Im Rahmen einer in der Praxis durchgeführten Patientenbefragung gewonnene Daten belegen die negativen Auswirkungen von Nykturie

(13.04.2014, Pharma-Zeitung.de) STOCKHOLM - Copyright by Business Wire - Ferring Pharmaceuticals

Die chronische Erkrankung geht mit einer Verringerung des Nutzwerts, der Produktivität und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität einher

Neue im Rahmen einer Patientenbefragung gewonnene Daten, die heute auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Urologie (EAU 14) vorgestellt wurden, zeigen, dass Nykturie (ein- oder mehrmaliges Aufwachen in der Nacht, um die Blase zu entleeren, gefolgt von Schlaf), sehr starke negative Auswirkungen auf den Nutzwert, die Arbeitsproduktivität und die gesundheitsbezogene Lebensqualität (HRQL) hat, die mit der Schwere der Erkrankung zunehmen1,2.

Eine Analyse von Umfragedaten, die aus einer Querschnitterhebung mit Ärzten und deren Urologiepatienten (n=8738) in Europa und den USA zusammengetragen wurden, belegt, dass mit der steigenden Anzahl von Blasenentleerungen infolge von Nykturie der Nutzwert, die Arbeitsproduktivität und die HRQL sinken1.

Eine schwerwiegende Folge von Nykturie ist die Unterbrechung des Schlafs von Patienten infolge des häufigen Aufwachens mit dem Bedürfnis, zu urinieren. Es ist vor allem die Störung des erholsamen Tiefschlafs in den ersten vier Stunden, die für gewöhnlich die größten Auswirkungen hat. Ergebnisse aus der Praxis zeigen, dass die Schwere der Nykturie eines Patienten (gemessen an der Stundenzahl der ersten ungestörten Schlafperiode) erhebliche negative Auswirkungen auf dessen Aktivitätsniveau, die durchschnittliche Zahl seiner Schläfchen tagsüber, seine HRQL sowie darauf hatte, wie ausgeruht er sich am nächsten Tag fühlte (p<0,0001)2.

Bei den Patienten, die länger als vier Stunden ungestört schliefen, bevor sie aufwachten, um zu urinieren, gab es hochsignifikante Verbesserungen mit Blick auf die Symptome, die HRQL, das Aktivitätsniveau, den Gesundheitszustand und darauf, wie ausgeruht sie sich am nächsten Tag fühlten, im Vergleich zu denjenigen, die vier oder weniger Stunden ungestört schliefen (p<0,0001)2.

Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse, dass bei einer Verschlimmerung der Nykturie (gemessen an der steigenden Anzahl der nächtlichen Blasenentleerungen) eine signifikante Verschlechterung in Bezug auf alle Messwerte, d. h. HRQL, Nutzwert und Arbeitsproduktivität (p<0,0001), eintrat. Die negativen Auswirkungen auf diese Messwerte waren bei Patienten, die zweimal oder öfter pro Nacht aufwachten, um die Blase zu entleeren, signifikant stärker als bei denjenigen Patienten, die in der Nacht einmal oder nicht die Blase entleerten (p<0,001)1.

Professor Bliwise, Professor für Neurologie, Emory University School of Medicine, Atlanta, USA, kommentierte die Ergebnisse wie folgt: „Nykturie ist verbreitet und lästig, oft wird sie nicht als eigenständige Krankheit erkannt und die Belastung durch die Erkrankung unterschätzt. Die neuen Daten unterstreichen, wie wichtig es ist, dass Ärzte Nykturie angesichts der schwerwiegenden Auswirkungen, die die Erkrankung auf die Lebensqualität von Patienten haben kann, ernst nehmen. Wer den Verdacht hegt, von Nykturie betroffen zu sein, sollte einen Arzt aufsuchen, um mit diesem über Behandlungsmöglichkeiten zu sprechen.“

Für Nykturiepatienten ist der gestörte Schlaf das lästigste Symptom. Ca. ein Drittel dieser Patienten können nach dem Urinieren nicht wieder einschlafen und leiden unter Schlaflosigkeit3. Angesichts der hohen Prävalenz von Nykturie – Schätzungen zufolge sind 77 % der Männer und Frauen zwischen 60 und 80 Jahren betroffen – ist es wichtig, dass die Krankheit erkannt und entsprechend behandelt wird4.

