Bayer und Haplogen kooperieren bei der Entwicklung neuer Therapien zur Behandlung von Lungenerkrankungen

Bayer und die Haplogen GmbH, ein Biotechnologie-Unternehmen mit Sitz in Wien, haben eine mehrjährige Forschungsallianz unterzeichnet, um neue Wirkstoffkandidaten zur Behandlung von Lungenerkrankungen wie der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD)

(15.08.2018, Pharma-Zeitung.de) COPD ist eine häufige, heterogene Atemwegserkrankung, die zu Atemnot führt und meist mit schubförmigen, schweren Krankheitsepisoden einhergeht. Häufige Ursache für diese COPD-Exazerbationen sind Virusinfektionen der Atemwege. Ein möglicher Therapieansatz besteht darin, die Verbreitung des verantwortlichen Virus durch Hemmung seiner Vermehrung zu unterbinden. Die Forschungsallianz mit Haplogen hat zum Ziel, neue antivirale Wirkstoffe zu entwickeln, um die Frequenz der COPD-Schübe zu reduzieren und Patienten mit diesem hohen medizinischen Bedarf zu helfen.

„Bayer baut seine Forschungsaktivitäten im Bereich der Lungenerkrankungen weiter aus“, sagte Dr. Jörg Möller, Mitglied des Executive Committee der Division Pharmaceuticals und Leiter der Forschung und Entwicklung bei Bayer. „Die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung ist eine schwerwiegende Erkrankung und die dritthäufigste Todesursache weltweit. Es werden hier für Patienten dringend neue Therapien benötigt. Wir freuen uns, gemeinsam mit Haplogen an der Entwicklung innovativer Wirkstoffkandidaten zur Behandlung von COPD-Patienten zu arbeiten.“

Die Kooperation wird bereits vorhandene Forschungserkenntnisse und Erfahrungen im Bereich der Rhinovirus-Breitband-Therapeutika nutzen, die aus einer Zusammenarbeit von Haplogen mit der Evotec AG seit dem Jahr 2012 stammen.

„Wir sind stolz und begeistert, dass Bayer Haplogen als Partner gewählt hat. Wir sehen dies als eine Anerkennung für die hervorragende Forschungs- und Entwicklungsarbeit, die wir bei Haplogen in Zusammenarbeit mit unserem Partner Evotec geleistet haben“, sagte Dr. Georg Casari, Geschäftsführer der Haplogen GmbH.

Im Rahmen der Kooperation werden Bayer und Haplogen gemeinsam an der Identifizierung und Entwicklung neuer potenzieller Wirkstoffkandidaten arbeiten. Die Verantwortung für eine möglicherweise folgende Entwicklung und Vermarktung geeigneter Wirkstoffkandidaten wird bei Bayer liegen. Die im Rahmen der Forschungsallianz erzielten Ergebnisse werden gemeinsames Eigentum beider Unternehmen. Bayer erhält eine exklusive, weltweite Lizenz für die Rechte an allen Ergebnissen, einschließlich derjenigen aus der Zusammenarbeit von Haplogen und Evotec. Haplogen erhält eine Vorauszahlung sowie eine Forschungsfinanzierung von Bayer und hat Anspruch auf präklinische, klinische und umsatzabhängige Zahlungen beim Erreichen von vorab definierten Entwicklungsmeilensteinen sowie gestaffelte Lizenzgebühren. Weitere finanzielle Details der Vereinbarung wurden nicht bekannt gegeben.

Über die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung
Die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist eine chronische, fortschreitende und nicht heilbare Entzündung, die zu einer Blockierung der Atemwege führt. Sie ist mit Husten, verstärktem Auswurf und Kurzatmigkeit verbunden und wird häufig durch Rauchen oder durch wiederholten Kontakt mit anderen Formen von Rauch verursacht. Aufgrund der Blockierung der Atemwege und/oder Zerstörung der Lungenbläschen (Emphysem) gelangt weniger Sauerstoff ins Blut, sodass es zu Sauerstoffmangel und Gefäßverengung kommt.

Über Haplogen GmbH
Haplogen ist eine Biotechnologiefirma mit Sitz in Wien, Österreich, aktiv im Bereich der Wirkstoffforschung zur Behandlung von Viruserkrankungen. Die Forschungsprogramme benutzen einen neuartigen Ansatz, der durch Einsatz einer funktionellen Genomik-Plattformtechnologie auf Grundlage haploider menschlicher Zellen entdeckt wurde. Haplogen wurde 2010 als Ausgründung des CeMM- Forschungszentrums für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gegründet. Haplogen hat seinen Firmensitz am Campus Vienna BioCenter, einem Zentrum der biologischen und biotechnologischen Forschung und Entwicklung von internationalem Ruf.
Weitere Informationen zu Haplogen unter http://www.haplogen.com.

Über Kardiovaskuläre Erkrankungen bei Bayer
Bayer will getreu seiner Mission „Science for a better life“ das Leben von Menschen durch die Weiterentwicklung seines Portfolios an innovativen Therapien verbessern. Kardiovaskuläre Erkrankungen sind in unserer Gesellschaft ein schwerwiegendes Problem. Bayer arbeitet in einem großen Spektrum therapeutischer Ansätze für Herz-Kreislauf-, Lungen- und Nierenerkrankungen. Der Kardiologiebereich bei Bayer umfasst bereits eine Reihe an Produkten sowie mehrere andere Wirkstoffe in unterschiedlichen präklinischen und klinischen Entwicklungsstadien. In ihrer Gesamtheit spiegeln diese Produkte den Forschungsansatz des Unternehmens wider, der die Suche nach geeigneten Zielmolekülen (Targets) und Signalwegen zur Behandlung kardiovaskulärer Erkrankungen in den Vordergrund stellt.

Über Bayer
Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Agrarwirtschaft. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen den Menschen nützen und zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Gleichzeitig will der Konzern Werte durch Innovation, Wachstum und eine hohe Ertragskraft schaffen. Bayer bekennt sich zu den Prinzipien der Nachhaltigkeit und handelt als „Corporate Citizen“ sozial und ethisch verantwortlich. Im Geschäftsjahr 2017 erzielte der Konzern mit rund 99.800 Beschäftigten einen Umsatz von 35,0 Milliarden Euro. Die Investitionen beliefen sich auf 2,4 Milliarden Euro und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 4,5 Milliarden Euro. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.de

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