Biopharmazeutische Industrie bezeichnet Empfehlungen der Hochrangigen UN-Arbeitsgruppe über Zugang zu Arzneimitteln als verpasste Gelegenheit, den Bedürfnissen der Patienten wirklich Rechnung tragen

(19.09.2016, Pharma-Zeitung.de) GENF - Copyright by Business Wire - IFPMA

Am Rande der 71. UN-Generalversammlung in New York

Die biopharmazeutische Industrie ist der Meinung, dass die Hochrangige UN-Arbeitsgruppe über Zugang zu Arzneimitteln (UN High Level Panel on Access to Medicines, HLP) eine beispiellose Gelegenheit hatte, wichtige Probleme anzugehen, die den Zugang von Millionen von Menschen zu den Medikamenten und Impfstoffen, die sie benötigen, beeinträchtigen. Viele der HLP-Empfehlungen ignorieren die häufigsten Hindernisse, die den Zugang zu Arzneimitteln versperren. Aus diesem Grund bietet der Bericht keine solide Grundlage für wirklichen Fortschritte. Die biopharmazeutische Industrie wird weiterhin die im System der Vereinten Nationen bereits vorhandenen Plattformen unterstützen, die den Zugang zu Arzneimitteln verbessern sollen.

Das Umfeld, in das neue Arzneimittel freigegeben werden, ist kompliziert und Lösungen sind in patientenzentrierten und systemischen Ansätzen, politischen Absichtserklärung und guter Governance zu finden. Wichtige Punkte, die angegangen werden müssen, sind die Finanzierung des Gesundheitswesens, Verbesserungen der Infrastrukturen im Gesundheitsbereich und die Verbesserung der Leistungsfähigkeit von Fachkräften im Gesundheitswesen sowie der Patientenkompetenz. Die Mehrheit der HLP-Empfehlungen berücksichtigt diese Komplexität ebenso wenig wie viele vorhandene und innovative Anstrengungen, die bereits in den letzten zwei Jahrzehnten unternommen wurden, um den Zugang zur Gesundheitsversorgung zu verbessern. Außerdem scheint der Bericht einen reduktiven Ansatz hinsichtlich des pharmazeutischen Forschungs- und Entwicklungsmodells zu verfolgen, der unbeabsichtigte Auswirkungen auf das Vorantreiben des medizinischen Fortschritts in der Zukunft haben könnte.

„Der Zugang zu Arzneimitteln steht im Mittelpunkt aller Bemühungen der innovativen biopharmazeutischen Industrie. Der Bericht spricht nicht die wirklichen Barrieren an, die Menschen in aller Welt jeden Tag überwinden müssen, um Zugang zu Medikamenten zu erhalten“, so Eduardo Pisani, Director General, International Federation of Pharmaceutical Manufacturers and Associations (IFPMA). Er fährt fort: „Die Betrachtungsweise der HLP war sehr eng und ließ die gesamte Spannbreite der Faktoren, die den Zugang zu Arzneimitteln beeinflussen, außer Acht. Wir müssen auf Bewährtes aufbauen, wir brauchen einschließende Lösungen, die das globale Gesundheitswesen als Ganzes näher zum Patienten bringen. Dabei gilt es die Punkte anzugehen, die für Patienten von Belang sind.”

In ihren Einreichungen bei der HLP legte die biopharmazeutische Industrie Belege dafür vor, dass geistiges Eigentum wertvoll für den Zugang zu Arzneimitteln ist. Auch präsentierte sie praktikable Lösung zur Verbesserung des Zugangs zu Medikamenten. Will man bei den Bemühungen um Gesundheitsversorgung für alle diese realen und am meisten beobachteten Barrieren angehen, müssen gemeinsame Anstrengungen unternommen und innovative Lösungen gesucht werden, die langfristig tragbar und praktisch umsetzbar sind.

Fast alle wichtigen Arzneimittel in den letzten 150 Jahren — darunter Antibiotika, Impfstoffe, HIV- und HCV-Medikamente sowie Krebs- und Herz-Kreislauf-Mittel — verdanken ihre Existenz den F&E-Anstrengungen der biopharmazeutischen Industrie. Die Innovatoren in der Biopharmabranche und die Millionen von engagierten Männern und Frauen, die auf diesem Gebiet arbeiten, begrüßen konstruktive und gemeinsam geführte Diskussion über Gesundheitstechnologie und den Zugang zur Gesundheitsversorgung. Sie arbeiten zusammen, um Lösungen zu finden, die allen Menschen auf der Welt eine bessere Gesundheitsversorgung bringen und verfolgen dasselbe Ziel, ein gesundes Leben für alle zu erreichen, im Sinne des 3. UN-Ziels für nachhaltige Entwicklung.

Über die IFPMA:

Die IFPMA vertritt forschungsbasierte Pharmaunternehmen und Verbände aus aller Welt. Die 2 Millionen Mitarbeiter der forschungsbasierten Pharmabranche erforschen, entwickeln und stellen Medikamente und Impfstoffe zur Verfügung, um die Lebensqualität von Patienten auf der ganzen Welt zu verbessern. Die in Genf ansässige IFPMA unterhält offizielle Verbindungen zu den Vereinten Nationen und bringt ihr Branchenwissen ein, um das globale Gesundheitswesen bei der Suche nach Lösungen zur Verbesserung der Weltgesundheit zu unterstützen.

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