro pro Jahr. Das ist ein offensichtliches Missverhältnis.

Die richtigen Zahlen hätten das Ausmaß der Richtlinie offenbart – und die Folgen für die Versorgung mit Arzneimitteln wären sichtbar geworden.

Dazu sagt Bork Bretthauer, Geschäftsführer von Pro Generika:

„Auch die neuen Zahlen verkennen die Realität: Wenn Generika-Hersteller die milliardenschweren Kosten für den Klärwerksausbau tragen müssen, verschwinden essenzielle Medikamente vom Markt. Statt sich in unzureichende Berechnungen zu flüchten, hätte die EU-Kommission die Folgen der Richtlinie für die Versorgung mit Arzneimitteln in Europa im Blick haben müssen. Hier schaut sie bewusst weg, statt genau hinzusehen – wie es ihre Verantwortung gewesen wäre. Diese Chance wurde auf EU-Ebene verpasst. Umso mehr ist die Bundesregierung gefordert, den Zielkonflikt zwischen Umwelt- und Gesundheitspolitik aufzulösen: Sauberes Wasser und eine sichere Versorgung mit Arzneimitteln dürfen sich nicht ausschließen.“

Wird die Produktion von Arzneimitteln unwirtschaftlich, ziehen sich Hersteller zurück. Was das für die Versorgung bedeutet, haben wir am Beispiel des wichtigen Diabetes-Mittels Metformin hier aufgezeigt.

Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zu KARL: https://www.progenerika.de/news/abwasserrichtlinie-arzneimittelversorgung/


Über Pro Generika e.V.

Pro Generika ist der Verband der Generika- und Biosimilarunternehmen in Deutschland. Wir vertreten die Interessen seiner Mitglieder, die Generika und Biosimilars entwickeln, herstellen und vermarkten. Durch den Einsatz von Generika und Biosimilars werden im Gesundheitssystem wichtige finanzielle Ressourcen eingespart – bei gleichbleibend hoher Qualität der Arzneimittelversorgung. Generika und Biosimilars sorgen damit für nachhaltigen Zugang der Patient:innen zu modernen Arzneimitteln.

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