Über die Studie

Hausärzte und Urologen in Frankreich, Deutschland, Spanien, GB und den USA, die aktiv Urologiepatienten behandeln, wurden gebeten, prospektiv Patientenformulare für die nächsten 14 Patienten mit überaktiver Blase/benigner Prostatahyperplasie auszufüllen, die ihre Klinik aufsuchten. Die gleichen Patienten wurden aufgefordert, auf einem Formular verschiedene Angaben zu machen, darunter die Dauer der ersten ungestörten Schlafperiode, die durchschnittliche Zahl der Blasenentleerungen in den vorigen sieben Nächten, wie sie sich am nächsten Tag fühlten, und die durchschnittliche Zahl von Schläfchen tagsüber (auf einer Skala von 1=schlecht bis 10=hervorragend). Dieses Formular umfasste zudem Angaben zum Nutzwert, der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (HRQL) und den Auswirkungen auf die Arbeit/Aktivitäten (EuroQol 5-D (EQ-5D), den Fragebogen zur überaktiven Blase (OAB-q), das Nocturia Impact (NI) Diary® und den Work Productivity and Activity Index (WPAI))1,2.

Über Nocturia

Nykturie ist eine lästige und weit verbreitete Krankheit, die von der International Continence Society definiert ist als ein- oder mehrmaliges nächtliches Aufwachen, um die Blase zu entleeren, wobei jeder Entleerung Schlaf vorausgeht und auf jede Entleerung Schlaf folgt5. Studien zu dem Zusammenhang zwischen Lebensqualität und Nykturie deuten darauf hin, dass die Erkrankung klinisch signifikant wird, wenn die Blase zweimal oder öfter pro Nacht entleert wird. Männer sowie Frauen berichten von Nykturie übereinstimmend als einem der lästigsten Symptome des unteren Harntrakts, das den Schlaf und die allgemeine Lebensqualität erheblich beeinträchtigt6. Die Nykturie, die oft verharmlost und als unvermeidlicher Bestandteil des Alterungsprozesses angesehen wird, ist eine schwerwiegende Erkrankung mit weitreichenden sozialen, gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen für Patienten, ihre Familien und die Gesellschaft7.

Über Ferring Pharmaceuticals

Ferring Pharmaceuticals mit Hauptsitz in der Schweiz ist eine forschungsorientierte, auf Biopharmazeutika spezialisierte Unternehmensgruppe, die auf globalen Märkten aktiv ist. Das Unternehmen identifiziert, entwickelt und vermarktet innovative Produkte in den Bereichen reproduktive Gesundheit, Urologie, Gastroenterologie und Endokrinologie. Ferring unterhält seine eigenen Betriebsgesellschaften in 50 Ländern und vermarktet seine Produkte in mehr als 70 Ländern. Weitere Informationen über Ferring und seine Produkte finden Sie unter www.ferring.com.

Quellen

1 Andersson, F. et al. Negative impact of nocturia on utility, productivity and health-related quality of life: Results of a real world survey of patients in Europe and USA. Abstract Nr. 588 [auf dem EAU-Kongress 2014 präsentierte Daten, Posterpräsentation, Nykturie und nächtliche Polyurie].

2 Bliwise et al. Negative impact of reduced first undisturbed sleep period on utility, productivity and health-related quality of life: Results of a real world survey of patients in Europe and USA. Abstract Nr. 591 [auf dem EAU-Kongress 2014 präsentierte Daten, Posterpräsentation, Nykturie und nächtliche Polyurie].

3 Holm-Larsen, T. et al. “My sleep pattern is a series of naps.” Subjective patient-reported data on what is most bothersome about nocturia. Abstract Nr. 405 [auf dem EAU-Kongress 2013 präsentierte Daten, Posterpräsentation, „Nocturia, OAB, metabolic syndrome - towards a new management“].

4 Bing et al. Prevalence and bother of nocturia and causes of sleep interruption in a Danish population of men and women aged 60-80 years. British Journal of Urology International, 98(3), 599-604.

5 van Kerrebroeck, P. et al. The standardization of terminology in nocturia: report from the Standardisation Sub-committee of the International Continence Society. Neurol UroL Urodyn 2002;21:179-83.

6 van Dijk, M.M. et al. The role of nocturia in the quality of life of men with lower urinary tract symptoms British Journal of Urology International 2010;105:1141-6.

7 Asplund, R. Nocturia: Consequences for sleep and daytime activities and associated risks. European Urology Supplements 2005;3:24-32.

Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.


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